Der Jubel war groß und am Ende war es schwer fassen. In einem denkwürdigen Spiel, das Zuschauern, Betreuern und Spielern alles abverlangte, befreit sich der VC Wiesbaden Dank einer großartig aufspielenden Tanja Großer.

Wir sind alle platt, aber glücklich, dass wir heute diesen wichtigen Heimsieg feiern können, so VC Wiesbaden-Headcoach Christian Sossenheimer unmittelbar nach Abpfiff. Erfurt hat heute stark gespielt und uns alles abverlangt. In der Tat brachten die Gäste von Beginn an Power auf das Feld und kamen deutlich besser ins Spiel als der VCW. Und immer wieder waren es Wiesbadens Volleyballerinnen, die einem Rückstand hinterherlaufen mussten.

„Nach diesem Spielverlauf freuen wir uns ganz besonders über den ersten Heimsieg in der laufenden Saison. Trotzdem, wir haben heute einen Punkt abgegeben.“ – Tanja Großer, VC Wiesbaden

Zur zweiten technischen Auszeit führte Schwarz-Weiß Erfurt mit 16:10. Beim Spielstand von 22:17 für Erfurt schien der Satz gelaufen uzt sein. Mit dem Rücken and er Wand fanden die VCW-Spielerinnen ins Spiel. Allen voran punktete jetzt Wiesbadens Außenangreiferin Tanja Großer – plötzlich stand es 23:23 und die dramatische Schlussphase des ersten Satzes ging in die Endphase. Großer machte auch den Punkt zum 24:23. Satzball Wiesbaden. Danielle Brisebois konnte diesen noch einmal abwehren. Danach drehte sich das Blatt. Jedoch vergab Erfurt dreimal in Folge einen  Satzball (24:25, 25:26, 26:27). Bei dem Spielstand von 27:27 setze Brisebois ihren Angriff knapp ins Aus. Sharon Dugan nutzte die Chance. Mit einem diagonal geschlagenen Angriff verwandelte Dugan den zweiten Satzball für Wiesbaden und sicherte so den Hessen mit 29:27 den ersten Satz.

„In den nächsten Wochen müssen wir intensiv daran arbeiten, dass wir in den Gegner nicht so oft zurück ins Spiel kommen lassen und unseren Matchplan konsequent bis zum Schluss durchziehen.“ – Tanja Großer, VC Wiesbaden

Im zweiten Durchgang ging es ähnlich weiter: Wieder lagen Wiesbadens Volleybalerinnen zurück. Und wieder stände es 17:22. Die Aufholjagd aus dem ersten Satz schien diesmal auszubleiben. Als der Satz bei einem Spielstand von 20:24 bereits verloren schien, legten Nynke Oud, Klará Vyklicka & Co. dann doch noch einmal alles in die Waagschale. Zunächst wehrten sie vier Satzbälle ab. Nach dem 24:24 war es wieder Großer, die den VCW mit 25:24 in Führung brachte. Anders wie im ersten Satz fingen sich die Erfurterinnen dieses Mal – und glichen wieder aus.. In der Folge wechselte die Führung hin und her. Kein Team schaffte es, einen Satzball zum Punkt zu verwandeln. Erst als Renate Bjerland ihren Angriff knapp ins Aus setze, fand der Satz mit 28:30 sein Ende.

„Erfurt hat heute stark gespielt und uns alles abverlangt.“ – Christian Sossenheimer, VCW-Headcoach

Die folgenden zwei Sätze waren gespickt mit langen, hochspannenden Ballwechseln. Anders als Satz 1 und 2 endeten Satz 3 und 4 ohne Verlängerung. Mit 25:22 ging der 3. Satz an den VCW, den 4. Satz sicherte sich Erfurt mit 25:16. Der Tie-Break musste also über Sieg oder Niederlage entscheiden. Von Beginn an sah es so aus, als müsste sich der VCW mit einer Niederlage zufriedengeben. Wieder gelang es den Erfurterinnen von Beginn an in Führung zu gehen und diese stetig auszubauen. Zur ersten technischen Auszeit lag der VCW mit 5:8 zurück. Als Paula-Katharina Reinisch zum 14:10-Matchball für Erfurt punktete, wachte n Wiesbaden Volleyballerinnen erneut auf. Zunächst punktete Frauke Neuhaus zum 11:14.

