Sprechen Wiesbadener über die Zukunft des Öffentlichen Nah Verkehrs, stehen die Themen City Bahn und Elektromobilität an erster Stelle und im Mittelpunkt.

Nachdem das Wiesbadener Stadtparlament im Februar 2017 grünes Licht für die Vorplanung zur CityBahn gegeben hatte, läuft die Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU). Mit der begleitenden Internetseite www.citybahn-verbindet.de steht die CityBahn Projektgesellschaft GmbH jetzt auch im Dialog mit Wiesbadenern und Mainzern.

CityBahn Informationsseite

Zum Launch und für eine erste Basis haben Mitarbeiter der die CityBahn Projektgesellschaft GmbH in den letzten Wochen Social Media Kommentare und Bürgerfragen ausgewertet, zusammengestellt und aufbereitet. Unter www.citybahn-verbindet.de sind diese nachzulesen – ergänzt um Antworten der Verkehrsplaner von ESWE Verkehr.

FAQ CityBahn

Der FAQ-Bereich bietet eine sachliche Grundlage für die anstehende Diskussion und ermöglicht es nicht nur auf aktuelle Bürgerfragen frühzeitig zu reagieren, sondern auch gleich mit Bürgern in Dialog zu treten, zu bleiben. Die Fragen sind übersichtlich in die Kategorien Gesamtnetz/Konzept, Finanzierung und Wirtschaftlichkeit, Planung und Beteiligung, Linienführung, Stadtgestaltung, Straßenraum sowie Lärm- und Umweltschutz unterteilt.

„Wir haben bei der CityBahn größtmögliche Transparenz versprochen – und die lösen wir hier ein.“ – Andreas Sowohl, Verkehrsdezernent 

Zum Start der Rubriken wurden rund 30 Fragen freigeschaltet, die in Zukunft von Seiten der CityBahn GmbH regelmäßig ergänzt und aktualisiert werden. Umwelt- und Verkehrsdezernent Andreas Kowol kündigt bereits für die nächsten Wochen weitere Antworten an.

„Gleichzeitig räumen die FAQ mit einigen Gerüchten und Fehlinformationen über die CityBahn auf und tragen dazu bei, Fragen die hinzukommen, Punkt für Punkt auf der CityBahn-Webseite transparent zu beantworten.“ – Andreas Sowohl, Verkehrsdezernent 

Auch die Mainzer Verkehrsdezernentin Katrin Eder begrüßt die umfangreichen FAQ auf www.citybahn-verbindet.de: „Die Mainzerinnen und Mainzer haben natürlich einen kleinen Wissensvorsprung, weil sie das Verkehrsmittel Straßenbahn aus dem Alltag kennen und schätzen, auch durch die jüngste erfolgreiche Erweiterung auf den Lerchenberg. Aber jedes neue Projekt bringt auch neue Fragestellungen mit sich, bei manchem vielleicht auch Unsicherheiten, und ich freue mich, dass heute so viele davon beantwortet werden können.“

Citybahn, Linienführung. Bild: ESWE Verkehr

Citybahn, Linienführung und alternative Wegführungen. Bild: ESWE Verkehr

Prüfung von Varianten der Streckenführung

Nachdem das Wiesbadener Stadtparlament im Februar 2017 grünes Licht für die Vorplanung zur CityBahn gegeben hat, läuft derzeit parallel die Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU). Mit einer standardisierten Bewertung lässt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur berechnen, ob der Nutzen des Projekts CityBahn größer ist als die zu erwartenden Kosten. Dies wiederum ist die Voraussetzung für eine bereits in Aussicht gestellte Förderung durch den Bund.

Haltestelle Wiesbaden City

Parallel prüfen die beauftragten Planungsbüros derzeit Grundlagen sowie Varianten der Streckenführung. Dabei skizzieren die Planer einen Korridor vom Kopf der Theodor-Heuss-Brücke bis zur Hochschule RheinMain und untersuchen, welche Streckenvarianten technisch und wirtschaftlich umsetzbar sind. Als weitere Haltepunkte an der Strecke gelten der Hauptbahnhof und die Wiesbadener City heute schon als gesetzt. Zwischen der Brücke und dem Wiesbadener Hauptbahnhof nehmen die Experten momentan zwei Trassenvarianten unter die Lupe.

Haltestelle Wiesbaden Biebrich

Zum einen untersuchen sie eine Verbindung über das Gewerbegebiet Petersweg bis zum Bahnhof Wiesbaden Ost, zum anderen betrachten sie eine Streckenführung über den Bahnhof Wiesbaden Ost und Biebrich. Im Hinblick auf die Entwicklung neuer Wohnquartiere entlang der Wiesbadener Straße prüfen die Planer einen Korridor von der Rampenstraße bis zum Herzogsplatz. Die einzelnen Trassenvarianten stimmen die Planungsbüros in regelmäßigen Arbeitskreisen mit den Stadt- und Verkehrsplanern der Städte Wiesbaden und Mainz ab.

Frühzeitige Bürgerbeteiligung

Voraussichtlich Ende November schließen die Ingenieure die Vorplanung ab, die Ergebnisse sowie erste Zwischenresultate der NKU stellen sie am 12. Dezember dem gemeinsamen Verkehrsausschuss der von Wiesbaden und Mainz vor. Anschließend erfahren die Bürger, welche Trassenverläufe weiterhin zur Diskussion stehen.

„Die Anregungen aus dem Beteiligungsverfahren gehen in die Planungen ein und dienen als Basis für die anschließenden politischen Entscheidungen über das Projekt.“ – Eva Kreienkamp, Geschäftsführerin der Mainzer Verkehrsgesellschaft mbH

Auch die Frage nach der Tragfähigkeit der Theodor-Heuss-Brücke wird zu diesem Zeitpunkt geklärt sein. Gleichzeitig fällt der Startschuss für die eigentliche Bürgerbeteiligung. In einem ersten Schritt stößt die CityBahn GmbH den Bürgerdialog auf der Projektwebseite an. Die Wiesbadener sollen die verschiedenen Varianten online diskutieren, dabei Vor- und Nachteile aus ihrer Sicht benennen sowie Anregungen einbringen.

„Sobald die Ergebnisse aus der Vorplanung aufbereitet sind und die Ergebnisse der NKU vorliegen, werden wir die Bürger informieren und ine sachliche Diskussion anstoßen.“ – Professor Herrmann Zemlin

Ab Januar 2018 können die Wiesbadener sowie später auch die Mainzer Bürger im Rahmen von mehreren Infomessen entlang der geplanten Trasse ihre Meinung zu allen Einzelheiten äußern. Zudem wird es möglich sein, in den direkten Dialog mit den Experten der zuständigen Ämter sowie Planungsbüros zu treten.

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