Streik in Wallau. Die Ikea-Mitarbeiter wollen den Druck auf die Unternehmensführung erhöhen und ihren Forderungen mehr Nachdruck verleihen. 

Die Ikea-Beschäftigten in Wallau werden morgen, Freitag, 9.12.2022 von der Gewerkschaft ver.di zu einem ganztätigen Streik aufgerufen. Die Beschäftigten fordern einen Zukunftstarifvertrag. Die Unternehmensleitung verweigert seit Ende 2019 kategorisch die Verhandlungen, deshalb macht ver.di weiter Druck.

Tarifvertrag.Zukunft.Ikea

Der Streik ist Teil von Aktionswochen unter dem Motto Tarifvertrag.Zukunft.Ikea in den Einrichtungshäusern. Die Unternehmensleitung verweigert nach wie vor Verhandlungen zu einem Zukunftstarifvertrag. Es geht um die Reduzierung von Überlastungen, Schutz der Gesundheit, die Gestaltung der Auswirkungen digitaler Transformation und nachhaltige Beschäftigungsstrukturen für die Kollegen, so ver.di- Sekretär Matthias Schäfer.

Vorgeschichte

Bereits am 17.  Oktober wurde die Filiale in Wallau im Anschluss an eine Betriebsversammlung ab etwa 11:30 Uhr bis Mitternacht bestreikt. Damals entschlossen sich spontan über 60 Beschäftigte, sich dem Streikaufruf der Gewerkschaft ver.di anzuschließen. Unterstützung gab es aus der Niederlassung in Kassel, als 15 der dort streikenden mit dem Bus zur Streikkundgebung nach Wallau fuhren.

Druck erhöhen

Durch Streiks in vielen Filialen der Möbelkette Ikea vor Weihnachten soll der Druck auf das Unternehmen erhöht werden, sich endlich an den Verhandlungstisch zu bewegen. Beim Fashionhändler Hennes & Mauritz (H&M) konnte im Oktober nach längeren Verhandlungen ein auf das Unternehmen zugeschnittener Tarifvertrag Digitalisierung abgeschlossen werden. Warum sollte das nicht auch bei bei dem schwedischen Möbelhaus möglich sein?

Bild oben © 2022 icondigital / Pixabay

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Die Internetseite von IKEA finden Sie im Internet unter www.ikea.com.

 

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