Dirk Groß war nicht zufrieden mit der Leistung seiner Schützlinge. Doch am Ende zähle nur, wer mehr Punkte –und das war am Sonntagabend des VC Wiesbaden.

Vor 1511 Zuschauern besiegte Wiesbadens Volleyball-Erstligist am Sonntagabend den Aufsteiger Nawaro Straubing mit 3:0 und es war am Ende gefühlt das erste von sieben Endspiele. Dennoch, Dirk Groß, Wiesbadens Chef-Trainer, haderte nach dem Spiel mit de Leistung seiner Spielerinnen.

VC Wiesbaden – Nawaro Straubing, kurz gefasst

Satz 1: 25 – 20, 25 Minuten
Satz 2: 25 – 23, 28 Minuten
Satz 3: 25 – 23, 31 Minuten

MVP Gold Sina Fuchs, VCW, Silber Lena Große Schürmann, Nawaro Straubing

Das Spiel begann ausgeglichen. Die Führung wechselte hin und her. Erst Mitte des ersten Durchgangs konnten sich die Spielerinnen des VCW etwas absetzen und mit einem Block von VCW-Außenangreiferin Tanja Großer zum 16:13 die zweite technische Auszeit einläuten. Angefeuert vom lauten Wiesbadener Publikum oblag es Mittelblockerin Nathalie Lemmens, den ersten Satz für die Hessinnen nach Hause zu holen.

„Wenn wir beim Turnen wären, wären wir vermutlich durchgefallen.“ – Dirk Groß, VCW-Chef-Trainer

Im zweiten Satz wackelte das Spiel des VCW zu Beginn und ließ eine Vierpunkte-Führung der Gäste zu. Nachdem Dirk Groß eine Auszeit beantragte, rafften sich die Spielerinnen wieder auf und kamen binnen kürzester Zeit zum Ausgleich. Straubing, das in Wiesbaden auf seine wichtige Punktelieferantin Danica Markovic verzichten musste, war und blieb ein unbequem zu bespielender Gegner. So blieben die Bayern auch wegen einiger VCW-Fehler gut im Spiel. So hatten Wiesbadens Spielerinnen den Satz bei 22:18 eigentlich schon eingetütet als Straubing nochmal heran kam. Glücklicherweise retteten die Hessinnen den Durchgang ins Ziel (25:23).

Wir haben am Ende mehr Punkte gemacht und deshalb haben wir auch verdient gewonnen.“ – Dirk Groß, VCW-Chef-Trainer

Nahezu identisches Bild im dritten Satz: Die Partie blieb weiter ausgeglichen und der VC Wiesbaden brauchte eine Weile, bis er sich etwas absetzen konnte. Es folgte ein kurzer Schreckmoment: VCW-Außenangreiferin Karolína Bednáøová knickte beim Versuch eines Blocks um und lag am Boden, konnte dann aber weiterspielen. Danach erspielten sich die Wiesbadenerinnen erneut eine beinahe sichere Führung, die gegen Ende des Satzes zunehmend abschmolz. Es war schließlich Tanja Großer, die sich ein Herz fasste und das Spiel mit dem entscheidenden Matchball zum 25:23 beendete.

„Wir haben heute drei Punkte für die Tabelle geholt. Damit haben wir unser Ziel erreicht und deshalb sind wir auch sehr zufrieden.“ – Dirk Groß, VCW-Chef-Trainer

Der VC Wiesbaden erreichte damit im Nachbarschaftsduelle einen Sieg, der nicht nur wichtig im Kampf um die Playoff-Plätze war, sondern auch wie etwas Balsam für die zuletzt deprimierte VCW-Seele wirkte. Als beste Spielerin der Partie wurde Sina Fuchs mit einer MVP-Goldmedaille ausgezeichnet. Die gelernte Außenangreiferin sprang erneut für die erkrankte Lisa Stock als Libera ein– Lisa, die das Spiel in der Halle mitverfolgte. Erfolgreichste Scorerinnen des VC Wiesbaden waren Nele Barber und Karolína Bednáøová mit jeweils 14 Zählern.

Volleyballbundesliga, Damen, 2018.2019, 17. Spieltag, Ergebnisse

VfB Suhl Thüringen 03:00 PTSV Aachen
SC Potsdam 03:01 SWE Volley Team
Allianz Volley Stuttgart 03:00 USC Münster
VCO Berlin 02:03 SWE Volley Team
1.VC Wiesbaden 03:00 FTSV Straubing
Schweriner SC -:- Dresdner SC

Volleyballbundesliga, Damen, 2018.2019, 17. Spieltag, Tabelle

Platz Mannschaft Sp S N Sätze Diff Pkt
1 Allianz Volley Stuttgart 16 16 0 48:5 43 46
2 Schweriner SC 15 14 1 43:11 32 40
3 Dresdner SC 15 10 5 35:17 18 32
4 SC Potsdam 16 9 7 35:26 9 31
5 PTSV Aachen 17 9 8 32:30 2 27
6 VfB Suhl Thüringen 16 9 7 30:28 2 26
7 USC Münster 17 9 8 30:31 -1 25
8 Rote Raben Vilsbiburg 15 8 7 26:22 4 24
9 1.VC Wiesbaden 16 7 9 27:34 -7 19
10 FTSV Straubing 16 3 13 14:42 -28 10
11 SWE Volley Team 17 3 14 17:45 -28 9
12 VCO Berlin 17 0 17 8:51 -43 2

Impressionen vom Spiel

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