In Wiesbaden wachsen rund 5000 Pilzsorten. Unter die eßbaren Exemplare mischen sich immer wieder giftige und hoch-giftige Pilze. Nicht jeder findet sich da zurecht,

Wiesbadens Pilzexperte Franz Heller sagt: „Bin ich mir zu 100 prozentig sicher, dass der Pilz genießbar ist, landet er im Topf. Bin ich mir aber nur zu 90 Prozent sicher, landet er im Abfall – und gleich dazu all diejenigen, die mit dem Pilz in Berührung kamen.“ Seit 25 Jahren ist Heller für die Stadt Wiesbaden in der städtische Pilzberatung tätig.

Pilzberatung Wiesbaden

Seit 25 Jahren bietet der Sachverständige Heller Pilzberatungen im Auftrag der Landeshauptstadt Wiesbaden an. Für Wiesbadens Umwelt- und Verkehrsdezernent Andreas Kowol war das am Montagmittag Anlass, Danke zu sagen und diese unschätzbare Leistung zu würdigen.

„Man kann nur vermuten wie hoch die Zahl derer ist, denen Dank Franz Heller eine Vergiftung erspart geblieben ist, denn zahlreichen Pilzsammlern hat er giftige oder unbekömmliche Pilze aus dem Sammelkorb gefischt.“ – Andreas Kowol, Umweltdezernent

Vielen Wiesbadenern hat Heller mit Sachkunde und Artenkenntnis zur Seite gestanden. Nie hat er sein Wissen für sich behalten, sondern immer vermittelt und aufgeklärt, sodass Giftpilze häufig erst gar nicht auf den Tellern gelandet sind.

Ein Helfer des Herrn

Als zertifizierter Pilzsachverständiger der Deutschen Gesellschaft für Mykologie e.V. leitet Heller für das Umweltamt Pilz-Exkursionen, vertiefende Kurse, Führungen mit Schulklassen, hält Vorträge und bietet offene Pilzberatungen im Umweltladen an. Als Experte  arbeitet er auch eng mit der Giftnotrufzentrale in Mainz zusammen und wird mehrmals im Jahr während der Pilzsaison in Krankenhäuser gerufen, um herauszufinden, mit welchen Pilzen sich Patienten vergiftet haben.

Pilzkurse und Pilzexkursionen

Pilze sammeln und verarbeiten stößt seit Jahren auf großes Interesse. Wie stark der Wunsch der Sammlerinnen ist, mehr über Pilze zu erfahren und sicher bestimmen zu können, zeigen die ständig früh ausgebuchten Kurse, die das Umweltamt anbietet. Auch in diesem Jahr werden vom Umweltamt wieder Pilzwanderungen und die Pilzberatung mit Heller organisiert. Wegen der großen Trockenheit in den letzten Sommerwochen stehen zwar noch nicht viele Pilze im Wald, aber der Experte ist zuversichtlich, dass der Herbst noch das richtige Wetter mit sich bringt, um die Pilze sprießen zu lassen.

Anmelden und Vormerken

Pilzinteressierte können sich noch bis Ende Oktober im Umweltladen, Luisenstraße 19, für eine Wanderung anmelden, Telefon (0611) 313600), oder montags von 16 bis 18 Uhr in den Umweltladen zur kostenfreien Pilzberatung kommen.

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