Will man nicht in eine Bäckerei oder Konditorei gehen, ist es in Wiesbaden nicht leicht bereits vor 10:00 Uhr ein Café zum Arbeiten und Frühstücken zu finden. Und eigentlich wollte ich in das Café / Restaurant nebenan. Gelandet bin ich im Café Degenhardt.

An den Friseursalon – der einst im Café, ähm, Gastwerk Degenhardt – in dem Damen und Herren sich einst pflegen ließen, erinnert heute nichts mehr. Ein Hinweis darauf findet sich nur online – wo Gastwerk Degenhardt in dem Portal für Beauty und Wellness salon.de bis heute als „Friseur in Wiesbaden“ gelistet ist. Der Eintrag wirkt so modern, dass man annehmen könnte, Frühstücken, chillen und ein wenig Wellness gehören hier zum Konzept. Weit gefehlt, auf meine Nachfrage erklärt mir die freundliche Bedienung, dass die Zeiten vorbei seien.

Café Degenhardt, kurzugefasst

Was: Frühstück – Obst, Jogourt und Müsli mit Milchkaffee, 8,50 Euro mit Trinkgeld
Wo: Gastwerk Degenhardt, Luisenstraße 4, 65185 Wiesbaden
Öffnungszeiten: sonntags bis donnerstags 9:00 bis 0:00 Uhr, freitags und samstags 9:00 bis 2:00 Uhr

Ich bin zum ersten Mal im Gastwerk Degenhardt. Beim Eintreten, morgens um 9:15 Uhr ist die Platzwahl nahezu grenzenlos. Viel Betrieb ist noch nicht. Am Eingang chillte ein junger Mann, ein Student vielleicht. Das Personal begrüßt mich freundlich. Wo ich mich den hinsetzen solle, frage ich und nehme den Tisch wo ich eben stehe, recht zentral. Bei genauerer Betrachtung könnte es gar der Mittelpunkt des Gastraums gewesen sein. Ein Tisch, von dem ich alles im Blick hatte.

Die Tische sind draußen schon eingedeckt ... Bild: Volker Watschounek

Die Tische sind draußen schon eingedeckt … Bild: Volker Watschounek

Im Grunde sind im Gastwerk alle Tische einladend. Durch die große helle Glasfront bekomme ich auch aus den hinteren Reihen mit, was auf der Luisenstraße passiert. Doch war ich nicht zum Beobachten, sondern zum Frühstücken hier. Anknüpfend an meiner ersten Frühstücksserie wende ich mich ab vom „Le petit déjeuner“ und teste diesmal etwas Gesünderes: Müsli eben.

Gesund in den Tag starten

Aus meinem „le petit déjeuner“ wird soweit möglich … Das Frühstück erster Wahl ist ein Obstsalat mit Jogurt und Müsli, dazu ein Milchkaffee. Der Obstsalat ist typisch deutsch: Weintrauben, Birne vielleicht ein Apfel – und als Farbtupfer eine Erdbeere. Doch bevor mir diese kleine Köstlichkeit kredenzt wird, gibt es erst einmal einen Milchkaffe und dazu die Auswahl an Tageszeitungen. Als das Müsli kommt, gehört diesem gleich meine volle Aufmerksamkeit. Des roten Tupres wegen, sieht es richtig lecker aus!

Es ist ein Frühstück wie daheim. Die Kinder der Chefin haben heute kindergartenfrei, weshalb sie an einem Katzentisch gleich neben mir sitzen. Sie malen, spielen mit dem Handy … und laufen durch den Gastraum. So wie Kinder halt sind. Richtig schön anzusehen. Am Ende meines kleinen Tests überzeugt das Gastwerk auf breiter Front.

Fazit

Das Gastwerk Degenhardt erinnert mich an meine Studentenzeit. Die Bedienung könnte meine Kommilitonin gewesen sein. Die jungen Menschen im Gastwerk am lernen gewesen sein. Die umherspringenden Kinder … die sind in Tübingen an der Universität inzwischen völlig normal – in den Pausen. Frühstück, Bedienung, Platz und Service haben überzeugt. Das WLAN habe ich nicht ausprobiert, soll aber ganz gut funken: kostenlos.


Fakten-Check (23.3.2017)

  • Obst, Jogourt und Müsli
  • eine Milchkaffee
  • Wartezeit bis alles am Tisch stand, 4:36 Minuten, mit einem reizendem Lächeln
  • Zum Lesen liegen die Bild-Zeitung und der Wiesbaener Kurier aus
  • Freies WLAN, Kennwort erfragen
  • Preis 7,90 Euro.
  • Geparkt hatte ich im Parkhaus Luisenplaztz
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