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Die Tierpflegerinnen Veronique Kordesch, Anna Miks und Stefanie Kramer (von links nach rechts) bringen insgesamt acht Exemplare der extrem seltenen Vogelart Waldrapp in ihr neues Zuhause, in die Großvoliere im Tier-und Pflanzenpark Fasanerie.

Neustart für die Großvoliere: Waldrappe belebt die Fasanerie

Nach Schneebruch und Stillstand öffnet die Großvoliere in der Fasanerie wieder. Acht Waldrappe ziehen ein und bringen Artenschutz nach Wiesbaden. Besucher betreten die Anlage, erleben die seltenen Vögel hautnah und unterstützen ein Projekt, das Natur, Engagement und Stadtgesellschaft verbindet.

Volker Watschounek 3 Tagen vor 0

Die Großvoliere in der Fasanerie startet neu – mit acht Waldrappen und klarer Botschaft für den Artenschutz in Wiesbaden.

Die Großvoliere in der Tier- und Pflanzenpark Fasanerie öffnet wieder ihre Türen. Sie empfängt Besucher und sie lässt Licht herein. Nachdem schwere Schneefälle im November 2023 die Konstruktion beschädigten, baute das Team die Anlage neu auf, verstärkt das Tragwerk und richtete alles konsequent auf eine seltene Art aus: den Waldrapp.

Artenschutz

Artenschutz umfasst den Schutz wildlebender Tier- und Pflanzenarten sowie ihrer Lebensräume. Er reagiert auf den fortschreitenden Verlust an Biodiversität, der durch Flächenverbrauch, Klimawandel, intensive Landwirtschaft und globale Handelsströme beschleunigt wird. Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft ringen 2026 stärker denn je um wirksame Antworten.

Die zentrale Basis bildet das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG). Es definiert Schutzkategorien, regelt Eingriffe in Natur und Landschaft und verpflichtet Bund und Länder zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Ergänzend konkretisiert die Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV), welche Arten besonders oder streng geschützt sind.

Der Waldrapp, auch Schwarzer Ibisvogel genannt, verschwand einst aus Deutschland. Menschen jagten ihn, Lebensräume schrumpften, Bestände brachen ein. Heute gilt er als einer der am stärksten bedrohten Vögel weltweit. Dass nun acht Tiere in Wiesbaden eingezogen sind, markiert mehr als eine zoologische Erweiterung. Es signalisiert Verantwortung.

Ein Vogel kehrt zurück

„Wir freuen uns besonders, die hochbedrohte Tierart bei uns zeigen zu können und damit einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz zu leisten“, sagt Bürgermeisterin Christiane Hinninger. Die Stadt investiert, der Förderverein trägt mit 210.000 Euro den größten Teil der Baukosten von 360.000 Euro und übernimmt zusätzlich die Kosten für die Tiere. Engagement wirkt hier nicht abstrakt, sondern konkret.

Nähe statt Distanz

Die Fasanerie gestaltete die Großvoliere begehbar. Besucher können jetzt den Raum betreten, die Waldrappe ohne störende Gitter beobachten, ihren Bewegungen folgen, und ihre Rufe hören. Dmit das möglich ist, passte das Team die Anlage gezielt an: Es schaffte Rückzugsorte, strukturierte den Boden, berücksichtigte Flugverhalten und Sozialstruktur. So entstand ein Lebensraum, der schützt und gleichzeitig Einblicke erlaubt.

Der Förderverein spricht von einer Herzensangelegenheit. Vorsitzende Claudia Pallauf betont, man wolle die Fasanerie nachhaltig stärken und aktiv zum Schutz bedrohter Arten beitragen. Wer möchte, übernimmt eine Patenschaft für einen Waldrapp und unterstützt Pflege sowie Erhalt direkt.

Ein Zeichen für Wiesbaden

Mit der Wiedereröffnung der Großvoliere setzt die Fasanerie ein sichtbares Zeichen. Sie reagiert auf Rückschläge, sie baut neu, sie entwickelt weiter. Der Waldrapp steht dabei nicht nur für Exotik, sondern für Ausdauer. Und die Fasanerie zeigt, dass Artenschutz vor Ort beginnt – mitten in Wiesbaden.

Foto – Die Tierpflegerinnen Veronique Kordesch, Anna Miks und Stefanie Kramer (von links nach rechts) bringen insgesamt acht Exemplare der extrem seltenen Vogelart Waldrapp in ihr neues Zuhause, in die Großvoliere im Tier-und Pflanzenpark Fasanerie. ©2026 LH Wiesbaden

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Die Internetseite der Tier- und Pflanzenpark Fasanerie finden Sie unter fasanerie.net.

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