In drei Wochen zum vollen Impfschutz. Der Booster für die Psyche ist da. Diejenigen, die den mRNA-Impfstoffen nicht vertrauen, haben mit Novavax eine entsprechende Alternative.

Die ersten Lieferungen des sogenannten Totimpfstoff von Novovax sollen nach Auskunft des Herstellers von Mittwoch bis Freitag dieser im zentraler Lager des Bundes an­kommen. Das Bundesgesundheitsministerium erwartet 1,4 Millionen Dosen, die dann unmittelbar an die Länder verteilt werden. Die Landeshauptstadt Wiesbaden gehört mit zu den Empfängern. Insofern hat sie das bestehende Impf-Anmeldeportal um eine Option erweitert. Seite heute, 22. Februar, können sich Wiesbadener online um einen Impf-Termin für die Impfungen mit dem Impfstoff von Novavax bemühen. Die Impfstoffwahl und Terminbestätigung erfolgt wie gehabt durch einen Rückruf beim „Impfzentrum“. Der Impfstoff wird in der DKD Helios Klinik von nächstem Montag, dem 28. Februar, verimpft. Termine können gleich hier oder unter (0611) 319292 vereinbart werden. Neben Erst-, Zweit- und Drittimpfungen ist in sämtlichen Wiesbadener Impfstationen auch die zweite Auffrischimpfung möglich.

Impftermin vereinbaren

Novovax-Sonderimpfaktion

Die Novavax-Impfungen werden im Rahmen von Sonderimpftagen in der DKD Helios Klinik angeboten. Die erste Sonderimpfaktion ist für Montag, 28. Februar, 13:00 bis 16:00 Uhr, geplant. Sie richtet sich vorrangig an Personen, die von der einrichtungsbezogenen Impfpflicht betroffen sind und engen Kontakt zu gefährdeten Gruppen haben, zum Beispiel in Alten- und Pflegeheimen. Das Gesundheitsamt hat die betroffenen Einrichtungen bereits kontaktiert, um den Bedarf an Novavax-Impfungen festzustellen und Termine zu vereinbaren. Darüber hinaus können sich alle interessierte Bürger sowie Personen, die außerhalb von Alten- und Pflegeheimen der einrichtungsbezogenen Impfpflicht unterliegen für eine Impfung mit Novavax registrieren.

Immer wieder montags

In Zukunft soll Novavax in der DKD Helios Klinik immer montags, 13:00 bis 16:00 Uhr, und mittwochs, 9:00 bis 13:00 Uhr, verimpft werden. In den Impfstationen im Luisenforum, im Stadtteilzentrum Schelmengraben, im Bürgerhaus Erbenheim und in Biebrich in der Turnhalle der alten Freiherr-vom-Stein Schule ist Novavax nicht erhältlich.

„Es freut uns, dass es ein wachsendes Angebot an wirksamen und sicheren Impfstoffen gibt. Mit der Novavax-Zulassung steht nun für alle Personen, die sich nicht mit einem mRNA-Impfstoff impfen lassen möchten, eine weitere Option zur Verfügung.“ – Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und Gesundheitsdezernent Dr. Oliver Franz

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt Novavax für Personen ab 18 Jahren. Bei dem Impfstoff handelt es sich um einen Proteinimpfstoff mit Wirkverstärker (Adjuvans), der in zwei Impfdosen im Abstand von mindestens drei Wochen verabreicht wird. Der Impfstoff ist seit dem 20. Dezember 2021 in der EU zugelassen. Wie alle anderen in Deutschland zugelassenen Covids-19-Impfstoffe enthalte der Impfstoff laut Angaben des Robert-Koch-Instituts keine vermehrungsfähigen Viren. In den Zulassungsstudien zeige Novavax eine hohe Wirksamkeit, die mit den mRNA-Impfstoffen von Biontech oder Moderna vergleichbar sei. Die Verträglichkeit sei ebenfalls gut, Sicherheitsbedenken im Hinblick auf schwere unerwünschte Nebenwirkungen seien in den Zulassungsstudien nicht beobachtet worden.

Totimpfstoffe

Totimpfstoffe – oder inaktivierte Impfstoffe – enthalten entsprechend ihrer Bezeichnung nur abgetötete Krankheitserreger, die sich nicht mehr vermehren können, oder auch nur Bestandteile der Erreger. Diese werden vom Körper als fremd erkannt und regen das körpereigene Abwehrsystem zur Antikörperbildung an, ohne dass die jeweilige Krankheit ausbricht

Foto oben @2021 Volker Watschounek

Foto oben ©2021 Volker Watschounek

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Eine Übersicht mit Impfstellen in Hessen findet Sie unter soziales.hessen.de.

 

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