Der Meistertitel ist nach wie vor das Qualitätsmerkmal. 392 Jungmeister aus dem Kammerbezirk Wiesbaden verbürgen sich dafür, und wollen künftig Führungs-Verantwortung übernehmen. 

392 junge Menschen aus 17 Berufen, die außergewöhnliches geleistet haben, haben ihre berufliche Karriere am Samstag in der Brita Arena mit dem Meisterbrief gekrönt: mit diesen Worten beschrieb Joachim Wagner, Vizepräsident der Handwerkskammer Wiesbaden, die Jungmeister des Prüfungsjahrgangs 2021, die bei der Meisterfeier in Wiesbaden ihre Meisterbriefe entgegengenommen haben. Dabei erhielten die insgesamt 13 Jahresbesten ihre Meisterbriefe von Vizepräsident Joachim Wagner, Staatssekretär im Kultusministerium Dr. Manuel Lösel und Kammerhauptgeschäftsführer Bernhard Mundschenk ihre Meisterbriefe persönlich.

„Die Jungmeisster haben jetzt die Möglichkeit, ein Unternehmen zu gründen, auszubilden und damit dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.“ – Dr. Manuel Lösel

Wagner forderte die Jungmeister dazu auf, als Handwerksmeister ihre eigenen Akzente zu setzen: Bringen und mischen sie sich in unsere Gesellschaft ein. Engagieren sie sich ehrenamtlich und geben sie ihr Wissen weiter.Die Entscheidung für das Erlernen eines Handwerksberufs sei insbesondere deshalb eine gute, weil die Arbeitsfelder im Handwerk zukunftsweisend und sinnstiftend seien, so Vizepräsident Wagner. Klimaschutz und Energiewende kann es nur mit dem Handwerk und nur mit qualifizierten Fachkräften geben, betonte er. Auch motivierte Wagner die Jungmeister dazu, Vorbilder zu werden und für ihren Traumberuf bei jungen Menschen zu werben, die ihre Berufswahl treffen. Aber es brauche auch die Politik, die Fachkräftesicherung aktiv zu unterstützen, eine gleichwertige Behandlung beruflicher und akademischer Bildung sowie flächendeckende Berufsorientierung zu den Möglichkeiten der beruflichen Bildung aktiv zu unterstützen.

„Um das System der dualen Ausbildung beneidet uns die ganze Welt.“ – Stadtverordnetenvorsteher Dr. Gerhard Obermayr

Der 22-jährige Meister im Maurer- und Betonbauerhandwerk Florian Kühn aus Oestrich-Winkel hielt in diesem Jahr die traditionelle Jungmeisterrede. Darin bezog er sich auf eine Aussage, die er zuvor in einer Reportage hörte und vollständig unterstütze: Wir können nicht alle mit einem Macbook und einem Chai Latte in einem Coworkingspace sitzen und die zehnte Datingapp erfinden. Es muss auch Leute geben, die was anfassen und sich die Hände dreckig machen. Weiter führte er an: Warum also bekommen wir nicht den benötigten Respekt und das Ansehen, das wir verdienen?

„Erst wenn wir es geschafft haben, dass Leute und junge Menschen Handwerk als essenziell ansehen und es auch dementsprechend würdigen, wirken wir dem Fachkräftemangel entgegen.“ – Florian Kühn

Für die Arbeitnehmerseite beglückwünschte Kammervizepräsident Andreas Brieske die Jungmeister zu ihrem Erfolg und gab ihnen abschließend mit auf den Weg: Nun steht Ihnen die Welt des Handwerks offen und ich kann Sie dazu nur ermutigen, das Beste aus sich und Ihrem Beruf zu machen. Durch die Meisterfeier führte Radio-Moderatorin Evren Gezer. Den musikalischen Rahmen gestaltete die King Kamehameha Club Band.

Bildergalerie Meisterfeier Wiesbaden

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Fotos oben @2022 Volker Watschounek

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Die Internetseite der Handwerkskammer Wiesbaden finden Sie unter www.hwk-wiesbaden.de.

 

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