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Wiesbaden trauert um Jörg Bourgett, Dietrich Oedekoven,

Trauer um Dietrich Oedekoven

Dietrich Oedekoven prägte Wiesbaden über Jahrzehnte als Stadtkämmerer. Nun ist er kurz vor seinem 98. Geburtstag gestorben. Die Stadt verliert einen leisen Gestalter, der Verantwortung übernahm, Vertrauen gewann und die Entwicklung Wiesbadens nachhaltig beeinflusste.

Volker Watschounek 2 Tagen vor 0

Wiesbaden trauert um Dietrich Oedekoven. Der langjährige Stadtkämmerer prägte die Stadt über Jahrzehnte mit ruhiger Hand und klarem Blick.

Wiesbaden verliert einen Mann, der die Stadt über Jahrzehnte geprägt hat – leise, präzise und mit einem feinen Gespür für Zahlen und Menschen. Dietrich Oedekoven, Stadtältester und langjähriger Stadtkämmerer, ist am 12. März kurz vor seinem 98. Geburtstag gestorben.

Ein Verwalter mit Haltung

Wer über Oedekoven spricht, spricht selten über große Gesten. Stattdessen erzählen Weggefährten von Klarheit, Verlässlichkeit und einem ruhigen Humor, der auch in schwierigen Haushaltslagen nicht verschwand. 22 Jahre lang steuerte er die Finanzen Wiesbadens – unter den vier Oberbürgermeistern Rudi Schmitt, Georg-Berndt Oschatz, Professor Hans-Joachim Jentsch und Achim Exner, die ihm vertrauten und auf seine Expertise bauten.

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende würdigt ihn als jemanden, der Verantwortung nicht nur trug, sondern lebte. Oedekoven verband Zahlen mit Haltung. Er prüfte, entschied und blieb dabei stets nahbar.

Stationen eines langen Weges

Geboren 1928 in Aachen, studierte Oedekoven Rechts- und Staatswissenschaften sowie Volks- und Betriebswirtschaftslehre. Früh zog es ihn in die Verwaltung. Stationen beim Justizministerium in Nordrhein-Westfalen und beim Deutschen Städtetag prägten seinen Blick für kommunale Strukturen.

Seine Zeit als Bürgermeister und Finanzdezernent in Ludwigshafen bereitete ihn auf die große Aufgabe vor, die 1968 begann: Wiesbaden. Hier wirkte er bis 1990 als Stadtkämmerer – eine Zeit, in der sich die Stadt wandelte und wuchs.

Nähe, die bleibt

Dass Kollegen ihn bis ins hohe Alter im Pflegeheim besuchten, erzählt vielleicht mehr über ihn als jede Amtszeit. Oedekoven hielt Kontakt, hörte zu, blieb interessiert. Verwaltung war für ihn kein abstraktes System, sondern ein Geflecht aus Beziehungen. Die Beerdigung findet im engsten Familienkreis statt. Die Stadt aber verabschiedet sich öffentlich – und mit Respekt.

Symbolfoto ©2022 Wiesbaden Lebt! / Michael Schilling – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

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