Die Weltelite des Reitsports trifft sich in Wiesbaden. Das Pfingstwochenende verwandelt beim Pfingstturnier Schloss Biebrich und den Schlosspark in eine riesige Reit-Arena.

Flanieren, spazieren – sehen und gesehen werden. Was im Galopp der kleine Ort Ascot – im Parish Sunninghill and Ascot im Borough Windsor and Maidenhead, Berkshire, England –  bedeutet, ist für die Freunde der Dressur, Vielseitigkeit und des Springreitens an Pfingsten Wiesbaden mit dem Internationalen Pfingstturnier. Anders wie in England, müssen sich deutsche Reiter hier nicht verstecken. In allen Disziplinen streiten Sie bei der 83. Ausgabe um die Titel mit. Allen voran die Titelverteidiger von 2018.

Christian Ahlmann will seinen Titel verteidigen

Christian Ahlmann hat mit Clintrexo beim Pfingstturnier 2018 den Großen Preis der Landeshauptstadt gewonnen. Es war das erste Mal, dass der viermalige Olympiateilnehmer die Ehrenrunde des Großen Preises im Biebricher Schlosspark anführte. Mit dem Sieg hatte ich überhaupt nicht gerechnet, aber Clintrexo ist ein Ausnahmepferd, strahlte Ahlmann nach dem Sieg. 2019 tritt der 44-Jährige wieder an – seinen Titel möchte er verteidigen, aber die Konkurrenz scharrt ebenfalls mit den Hufen.

So reisen die Brüder Beerbaum, Markus und Ludger, an. Beide wissen, wie man im Biebricher Schlosspark gewinnt. Ludger Beerbaum hat den Großen Preis des Pfingstturniers schon vor 23 Jahren gewonnen, das war 1996, außerdem 2002 und 2011. Markus Beerbaum hieß der Sieger im Großen Preis 1997. 2017 führte Holger Wulschner die Ehrenrunde auf dem traditionellen Springplatz an, auch er möchte sich ein zweites Mal in die Siegerliste eintragen.

Auf der Liste der deutschen Reiter, die für Wiesbaden ihre Nennung abgegeben haben, stehen sechs Namen, die schon Championatsmedaillen gewonnen haben. Neben Ahlmann und den Brüdern Beerbaum sind das Marco Kutscher, Janne Friederike Meyer-Zimmermann und Michael Jung, wenngleich er bisher ausschließlich in der Vielseitigkeit Medaillen eroberte. Diese sechs bringen insgesamt 59 Championatsmedaillen inklusive olympischer Medaillen mit in Wiesbadens Parcours. Aus anderen Nationen sind ebenfalls starke Reiter mit von der Partie: Luciana Diniz beispielsweise – die für Portugal startet und den Großen Preis in Wiesbaden 2012 gewann. Jeroen Dubbeldam – der niederländische Olympiasieger von 2000. Oder die starken Reiter aus der Schweiz und Irland wie Pius Schwizer und Billy Twomey. Ganz sicher haben viele auch noch das olympische Doppelgold 1996 von Ulrich Kirchhoff in Erinnerung. 2019 geht er in Wiesbaden für die Ukraine an den Start. Bei dem hochkarätigen Starterfeld wird es sicher keine leichte Titelverteidigung für Christian Ahlmann beim Großen Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Christian Ahlmann beim Großen Preis vom 82. Wiesbadner Pfingstturnier. ©2019 Volker Watschounek

Titelverteidigung Dressur – Dorothee Schneider

So wie Ahlmann im vergangenen Jahr erstmals den Großen Preis der Springreiter in Wiesbaden gewonnen hat, so hat sich Dorothee Schneider erstmals im Großen Preis der Dressurreiter, im Grand Prix Special, den Sieg gesichert. Ihr Partner: der damals erst zehnjährige Faustus. Das war ein Gefühl zum Genießen, freute sich Schneider. Zum 83. Pfingstturnier Wiesbaden bringt die Mannschafts-Olympiasiegerin in diesem Jahr die elfjährige Pathétique mit – Mission Titelverteidigung kann beginnen.

Aber auch sie trifft auf solche, die das Siegen in Wiesbaden lieben, allen voran Wiesbadens Rekordsiegerin Isabell Werth. Werth hat bisher siebenmal die Flutlicht-Kür und zwölfmal den Grand Prix Spezial vor dem Schloss gewonnen, 2019 ist auch sie wieder dabei. Außerdem haben sich die Wiesbaden-Sieger Sönke Rothenberger (Sieg im Grand Prix Spezial 2017) und Matthias Alexander Rath (Sieg im Grand Prix Spezial 2011 und 2014) angekündigt, ebenso Reitmeisterin Ingrid Klimke und natürlich Lokalmatadorin Anja Plönzke. Die zweifachen Olympiareiterinnen Emma Hindle und Laura Tomlinson reisen aus Großbritannien an, Heather Blitz geht für die USA in Wiesbaden an den Start und Hirohiko Koyanagi wird Japan vertreten. Internationalität und Olympiaerfahrung prägen Wiesbadens Dressur-Starterfeld 2019.

Symbolbild: Das Bild zeigt Charlott-Maria Schürmann in der Dressurprüfung beim Henkell-Trocken-Preis 2017. ©2018 Volker Watschounek

Charlott-Maria Schürmann in der Dressurprüfung beim Henkell-Trocken-Preis 2017. ©2018 Volker Watschounek

Ingrid Klimke kommt zum Pfingstturnier

Vier Reiter aus dem aktuellen Olympiakader der Vielseitigkeit haben sich angekündigt – Wiesbaden hat sich als Top-Turnier für die ‚Buschis‘ etabliert und ist im dritten Jahr Teil der Eventing Rider Masters (ERM). Wiesbadens Vielfach-Sieger Michael Jung (viermaliger Wi-Sieger) und Ingrid Klimke (fünfmalige Wi-Siegerin, zuletzt 2018) treffen auf ihre Kaderkollegen Andreas Ostholt und Josefa Sommer. Dirk Schrade und Christoph Wahler aus dem Perspektivkader stehen ebenfalls auf der Nennliste. Sechs deutsche Kaderreiter, sechs potenzielle Sieg-Kandidaten! Sarah Cohen aus Großbritannien hat 2017 die ERM-Station Wiesbaden gewonnen, das möchte die 45-Jährige 2019 wiederholen. Das Olympia erfahrene Ehepaar Jonelle und Tim Price geht für Neuseeland im Schlosspark an den Start, der olympische Medaillenträger Christopher Burton für Australien und der zweifache Vize-Europameister mit dem schwedischen Team, Ludwig Svennerstal. Auch im ‚Busch‘ gilt: Topstarter in Wiesbaden.

Ingrid Klimke, Impressionen aus dem Biebricher Schlosspark von der Geländeprüfung der Vielseitigkeitsreiter beim. 81. Int. Wiesbadener Pfingstturnier. ©2018 Volker Watschounek

Ingrid Klimke, Impressionen aus dem Biebricher Schlosspark von der Geländeprüfung der Vielseitigkeitsreiter beim. 81. Int. Wiesbadener Pfingstturnier. ©2018 Volker Watschounek

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Die offizielle Seite des Internationalen Pfingstturnier finden Sie hier.

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