Der Jahresurlaub ist aufgebraucht. Die Großeltern sollten sich nicht um die Kinder kümmern. Da erhält das Ferien- und Freizeitangebot bei der Kinderbetreuung einen anderen Stellenwert.

Wiesbadens Sozialdezernent Christoph Manjura erklärt, dass das Amt für Soziale Arbeit ab sofort an den Tagen mit Präsenzunterricht im Anschluss die Kinderbetreuung bis zum Nachmittag sicherstellen wolle. Je nach Betreuungsvertrag ende die Betreuung für die Grundschulkinder dann um 15:00 oder 17:00 Uhr. Damit verändere sich die Ausrichtung des Amtes für Soziale Arbeit. Das ist daher dringend notwendig, weil seit dieser Woche auch die Klassen 1 bis 3 zu Schule gehen.

„Die Mitarbeiter der Abteilung Betreuende Grundschulen und die Fördervereine beweisen in dieser Zeit einmal mehr, dass Grundschulen in Wiesbaden ohne sie längst nicht mehr denkbar sind.“ – Christoph Manjura, Sozialdezernent

Nachdem die städtischen Mitarbeitenden der Abteilung Betreuende Grundschulen und die beauftragten freien Träger und Fördervereine der Abteilung Grundschulkinderbetreuung und ganztägige Angebote in den vergangenen elf Wochen die Lehrkräfte bei der Notbetreuung an den Schulen unterstützt und auch Kontakt zu Kindern und Familien gehalten hatten, gelte es nun, die durch die Begleitumstände der Corona-Pandemie begrenzten personellen Ressourcen wieder auf die originären Aufgaben zu konzentrieren.

„Aufgrund der vom Land Hessen vorgegebenen Restriktionen im Schulbetrieb und der zu treffenden Hygiene- und Abstandsmaßnahmen ist an den Tagen ohne Präsenzunterricht – leider kein weiteres Betreuungsangebot möglich.“ – Christoph Manjura, Sozialdezernent

Die Betreuung an Tagen des Präsenzunterrichts beginnt ab 11:30 und um 11:45 Uhr; eine Frühbetreuung findet nicht statt. Da der Präsenzunterricht zum Teil bereits um 9:30 Uhr endet, werde dies sicherlich zu Herausforderungen an den Schulen führen. Grundsätzliche habe die Schule die Zwischenzeiten zu überbrücken beziehungsweise in Einzelfällen Absprachen mit dem jeweiligen Träger der Grundschulkinderbetreuung zu treffen.

Das Amt für Soziale Arbeit wird sich bei der Notfallbetreuung für die Kinder einsetzen, deren Betreuung aufgrund einer Entscheidung des zuständigen Jugendamtes oder der zuständigen Schulpsychologin oder des zuständigen Schulpsychologen zur Sicherung des Kindeswohls dringend erforderlich ist.“ – Christoph Manjura, Sozialdezernent

Im Amt für soziale Arbeit denken machen sich die Mitarbeiter bereits Gedanken über die immer näher rückenden Sommerferien. Wir möchten, wie sonst auch, eine dreiwöchige Ferienbetreuung an den Grundschulen anbieten, betont Manjura. Allerdings sei die Rechtslage im Hinblick auf die dafür notwendige Nutzung des Schulgeländes in den Sommerferien nicht eindeutig. Das Hessische Kultusministerium solle hier schnellstmöglich für Klarheit sorgen. Das sehr reduzierte Angebot an Präsenzunterricht sei bildungs- und gesellschaftspolitisch ohnehin schon ein Schlag ins Kontor – für herkunftsbenachteiligte Kinder genauso wie für berufstätige Eltern. „Da sollte Hessen wenigstens schnellstmöglich die Grundlagen dafür legen, dass das Amt für Soziale Arbeit ein abwechslungsreiches Ferienprogramm an den Schulen für die Kinder samt verlässlicher Betreuungszeiten für die Eltern anbieten können“, fordert Manjura abschließend.

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