Volleyball Bundesliga | 2019.2020 | 6. Spieltag | VC Wiesbaden - Schwarz-Weiß Erfurt | Ergebnis 3:2

Volleyball Bundesliga | 2019.2020 | 6. Spieltag | VC Wiesbaden – Schwarz-Weiß Erfurt | Ergebnis 3:2 – Nynke Oud, Tanja Großer, Nathalie Lemmens, Selma Theresa Hermann, Lauren Plum, Klara Vyklická, Frauke Neuhaus, Julia Wenzel, Shannon Dugan, Lena Vedder, Renate Bjerland, Lisa Stock

 

Als nächstes legte Großer  eine Aufschlagsserie hin. Ich hatte mich für sichere Aufschläge entschieden, anstatt volles Risiko zu gehen, so Großer nach dem Spiel. Sie brachte alle Aufschläge übers Netz und den Erfurterinnen gelang es nicht, aus der eigenen Annahme heraus zu punkten und den Sack zuzumachen. Damit wehrte der VCW vier Matchballe ab. Beim Spielstand von 14:14 punktete Großer dann sogar mit einem Ass zum 15:14 und plötzlich hatte der VCW einen Matchball. Erneut schafften es die Erfurterinnen nicht, aus der eigenen Annahme einen Punkt zu machen, denn Oud parierte. Das Zuspiel übernahm Lisa Stock, die auf Großer zuspielte. Großer nutzte ihre Punktchance und machte das spielentscheidende 16:14. Unter lautstarkem Beifall der Fans wurde sie folgerichtig zur wertvollsten Spielerin der Partie gewählt.

Auf einen Blick

Satz 1, 33 Minuten, Zwischenstäne 5-8, 10-16, 17-21 > 29:27
Satz 2, 33 Minuten, Zwischenstände 5-8, 9.16, 16-21 > 28:30
Satz 3, 30 Minuten, Zwischenstände 8-4, 16-12, 21.18 > 25-22
Satz 4, 24 Minuten, Zwischenstände, 5-8, 9-16, 12-21 > 16:25
Tiebreak, 20 Minuten, Zwischenstände, 3-5, 8-10, 9.12 > 16:14

Ausblick

Nach drei Spielen in acht Tagen erwartet den VCW nun eine spielfreie Woche. Das nächste Ligaspiel steht am 30.11. an. Dann geht es bei den Roten Raben Vilsbiburg um die nächsten drei Punkte.

Impressionen vom Spiel des VC Wiesbaden

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1. Volleyball Bundesliga, Damen, 2019.2020, 6. Spieltag

Sa, 16.11.19 19:30 Stuttgart Aachen 2:3 / 107:110 (18:25 16:25 25:17 25:18 23:25
Sa, 16.11.19 19:30 Straubing Vilsbiburg 3:2 / 97:95 (25:14 21:25 11:25 25:19 15:12) 
So, 17.11.19 16:00 Wiesbaden Erfurt 3:2 / 114:118 (29:27 28:30 25:22 16:2516:14) 

Tabelle, 1. Volleyball Bundesliga, Damen, 2019.2020, 6. Spieltag

Mannschaft Spiele Siege | Sätze  Pkt.
1 Allianz MTV Stuttgart 6 5 17:05 16
2 Ladies in Black Aachen 7 6 19:09 15
3 SSC Palmberg Schwerin 5 4 14:07 12
4 SC Potsdam 5 4 12:07 11
5 NawaRo Straubing 7 4 12:12 11
6 Rote Raben Vilsbiburg 6 3 15:14 10
7 Dresdner SC 6 3 12:13 9
8 USC Münster 6 2 09:13 7
9 VC Wiesbaden 6 2 09:16 5
10 Schwarz-Weiß Erfurt 6 0 08:18 2
11 VfB Suhl LOTTO Thüringen 6 0 05:18 1

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Die offizielle Internetseite des VC Wiesbaden finden Sie unter www.vc-wiesbaden.de.

 

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