Sportvereine, für das Training der Mitglieder werden die allgemeinen Hygieneregeln gelten. Vereinsheime und Umkleiden sollen geschlossen bleiben und Körperkontakte sind nicht erlaubt: auch kein Händeschütteln oder Abklatschen.

Deutschlands, Hessens und Wiesbadens Sportvereine sind bereit für die Wiederaufnahme des vereinsbasierten Sporttreibens. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat mit seinen Mitgliedsorganisationen einen klar strukturierten Weg aufgezeigt, wie unter Berücksichtigung der 10 DOSB-Leitplanken und der sportartspezifischen Übergangs-Regeln der Fachverbände ein verantwortungsvolles Sporttreiben wieder möglich ist. Die Sportminister der Länder haben sich in einer Telefonkonferenz am Montag darauf verständigt, in enger Abstimmung mit den Konzepten des schrittweise den vereinsbasierten Sport- und Trainingsbetrieb wieder aufzunehmen.

„Wir freuen uns, dass die Sportminister-Konferenz sich so eindeutig hinter eine schrittweise und an die Situation angepasste Rückkehr in den Vereinssport gestellt hat. Die unzähligen positiven Effekte des Sports fehlen unseren Mitgliedern und damit der Gesellschaft von Tag zu Tag mehr.“ – Alfons Hörmann, DOSB-Präsident

Der DOSB hat mittlerweile die 10 DOSB-Leitplanken konkretisiert und sie mit der Rahmensetzung durch die Sportminister-Konferenz (SMK) synchronisiert. Die Konzepte der Spitzenverbände für die praktische Umsetzung in den jeweiligen Sportarten beinhalten die konkreten Übergangs-Regeln für einen ersten Schritt in das vereinsbasierte Sporttreiben. 

„Wir sind überzeugt, dass die Verantwortlichen in allen Verbänden und Vereinen diesen Wiedereinstieg höchst verantwortungsvoll und vorbildlich umsetzen werden und dabei die Gesamtlage der Coronakrise in der Gesellschaft stets im Blick behalten. Oberstes Gebot ist und bleibt die Eindämmung der Pandemie und die Gesundheit in der gesamten Bevölkerung.“ – Alfons Hörmann, DOSB-Präsident

In den DOSB-Leitplanken und den überprüften Übergangs-Regeln der Verbände wird deutlich, dass es sich zunächst um ein „neues“ vereinsbasiertes Sporttreiben handelt, das ausschließlich auf Freiluftaktivitäten abzielt und vollumfänglich die behördlichen Regelungen berücksichtigt. Die Lust an der Bewegung, die Freude an der frischen Luft und das Gemeinschaftserlebnis (auf Distanz) stehen im Vordergrund.

Durch kleine Trainingsgruppen und unsere qualifizierten Übungsleiter und Trainer sowie die unzähligen Verantwortungsträger in den Vereinen werden wir sicherstellen, den Mitgliedern – Kindern und Jugendlichen sowie älteren Vereinsmitgliedern – ein verantwortungsvolles Bewegungsangebot anzubieten.“ – Veronika Rücker,  Vorstandsvorsitzende des DOSB

In späteren Lockerungs-Schritten, die im Falle von weiterhin beherrschbaren Neuinfektionszahlen ggf. anstehen, werden sich der DOSB und seine Mitgliedsorganisationen dann auch mit Bewegungsangeboten der Sportvereine in der Halle auseinandersetzen und dabei ebenso wie bisher als Handlungsmaxime stets im Blick haben, die Risiken für Infektionen zu minimieren. Sukzessive sollen anschließend auch die Rückkehr zum Wettkampfbetrieb und Kontakt- sowie Zweikampfsportarten in den Blick genommen werden, sobald die Pandemie-Situation hierfür reif ist.

Die zehn Leitplanken des DOSB

Distanzregeln einhalten

Ein Abstand von mindestens 2 Metern zwischen den anwesenden Personen trägt dazu bei, die Übertragungswahrscheinlichkeit von Viren deutlich zu reduzieren. Auf Grund der Bewe- gung beim Sport ist der Abstand großzügig zu bemessen. Die Steuerung des Zutritts zu den Sportanlagen sollte unter Vermeidung von Warteschlangen erfolgen.

