„Fridays for Future“: Diesmal dürfen die Schüler nur zu zweit auf den Straßen für Klimaschutz demonstrieren. Das tun sie an verschiedenen Orten. Zusammen kommen sie um 17:00 Uhr – über zoom auf YouTube online.

Statt auf die Straße geht es diesmal gemeinsam ins Netz: Aber nicht nur. Wie im Netz zu beobachten ist, sind landauf landab Aktivisten in Zweier-Gruppen auf den Straßen unterwegs. Eine kleine Kundgebung soll es gar in Berlin geben. Und klar, bei dem international koordinierten Großprotest dürfen auch die Klimaschützer aus dem Rhein-Main Gebiet nicht fehlen. Sie sind dabei, online für das Klima mit Farbe zu bekennen und demonstrieren mit.

Sollte das Bild weiß bleiben, hier ist der Link zum Livestrem: https://youtu.be/2WpiUwCPUIM

Ist die bundesweite Aktion bereits ab 12:00 Uhr live, hat sich die Fridays for Future Wiesbaden Bewegung dazu entschlossen, sich nicht einfach nur dem  bundesweitem Stream anzuschließen, sondern auch eigene Akzente in einem eigenen Stream zu setzen, erzähl Joelle Sander.

„Nicht nur Digital und alles im Rahmen des Erlaubten und Machbaren!“ – Joelle Sander

Der internationale Klimastreik findet  in Wiesbaden jedoch auch live statt. Jaspar Reimann, Delegierter, hatte im Vorfeld dazu aufgerufen, sich am 24. April mit Plakaten und Transparenten zu beteiligen – Sprüche, Transparente, T-Shirts – egal was – einfach aus dem Fenster zu hängen. Seit dem Morgen sind in Wiesbaden außerdem kleine Teams unterwegs um auf Plätzen, auf Gehwegen, einfach dort wo sie sind Zeichen zu setzen. Sie schreiben mit Kreide Demosprüche und malen Symbole auf öffentliche Plätzen oder verzieren einzelne Steine mit kleinen Nachrichten, die sie dann an gut besuchten Plätzen auszulegen. Damit können wir wenigstens einen kleinen Teil der Aufmerksamkeit generieren, die die Klimakrise verdient, so Sander.

“Die bisherigen Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels sind lachhaft im Vergleich zu den Corona-Maßnahmen.“ – Joelle Sander

Den Tag über dokumentieren sie ihre Aktionen und am Nachmittag präsentieren sie diese online – so haben es sich die Ortsgruppen der Fridays for Future Bewegung aus Darmstadt, Limburg, dem Rhein- sowie dem Main-Taunus-Kreis und Wiesbaden gedacht. Geplant ist, gegen 17:00 Uhr online zu gehen und über Zoom Redner, Aktivisten, Musik in einem Stream zu vereinen. Dort wird dann auch zu sehen sein, was den ganzen Tag über in Wiesbaden gelaufen ist (Bild: Privat).

„Es ist unglaublich ernüchternd zu sehen, welche politischen Maßnahmen innerhalb weniger Wochen durchgesetzt werden können, wenn es um ein lebensbedrohliches Virus geht.“ – Joelle Sander

Notpakete in Milliardenhöhe werden verabschiedet, strikte Regeln aufgestellt und eingehalten – das Coronavirus zwingt alle Länder der Welt zur Durchführung eines Krisenprogramms. Es ist unglaublich ernüchternd zu sehen, welche politischen Maßnahmen innerhalb weniger Wochen durchgesetzt werden können, wenn es um ein lebensbedrohliches Virus geht., findet Joelle Sander, Pressesprecherin. Wenn es jedoch zur Klimakrise kommt, kann man ein Jahr streiken und trotzdem geht alles nur schleichend voran. Und das, obwohl der Klimawandel insgesamt viel gefährlicher ist, denn er betrifft den gesamten Planeten in seinem vollen Umfang – ob Pflanzen, Tiere oder Menschen, er macht vor nichts Halt. Trotzdem behandeln Politik und der Großteil der Menschheit diese Krise, als sei sie keine. (Bild: Privat)

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Die offizielle Internetseite der Fridays for Futur Bewegung finden Sie im Internet unter fridaysforfuture.de.

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