Zum 9. Mal hat der Wiesbadener Weihnachtscircus sein Zelt auf dem Festplatz der Gibber Kerb aufgeschlagen. Bis zum 8. Januar bieten internationale Künstler ein buntes Programm für Klein und Groß.

Eltern und Kinder sind wieder Reif für den Zirkus. Waren bei der Premiere vom Wiesbadener Weihnachtscircus im vergangenem Jahr viele Plätze frei, standen die Zuschauer am Donnerstagabend Schlange um Karten zu kaufen. Es tat gut zuzusehen, wie sich das Zelt nach und nach füllte. Wie Hunderte Menschen auf dem Festplatz der Gibber Kerb für ein volles Zirkuszelt sorgten. Eintauchten in die Welt der Wunder und Sensationen. Sich vergnügten, während die Artisten und ihre Helfer mit Lust und Leidenschaft in der Manege harte Arbeit ablieferten. Barbi Terbocs aus Tschechien zum Beispiel. Zuerst begeisterte sie das Publikum mit Drehungen, Sprüngen, dem Spagat auf dem Drahtseil, eine der ältesten Darbietungen im Zirkus – und nach der Pause an den Strapazen. Die junge Artistin schraubte sich mit unglaublicher Kraft und Präzision in die Lüfte, um dem Publikum mit Umschwüngen und Drehungen ein ums andere Mal den Atem zu rauben.

Jonglage und Klamauk

Ganz anders Anthony Wandruschka. Das Zirkusleben bekam er wie die Meisten quasi in die Wiege gelegt. Im Wiesbadener Weihnachtszirkus tritt er mit einer Jonglagenummer auf, bei der er sich am Premierenabend durch nichts aus der Ruhe bringen ließ. Die technischen Probleme der Tonanlage, überspielte der Zirkus-Profi gekonnt, nicht ohne das Publikum mit seine Bällen und Keulen auf die folgenden Darbietungen einzustimmen und mitzunehmen – auf die reise zum Lustigen Pferd, dass in der Manege platz nimmt und sich ein Menü bestellt.

Köstliche Pferdekomödie

Zusammen mit der Tiertrainerin Rafaela Honden hat der Tinker Hengst Amigo bewiesen, dass er bei der Arbeit auf den spanischen Feldern durchaus etwas von den Manieren der Menschen mitbekommen hat. Erwartungsvoll hat er sich auf den Boden der Manage gesetzt, und damit spätestens in dem Moment, wo Amigo eine Serviette umgebunden bekam, die Manege mit Lachen gefüllt und zum Liebling der kleinen und großen Besucher avanciert. Was da so leicht und lustig rüberkam, ist in Wahrheit lange Übungssache.

Nach der Pause hat auch Honden ein zweites Mal die Manege betreten und eine der besten Papageiendarbietungen Europas gezeigt: Aras, Kakadus und Sonnensittiche in einer einzigartigen Harmonie. Sie spreizten ihr schönes, buntes Gefieder in den Händen der Tiertrainerin. Sie drehten sich um ihre Stangen, auf denen sie saßen. Sie tanzen zur Musik. Sie schoben Einkaufswagen durch die Gegend. Spielten Basketball, stapelten Blumentöpfe – und durften während der Vorführung sogar frei durch die Manege fliegen. Das Gehorchen müssen sie aber noch üben

Globe of Speed und Todesrad

Die wahren Höhepunkte nach der Pause aber waren und sind das Globe of Speed und das rotierende Todesrad. Beide Nummern hat man in Wiesbaden so noch nicht gesehen. Beide Nummern haben während der Premiere am Donnerstagabend das Publikum in Starre versetzt. Beide Nummer derart fasziniert, dass die aufgeladene Spannung sich im Zelt bei Standing Ovations entladen hat und die Artisten für ihren akrobatischen tollkühnen Ritt auf dem rotierenden Todesrad ebenso wie die Motorradfahrer im Globe of Speed gefeiert wurden.

Eines der vielen akrobatischen Highlights ist der tollkühne Ritt auf dem rotierenden Todesrad.

Die beiden Kolumbianer zeigen in ihrer rasanten Darbietung waghalsige Kunststücke und setzen die Schwerkraft außer Kraft. Als eine der wenigen Artisten der Welt drehen sie auf der Außenseite des rotierenden Rades einen Salto Mortale – und das bei 120 Stundenkilometern in zehn Meter Höhe.

Waghalsiger geht es nicht – zwei wahre Aktionhelden im Circuszelt – die Silva Brothers.

Impressionen von der Premiere

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Foto oben ©2021 Volker Watschounek

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Die Internetseite des Wiesbadener Weihnachtszirkus finden Sie unterwww.weihnachtscircuswiesbaden.de.

 

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