Körperkontakte müssen unterbleiben

Sport und Bewegung sollten kontaktfrei durchgeführt werden. Auf Händeschütteln, Abklatschen, in den Arm nehmen und Jubeln oder Trauern in der Gruppe wird komplett verzichtet. Die Austragung von Zweikämpfen, z. B. in Spielsportarten, sollte unterbleiben. In Zwei- kampfsportarten kann nur Individualtraining stattfinden.

Mit Freiluftaktivitäten starten

Sport und Bewegung an der frischen Luft im öffentlichen Raum oder auf öffentlichen und privaten Freiluftsportanlagen erleichtern das Einhalten von Distanzregeln und reduzieren das Infektionsrisiko durch den permanenten Luftaustausch. Spiel- und Trainingsformen sollten, zunächst auch von traditionellen Hallensportarten, im Freien durchgeführt werden.

Hygieneregeln einhalten

Häufigeres Händewaschen, die regelmäßige Desinfektion von stark genutzten Bereichen und Flächen sowie der Einsatz von Handschuhen kann das Infektionsrisiko reduzieren. Da- bei sollten die Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen bei gemeinsam genutzten Sportge- räten besonders konsequent eingehalten werden. In einigen Sportarten kann der Einsatz von Mund-Nasen-Schutzmasken sinnvoll sein.

Vereinsheime und Umkleiden bleiben geschlossen

Die Nutzung von Umkleiden und Duschen in Sporthallen und Sportvereinen wird vorerst ausgesetzt. Die Gastronomiebereiche bleiben geschlossen, ebenso wie die Gesellschafts- und Gemeinschaftsräume.

Fahrgemeinschaften vorübergehend aussetzen

In der Übergangsphase sollte auf die Bildung von Fahrgemeinschaften zum Training und zu Wettkämpfen verzichtet werden. Ebenso ungeeignet ist der Einsatz von Minivans. Zu- dem ist auf touristische Sportreisen zu verzichten.

Veranstaltungen und Wettbewerbe unterlassen

Um die Distanzregeln einzuhalten, sollten derzeit keine sozialen Veranstaltungen des Ver- eins stattfinden. Dies gilt sowohl für Festivitäten als auch für Versammlungen. Die Bundesregierung hat es Vereinen kurzfristig gestattet, ihre Mitgliederversammlungen im Bedarfs- fall auch digital durchzuführen. Zudem sind jegliche Zuschauerveranstaltungen in den Ver- einen untersagt. Nicht gestattet sind zunächst auch sportliche Wettbewerbe. Sportvereine

Trainingsgruppen verkleinern

Durch die Bildung von kleineren Gruppen beim Training (bis zu fünf Personen), die im Opti- malfall dann auch stets in der gleichen Zusammensetzung zusammenkommen, wird das Einhalten der Distanzregeln erleichtert und im Falle einer Ansteckungsgefahr ist nur eine kleinere Gruppe betroffen bzw. mit Quarantäne-Maßnahmen zu belegen.

Angehörige von Risikogruppen besonders schützen

Für Angehörige von Risikogruppen ist die Teilnahme am Sport ebenfalls von hoher Bedeu- tung. Umso wichtiger ist es, das Risiko für diesen Personenkreis bestmöglich zu minimie- ren. Individualtraining kann eine Option sein.

Risiken in allen Bereichen minimieren

Dieser Punkt ist insbesondere ein Appell an den gesunden Menschenverstand. Wenn man bei einer Maßnahme ein ungutes Gefühl hat, sich über die möglichen Risiken nicht im Klaren ist, sollte darauf verzichtet werden und alternativ eine risikofreie Aktivität gesucht werden.Sportvereine

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Die offizielle Internetseite des Deutsche Olympische Sportbunds finden Sie unter www.dosb.de

 

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