Vor vier Wochen hat Hessen die Kampagne „Menschen des Respekts“ ausgerufen und jetzt die ersten vier Personen ausgezeichnet.

Ehre wem Ehre gebührt: Mit den Worten „Wir haben in unserem Land die Freude, dass millionenfach Menschen mit großartiger Zuneigung und einem großen Miteinander leben“ leitete Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier die Auszeichnungen „Menschen des Respekts“ ein. Er sagte weiter, dass er aber auch die besorgniserregende Entwicklung hin zu einem übersteigerten Egoismus sähe, die Tendenzen hin zu mangelnder Achtung des Anderen, zur mangelnder Akzeptanz des Andersseins und dem schwindenden Respekt vor Eigentum und der Würde des Anderen. Entwicklungen, die auch die in Wiesbaden Auringen lebende Ingrid Haan kenne.

Respekt ist, dass man die Meinung des anderen ernst nimmt – und vor allem freundlich und höflich miteinander umgeht.

Ingrid Haan ist eine von vielen stillen Helden, die über den Aufruf zahlreicher Medienpartner an das Land Hessen herangetragen wurde.

Eine, die den Anruf der Staatskanzlei anfangs für einen Aprilscherz hielt. Eine die während des ersten Telefonkontaktes gesagt hatte, dass sie das nicht wolle. Eine, die sagt: „Wenn ich sehe dass jemand Hilfe braucht, dann bin ich da. Das ist für mich selbstverständlich.“

Leserbrief an den Wiesbadener Kurier

Meine Damen und Herren,
ja ich kenne jemanden, der diese Auszeichnung „Menschen des Respekts“ über alle Maße verdient. Meine Nachbarin Ingrid Haan. Seit Jahren betreut sie ihre Freundin. Sie leidet an Demenz. Wie selbstverständlich fährt sie täglich von Wiesbaden Auringen nach Wiesbaden Naurod und kümmert sich um den Alltag, so intensiv, dass es auch ihre eigenen Kräfte übersteigt.

Und noch ein Beispiel für ihren selbstlosen Einsatz: Als ich selber im Krankenhaus und dort in der Reha war – und mein kranker und hilfloser Mann zur Kurzzeitpflege ins Heim musste – fuhr sie immer wieder zu ihm, kochte ihm Apfelmus, weil er nicht schlucken konnte. Sie blieb bei ihm, weil ich selber nicht konnte, sogar bis nachts um drei.

Als mein Arm gebrochen war und in Gips lag – sie war immer da. Im Anschluss half sie mir im Haushalt, weil ich mit meinem Gipsarm sehr eingeschränkt war. Frau Haan ist immer für andere Menschen da und ich danke ihr von Herzen. Ich bin so froh, dass es sie gibt.

Mit freundlichen Grüßen

Franke

„Geehrte Frau Haan, dass ist nicht selbstverständlich,“ sagte der Hessens Ministerpräsident. Frau Haan habe kein öffentliches Amt, Frau Haan habe gar kein Amt und sie sei auch keine öffentliche Person – sie habe keine Verpflichtungen und sie mache das aus ihrer eigenen Überzeugung heraus, betonte Volker Bouffier. „Sie machen das großartig.“

Respekt ist, dass man miteinander auskommen, unabhängig davon was wer denkt, wie wer aussieht.

Genau deshalb gehört die Wiesbadenerin zu den stillen Helden in diesem Land, eine 75-Jährige, die ohne großes Aufheben großes leistet. Ingrid Haan gebührt nicht nur Respekt. Ihr Verhalten ist Ausdruck von Respekt. Sie ist eine Person mit Vorbildfunktion. Ein Mensch dem die Menschen drumherum, die Menschen außerhalb der Familie, die Menschen in der Nachbarschaft, nicht egal sind.

Respekt, das ist  Liebe, Wahrheit, Toleranz.

Das ist es, was am Freitagnachmittag in der Hessischen Staatskanzlei im Blüchersaal gewürdigt wurde: Dass ein stiller Helfer, der stellvertretend für viele andere stille Helfer in Hessen, ausgezeichnet wurde. Ausgezeichnet für gelebte Nachbarschaftshilfe, der vorbildlich ist und in dieser Gesellschaft hoffentlich weitere Kreise zieht.

Haben auch Sie in Ihrem Bekanntenkreis Menschen die außergewöhnliches leisten, schreiben Sie uns oder nehmen Sie direkt die Webseite www.hessen-lebt-respekt.de Kontakt mit der Lnadesregierung auf.  Unsere Mailadresse lautet redaktion(at)wiesbaden-lebt.de

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