Stilvolle Weihnachtsgrüße digital zu überbringen, ist schwierig. Aber im Online-Medium auf Weihnachtsgrüße zu verzichten ist auch nicht das Wahre. 

Und dann am Morgen noch der Einkaufsstress. Für den Einen sind es die letzten Weihnachtsgeschenke, für den Anderen frisches  Gemüse, Salat und Fleisch für die Festtage. Standen Sie auch mit anderen an der Kasse. Ging es Ihnen vielleicht wie uns am Nassauer Hof. Wir wünschten Freunden, Geschäftspartnern und Bekannten Frohe Weihnachten! Kaum ausgesprochen kam die Frage auf, ob es für diese Grußformel nicht zu früh sei. Dürfe man Frohe Weihnachten! nicht erst am 1. Weihnachtsfeiertag verwenden?

Knigge sagt…

… Sie dürfen sich Frohe Weihnachten wünschen wann immer Sie wollen. Zu Ostern, zum Geburtstag – im Frühling und im Hochsommer. Dass Sie dafür befremdende Blocke ernten, versteht sich von selbst. Grundsätzlich sollten Sie es davon abhängig machen, ob Sie der Person am Heiligabend oder an den Festtagen begegnen.

Um das ganze Jahr nicht gar zu komisch rüberzukommen, gebrauchen wir die Grußformel in den Tagen um Heiligabend. Ab dem ersten Advent wünschen wir uns eine schöne Adventszeit – um Silvester, ein Gutes neues Jahr.

Wiesbaden lebt! wünscht allen fröhliche Weihnachten, besinnliche Tage und einen guten Rutsch ins neue Jahr. ©2018 Volker Watschounek.

Wiesbaden lebt! wünscht allen fröhliche Weihnachten, besinnliche Tage und einen guten Rutsch ins neue Jahr. ©2018 Volker Watschounek.

Weihnachtsgedicht

Von drauss’ vom Walde komm ich her;
Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Allüberall auf den Tannenspitzen
Sah ich goldene Lichtlein sitzen;
Und droben aus dem Himmelstor
Sah mit grossen Augen das Christkind hervor,
Und wie ich so strolcht’ durch den finstern Tann,
Da rief’s mich mit heller Stimme an:

„Knecht Ruprecht“, rief es, „alter Gesell,
Hebe die Beine und spute dich schnell!
Die Kerzen fangen zu brennen an,
Das Himmelstor ist aufgetan,
Alt’ und Junge sollen nun
Von der Jagd des Lebens einmal ruhn;
Und morgen flieg’ ich hinab zur Erden,
Denn es soll wieder Weihnachten werden!

Ich sprach: „O lieber Herr Christ,
Meine Reise fast zu Ende ist;
Ich soll nur noch in diese Stadt,
Wo’s eitel gute Kinder hat.“ –

„Hast denn das Säcklein auch bei dir?“

Ich sprach: „Das Säcklein das ist hier:
Denn Äpfel, Nuss und Mandelkern
Fressen fromme Kinder gern.“ –

„Hast denn die Rute auch bei dir?“

Ich sprach: „Die Rute, die ist hier:
Doch für die Kinder nur, die schlechten,
Die trifft sie auf den Teil den rechten.“

Christkindlein sprach:„So ist es recht;
So geh mit Gott, mein treuer Knecht!“

Von drauss’ vom Walde komm ich her;
Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Nun sprecht, wie ich’s hier innen find’!
Sind’s gute Kind’, sind’s böse Kind’?

(Knecht Ruprecht, Theodor Storm, 1817-1888, deutscher Schriftsteller)

 

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