Der finale Tabellenplatz steht erst nach den Nachholspielen fest. Gewinnt Hamburg beide Spiele, stehen werden die Rhine River Rhinos sechster.

Das erste Viertel entwickelt sich zu der offenen, engen Partie, die schon das Hinspiel vor zwei Wochen in Hamburg war. Die Rhine River Rhinos und die BG  Baskets Hamburg schenken sich keinen Raum, arbeiten hart am Stuhl und verlangen sich so gegenseitig schwierige Würfe ab. Mit 16:17 ist noch alles offen, wenn auch ein erster Vorteil für die Gäste entsteht.

„Es war das letzte Spiel der Saison. Hamburg war definitiv mehr motiviert wie wir. Nichts, von dem was wir versucht haben, hat funktioniert. Und so wie es schon zu oft in dieser Saison passiert ist, war unser Spiel wie eine Achterbahnfahrt. Natürlich wollten wir die Saison so nicht beenden, aber wir wissen woran wir arbeiten müssen, um besser zu werden – und das ist unsere Konstanz.“ – Nicola Damiano, Trainer

Im zweiten Viertel verspielen die Dickhäuter dann mit vielen Unkonzentriertheiten den Anschluss im Spiel. Statt ihrem Gameplan zu folgen, lassen sie sich das Spiel der Baskets aufdrücken und beginnen so dem Vorsprung der Gäste nachzulaufen. Zwei 6-Punkte-Läufe geben den Hansestädtern immer wieder Momentum, während sich die Rhinozerosse zu unnötigen Fouls hinreißen lassen und zu viele Punkte liegen lassen. Mit 30:41 geht es in die Halbzeit.

„Ich denke, Hamburg hat auf jeden Fall verdient gewonnen. Sie waren gut auf unser Spiel eingestellt und haben ihren Gameplan durchgezogen. Sie konnten durch die entschiedenen Playoffsplätze sehr frei aufspielen.“ – Marvin Malsy

Wer Basketball kennt, weiß allerdings, dass mit einem 11-Punkte Rückstand noch kein Spiel verloren ist. Aufgeben gehört nicht zum Vokabular der Rhine River Rhinos. Sie kämpfen, versuchen wirklich alles, doch das Pech klebt den Spielern förmlich an den Händen. Die Defense der Baskets steht stark, die Reuse der Dickhäuter ist wie vernagelt. So geht auch das 3. Viertel an die Gäste – 44:60.

„Sicher hätten wir uns bei unserem letzten Heimspiel am Liebsten von unserer besten Seite präsentiert und uns bei allen unseren ehrenamtlichen Helfern, Fans, Sponsoren und Partnern mit einem Saisonsieg bedankt bzw. verabschiedet. Aber die Luft war sichtlich raus, außer den bekannten Blumentopf gab es für uns nichts mehr zu gewinnen und Hamburg wollte es offensichtlich einfach mehr.“ – Mirko Korder, Manager

Auch im letzten Viertel liegt das Glück auf der Seite der Gäste. Während die Hamburger weiter Korb um Korb einnetzen und befreit aufspielen, finden die Rhinozerosse nicht das richtige Rezept um das Spiel doch noch einmal für sich zu drehen. So steht es am Ende 54:74 für die BG Baskets Hamburg, die die Punkte verdient mit in den Norden nehmen.

„Wir gehen nicht als Verlierer in die Offseason, ich denke die Mannschaft und das Team um das Team herum kann stolz auf das Geleistete sein, wir haben uns allen Widrigkeiten und Herausforderungen zum trotz gut präsentiert, sind komplett Coronafrei durch die Saison gekommen und haben vor allem eine extrem gute Basis für die kommende Saison geschaffen.“ – Mirko Korder, Manager

Nichtsdestotrotz können die Rhine River Rhinos auf eine erfolgreiche Saison zurück blicken. Sie haben sich als junges Team gefunden und immer wieder gezeigt, dass sie über sich hinauswachsen können. Sie haben bewiesen, dass sie aus jedem Rückschlag lernen können und welches Potential in jedem einzelnen Spieler steckt. Das gilt es nun über den Sommer in die neue Saison zu transportieren und als Mannschaft weiter zu wachsen.

Für die Rhinos spielten

Andre Hopp (17 Punkte), Marvin Malsy (10), Tommie Lee Gray (9), Chayse Wolf (8), Ryan Wright und Gijs Even (jeweils 4), Jim Palmer (2), Svenja Mayer, Arinn Young, Barbara Groß und Nicola Damiano.

RBBL, 18. Spieltag, Tabelle

Rang  Team  Spiele  Punkte
1 RSV Lahn-Dill 17 32
2 RSB Thuringia Bulls 18 32
3 Baskets 96 Rahden 16 24
4 Hannover United 17 24
5 Rhine River Rhinos Wiesbaden 18 18
6 BG Baskets Hamburg 16 16
7 ING Skywheelers 18 10
8 BBC Münsterland 17 7
9 Doneck Dolphins Trier 18 6
10 RBB München Iguanas 17 2

Abschlusstabelle ohne Nachholspiele

Aufwiedersehen

Die Rhine River Rhinos verabschieden sich damit in die Sommerpause. Wir werden rechtzeitig über Neuigkeiten, Veränderungen und eventuelle Ab- und Neuzugänge informieren. Und natürlich über den Weg unserer Athleten zu den Paralympics in Tokyo.

Fotooben: Steffie Wunderl

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Die offizielle Internetseite der Rhine River Rhinos finde Sie unter rhine-river-rhinos.de.

 

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