Ein Fingerzeig. Die Rhine River Rhinos haben gezeigt, dass sie mit dem Deutsche Meister Thuringia Bulls mithalten können – temporär. Das Team muss lernen, aus Fehlern Kapital zu schlagen.

Gegen den amtierenden Deutschen Meister Thuringia Bulls hat die junge Mannschaft von Andre Hopp und Nicola Damiano noch keine Chance, auch wenn im ersten Viertel alles anders ausgesehen hatte. Zwar haben es die Thüringer immer wieder geschafft einen Schritt davon zu eilen. Die Wiesbadener sind aber stur dran geblieben. Mit kontinuierlicher Teamleistung haben sie sich phasenweise sogar auf zwei Punkte herankekämpft, bevor ein Dreier von Andre Bienek den 10-Punkte-Vorsprung der Gäste besiegelt hat. 15:25 nach zehn gespielten Minuten.

1. Rollstuhlbasketball Bundesliga, 12. Spieltag

Rhine River Rhinos – RSB Thuringia Bulls, 61 : 91

Es spielten: Andre Hopp (24 Punkte), Chayse Wolf (11),  Arinn Young (10), Gijs Even (6), Tommie Lee Gray und Jim Palmer (jeweils 4), Nicola Damiano (2) und Barbara Groß.

Beflügelt haben die Bullen dann ihre Stärke ausgespielt und den Gastgeber spüren lassen, warum sie sich in den letzten Jahren zur besten Mannschaft Europas krönen konnten. Die Rhinozerosse haben weder gegen die starke Offense ein Mittel gefunden, mit der die Bullen Punkt um Punkt eingenetzt haben, noch haben sie es gechafft die starke Defense zu durchbrechen, um die Körbe in der heimischen Reuse zu versenken. Angriff um Angriff sind die Dickhäuter unter dem eigenen Korb gescheitert, während die Gäste starke 29 Punkte in zehn Minuten gemacht haben. Mit 26:54 geht es in die Halbzeit.

„Schon zu Beginn wussten wir, dass sie uns in der Größe übertreffen. Unser Gameplan war es, sie aus der Zone zu halten und die Würfe von außen zu nehmen. Das haben wir auch gut umgesetzt. Auch in der Offensive haben wir gut gespielt, aber unsere Würfe sind leider einfach nicht rein gegangen und wir haben einfache Punkte liegen lassen. Wir haben als Team gut zusammen gespielt und im Verlauf des Spiels unseren Rhythmus gefunden. Das hat sich in der zweiten Hälfte gezeigt. Das letzte Viertel haben wird sogar gewonnen. Wir müssen jetzt die Köpfe oben halten und den Fokus nach vorn richten, um nächste Woche gegen München wieder einen Sieg einzufahren.“ – Jim Palmer

Aus dieser sind die Rhinos dann frisch und mit neuem Kampfgeist zurück gekommen. Endlich haben sie wieder Mittel und Wege gefunden, die Defense der Bullen zu durchbrechen. Gleichzeitig ist es auch wieder gelungen, die Angriffe der Bullen besser zu kontrollieren. Es wurde wieder ein Spiel auf Augenhöhe, das Coach Michael Engel sogar in ein Timeout gezwungen hat, um seine Mannschaft zur Konzentration zu ermahnen. Mit 38:72 ist es in die letzten zehn Minuten gegangen.

„Obwohl wir es oft geschafft haben Thüringen zu schweren Schüssen von außen zu zwingen, haben diese trotzdem souverän weiter gepunktet während wir zu oft auch die einfachen Würfe verlegt haben und uns damit hadernd hin und wieder vom eigenen Kurs ablenken haben lassen. Mein Team hätte heute definitiv ein knapperes Ergebnis verdient, aber es hat nicht sollen sein. Gratulation an Thüringen, mit 91 Punkten und einer sehr hohen Trefferquote und starken Offense insgesamt, war diese Ausbeute eines Meisters würdig.“ – Manager Mirko Korder

Die Rhinos haben gegen die Bulls gezeigt, was sie bereits in der ersten Halbzeit in Wetzlar gezeigt haben: Wenn die Konzentration stimmt, können sie auch mit den ganz Großen mithalten! Vor allem Center Andre Hopp hat noch einmal so richtig aufgedreht. Mit starker Teamleistung haben er und die Dickhäuter befreit aufgespielt, und Punkt um Punkt eingenetzt. Am Ende haben sie zumindest ein gewonnenes Viertel für sich verzeichnen können.

„Wir haben kein schlechtes Spiel gespielt und definitiv besser und mit mehr Energie als im Hinspiel. Wir haben über drei Viertel des Spiels gut gespielt, aber wie so oft hatten wir auch in diesem Spiel einen Durchhänger – diesmal im zweiten Viertel. Wir haben das Vertrauen in uns selbst verloren und einfache Punkte liegen gelassen. Aber wir sind weiterhin auf dem richtigen Weg.“ – Nicola Damiano

Diese Stärken ist es, auf die die Mannschaft von Andre Hopp weiter aufbauen kann. Die kommenden Spiele gegen München, Hannover, Münsterland und Hamburg werden entscheiden, ob den Rhine River Rhinos der Sprung in die Playoffs gelingt.

RBBL, 14. Spieltag, Tabelle

Rang  Team  Spiele  Punkte
1 RSB Thuringia Bulls 12 24
2 RSV Lahn-Dill 12 22
3 Baskets 96 Rahden 11 18
4 Hannover United 12 16
5 BG Baskets Hamburg 8 10
6 Rhine River Rhinos Wiesbaden 12 10
7 Doneck Dolphins Trier 7 6
8 ING Skywheelers 13 6
9 BBC Münsterland 14 1
10 RBB München Iguanas 13 0

Ausblick

Am kommenden Samstag, 20.02.2021 sind die RBB München Iguanas zu Gast in Wiesbaden. Hochball ist um 17:00 Uhr.(Foto oben: Steffanie Wunderl)

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Die offizielle Internetseite der Rhine River Rhinos finde Sie unter rhine-river-rhinos.de.

 

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