„Ein neuer Impfstoff ist da, und keiner geht hin,“ titelt Die Presse. „Neuer Impfstoff darf nicht benutzt werden,“ die WAZ in Mühlheim. „Neuer Omnikron Impfstoff in der Impfstraße,“ das ORF. Booster, ja oder nein?

Das Abbild des Media-Monitoring ist alles andere als Vertrauenserweckend. Hinzukommt, dass sich die Ständige Impfkommision (Stiko) bisher sehr zurückhaltend gibt. Laut Informationen der Deutschen Presseagentur (dpa) ist aber für heute mit einer vorläufigen Empfehlung für die nächste Booster-Impfung zu rechnen. Wie das sich das Gremiumsmitglied Christian Bogdan gegenüber der dpa äußerte, ändere sich nichts den bisherigen Kriterien für die Gabe von der Erstimpfung oder Auffrischimpfungsimpfung.

Was heißt das?

Wenn auch der neue Impfstoff seit gut einer Woche zur Verfügung steht und der vorherrschenden Omikron-Variante gerecht wird, zieht die Stiko die Viertimpfungen bisher laut dem Ergangener Wissenschaftler nur für bestimmte Gruppen in betracht, etwa für  Menschen ab 60 Jahren und Bewohner von Pflegeheimen. Möglich sei der Einsatz der Präparate als Auffrischimpfung aber bereits bei Menschen ab 12 Jahren.

Über Omikron hinaus, besteht mit den angepassten Vakzinen auch ein Schutz gegen das ursprüngliche Coronavirus. Die Stiko unterscheidet in ihrem Beschluss nicht zwischen den BA.1-Impfstoffen und dem neueren BA.4/BA.5-Präparat , so der Wissenschaftler aus Elangen.

Wie geht es weiter?

Coronafreies Deutschland? Auch mit dem angepassten Impfstoffen lasse sich das Virus nicht eliminieren. Die Ständige Impfkommission  hält daher an ihrem Ziel fest, schwere Erkrankungen, Krankenhausbehandlungen und Tod infolge von Corona-Infektionen zu verhindern. Entgegen jeder Fehlinterpretation gehe es nicht darum, Inzidenzen niedrig zu halten oder harmlosere Infektionen zu vermeiden.

Viertimpfung ja oder nein?

Der Erlangener Wissenschaftler sagt, dass sich immungesunde Menschen unter 60, die bisher drei Impfungen erhalten haben, erst einmal nicht erbneut impfen lassen müssten. Auch eine durchgemachte Infektion sei hierbei als Impfung zu betrachten. In diesem betont Bogdan gegen über der dpa, dass die Nicht-Verfügbarkeit des neuen Impfstoffes zum Aufschub der Impfung führen dürfe. Alle verfügbaren Covid-19-Impfstoffe sind weiterhin zu benutzen und schützten sehr gut vor schweren Krankheitsverläufen, ganz gleich, mit welcher Variante man in Berührung kommt.

Foto oben ©2021 Volker Watschounek

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Einen Überblick über den Impffortschritt gibt online es unter impfdashboard.de.

 

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