Welche Bedeutung hat die moderne Technik für die moderne Gesellschaft? Kennt das himmelstürmende Tempo der technischen Entwicklung Grenzen?

Die Zeit schreibt in Ihrer Ausgabe vom 21. November 2017, dass an dem fortschreitenden Verlust der Wesenhaftigkeit auch die Technik Schuld sei. Ist es  so? Beflügelt uns nicht manche Technik geradezu weiterzudenken – gerne auch mit Unterstützung. Wenn Dr. Christian Rabanus am ersten Samstag im Februar in den Kunstverein Bellvue-Saal einlädt, heißt das Thema „Lust am Denken, Technik – Wohl und Wehe eines wesentlichen Entwicklungsmoments der Menschheit“.

Kunstverein Bellevue-Saal, kurz gefasst

Diskussionsveranstaltung – „Lust am Denken“
Wann:
3. Februar 2018, 16:00 bis 18:00 Uhr
Wo: Kunstverein Bellevue-Saal, Wilhelmstraße 32, 65183 Wiesbaden
Eintritt: 5 Euro

Der Verkauf von heißen und kalten Getränken sowie Kuchen sichert das leibliche Wohl.

Im ersten Teil des 1968 fertig gestellten Filmepos 2001: A Space Odyssey entdeckt eine Gruppe von Menschenaffen die Nutzbarkeit von Knochen als Schlagwaffen. Diese Waffen werden sogleich zur Jagd und im Kampf gegen eine konkurrierende Gruppe von Menschenaffen eingesetzt – wobei die Bewaffnung den entscheidenden Vorteil im Revierkampf bedeutet.

Gewinn durch Technik

Inwiefern nun ein außerirdisches Artefakt wie der Monolit im Film 2001 diese Entwicklung in Gang gebracht hat oder die Entdeckung der ersten Werkzeuge eher zufällig geschah – auf jeden Fall konnte der Mensch dem biblischen Auftrag, sich die Erde Untertan zu machen, erst mithilfe eines immer massiveren Einsatzes von Technik erfolgreich nachkommen.

Zerwürfnis Technik

Bekanntlich kann Technik genauso zum Nutzen wie zum Schaden der Menschheit eingesetzt werden. Die Geschichte ist einerseits voll von technischen Errungenschaften, die unermessliches Leid über die Menschheit gebracht haben – wie etwa die Waffentechnik –, andererseits finden sich auch immer wieder Entdeckungen und Entwicklungen, die die Wohlfahrt der Menschheit gefördert haben – wie beispielsweise die Erfindung des Rades oder des Buchdrucks. Sogar ein und dieselbe Technik kann genauso wohlfahrtsfördernd wie verheerend eingesetzt werden – man denke etwa an die Kernspaltung.

Phänomen Technik

In der Veranstaltung Anfang Februar soll nun das Phänomen Technik aus ganz unterschiedlichen Perspektiven heraus beleuchtet werden: Dabei wird dem Wesen der Technik als solchem auf den Grund zu gehen sein, und es wird die Frage nach dem Verhältnis des Menschen zur Technik zu stellen sein – insbesondere wird diesbezüglich beleuchtet werden müssen, ob nun der Mensch die Technik oder die Technik den Menschen beherrscht.

Zur Person: Dr. Christian Rabanus

1970 geboren studierte Christian Rabanus von 1989 bis 1995 an den Universitäten Göttingen, Wien und Heidelberg Philosophie, Physik und Pädagogik. Im Jahr 2000 schloss er sein Promotionsstudium in Philosophie an der Universität Mainz ab. Von 1998 bis heute arbeitet Rabanus im wissenschaftlichen Kontext an der Volkshochschule Wiesbaden, der Tschechischen Akademie der Wissenschaften (Jan-Patocka-Archiv) in Prag, an der Univeristät Mainz und anderen wissenschaftlichen Instituten. Von 2005-2008 absolvierte Rabanus eine Weiterbildung zum Gestalttherapeuten am Gestalt-Institut Frankfurt … Seit Mai 2011 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Philosophischen Institut der Technischen Universität Darmstadt. ∆

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