Die Kriminalität in Wiesbaden sinkt teilweise, doch nicht überall. Polizei setzt auf Präsenz – und stößt dabei auf neue und bekannte Probleme.
Die Zahlen der Kriminalstatistik des Polizeipräsidiums Westhessen erzählen keine einfache Geschichte. Sie zeigen Rückgänge, Verschiebungen, neue Schwerpunkte – und lassen erahnen, wie sehr Sicherheit von einzelnen Strategien abhängig ist. Für Wiesbaden zeichnet die Kriminalstatistik ein Bild, das vorsichtig optimistisch stimmt, ohne Entwarnung zu geben.
Gesamtkriminalität sinkt – Aufklärungsquote bleibt stabil
Für die Landeshauptstadt ist die Gesamtkriminalität im zurückliegenden Jahr weiter zurückgegangen. Nach einem Höchststand in den Vorjahren bewegen sich die Fallzahlen im zweiten Jahr in Folge wieder nach unten. Gleichzeitig bleibt die Aufklärungsquote auf einem vergleichsweise stabilen Niveau von über 60 Prozent. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Denn weniger Fälle bedeuten nicht automatisch einfachere Ermittlungen. Vielmehr zeigt sich hier eine Entwicklung, die auf kontinuierliche Polizeiarbeit hindeutet.
Straßenkriminalität deutlich rückläufig
Besonders sichtbar wird der Trend bei der Straßenkriminalität. Die Zahl der erfassten Fälle sinkt im Jahr 2025 auf rund 3.968 – . Das entspricht einem Rückgang um etwa 550 Fälle im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig steigt die Aufklärungsquote von 19,8 auf 22,8 Prozent.
Ein Detail, das auffällt: Der Rückgang geht einher mit intensiveren Kontrollen. Im Rahmen der Innenstadtoffensive wurden über 8.000 Personen kontrolliert, mehr als 3.800 Einsatzkräfte waren beteiligt. Das zeigt, die Polizei setzt sichtbar auf Präsenz. Oder, anders gesagt: Sicherheit wird hier nicht nur verwaltet, sondern aktiv hergestellt.
Wohnungseinbrüche steigen wieder leicht
Weniger eindeutig ist die Entwicklung beim Wohnungseinbruch. Nach einem Tief in den vergangenen Jahren steigen die Zahlen 2025 wieder auf über 600 Fälle. Die Aufklärungsquote bleibt dabei vergleichsweise niedrig. Ein bekanntes Problem, das sich auch bundesweit zeigt: Einbrüche sind schwer zu klären, weil Täter oft mobil und professionell agieren.
Häusliche Gewalt bleibt konstant hoch
Ein anderes Feld zeigt kaum Bewegung – und genau das ist die eigentliche Nachricht. Die Fälle häuslicher Gewalt bewegen sich weiterhin auf hohem Niveau von rund 840 Fällen jährlich. Die Aufklärungsquote liegt hier nahezu bei 100 Prozent. Das bedeutet: Die Taten werden erkannt – aber sie verschwinden nicht. Prävention bleibt damit eine gesellschaftliche Aufgabe, nicht nur eine polizeiliche.

Mehr Kontrollen, mehr Treffer
Die Innenstadtoffensive liefert ein eigenes Zahlenkapitel. 221 Straftaten wurden bei Kontrollen festgestellt, dazu über 1.500 Ordnungswidrigkeiten. 127 Personen nahm die Polizei fest, fast 100 Haftbefehle wurden vollstreckt. Darunter finden sich vor allem Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und das neue Cannabisrecht. Die Zahlen zeigen: Wo kontrolliert wird, wird auch gefunden.
Sicherheit als Strategie
Die Bilanz 2025 wirkt wie ein Zwischenstand. Weniger Straßenkriminalität, stabile Gesamtzahlen, punktuelle Anstiege – das Bild bleibt komplex. Was sich jedoch klar erkennen lässt: Sicherheit entsteht nicht zufällig. Sie folgt Konzepten, Programmen und politischem Willen. Wiesbaden setzt dabei sichtbar auf Präsenz im öffentlichen Raum.
Ob das langfristig trägt, wird sich erst in den kommenden Jahren zeigen. Die Zahlen liefern dafür zumindest eine erste Richtung.
Foto – Kriminalstatistik für die Stadt Wiesbaden. ©2026 KI / Wiesbaden lebt!
Weitere Nachrichten aus dem Ortsbezirk Mitte lesen Sie hier.
Mehr Blaulicht-Meldungen.
Die Meldung ist 1:1 vom Polizeipräsidium Westhessen übernommen. Original-Meldung.




Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Wiesbaden und dem Polizeipräsidium Westhessen
Trickbetrüger +++ Pfefferspray +++ Einbruch
Pfefferspray +++ Einbrüche +++ Dieseldiebstahl +++ Kupferdiebstahl 
