Der Film ist kaum abgedreht, da verlässt Ludwig Berger Hitler-Deutschland und lässt sich kurz in den USA nieder. Nach Streitigkeiten kehrt er nach Europa zurück – und lebte zuletzt in Schlangenbad.

Mit dem Walzerkrieg nimmt der Regisseur Ludwig Berger 1933 das alte bewährte Thema des Wiener Films wieder auf: Musik, Walzerklänge, Tanz, süße Mädels und noch dazu den alten Radetzkymarsch. Für den jüdischen Filmemacher war es die letzte Produktion im nationalsozialistisch gewordenen Deutschland. Er zeichnet Wien als ewigen Film. Nur hier wird hier Geschichte im lustigsten Milieu des heurigen Weins gemacht.

Seniorenbeirat, kurz gefasst

Filmvorführung – Walzerkrieg
Wann: Mittwoch, 7. Oktober 2020, 15:30 Uhr
Wo: Murnau Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden (Anfahrt planen)
Eintritt: 5,00 Euro

Dieser Walzerkrieg ist ein lustiger Krieg, der zwischen Joseph Lanner und dem jüngeren Johann Strauß entbrennt um die größere Volkstümlichkeit, um die Liebe der Wiener Seele, um das Walzerkönigtum. Er führt von den Tanzgärten Wiens bis zu den Thronstufen der jungen englischen Königin Viktoria. Ludwig Berger löst den Film ganz und gar in Melodie, ins Musikalische auf. Tanzweisen und Lieder schwingen durch alle Szenen: »An der Donau, wenn der Wein blüht…« Selbst der Kameramann Karl Hoffmann hat im Dreivierteltakt gedreht, so daß Ton und Bild fröhlich und herzlich zu einer Einheit verschmelzen, schreibt Oskar Kalbus: Vom Werden deutscher Filmkunst.

Zum Film

Der Königliche Hofballmusikdirektor Großbritanniens ist auf dem Weg nach Wien. Er hat eine wahrlich schwere Aufgabe vor sich: Er soll die beste Walzerkapelle Wiens mit dem schlagfertigsten Walzerkomponisten und Dirigenten an den Hof seiner Majestät nach London bringen. Damit ihm die Suche etwas leichter fällt, hat man ihm Ilonka zu Seite gestellt, ihres Zeichens ein ehemaliges ungarisches „Pusztamädel“, der Stern des k.u.k. Balletts in Wien. In Wien angekommen, sieht sich Sir Philips einem zusätzlichen Problem gegenüber. In der von ihm auserkorenen Kapelle geht es nämlich drunter und drüber: Der Pauker Gustl liebt die Tochter des Kapellmeisters Lanner, verpasst deshalb immer seine Einsätze und wird gefeuert. Gemeinsam mit seinem Freund Strauß macht er Lanner daraufhin die halbe Musikerschar abspenstig. Lanner tobt.

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Der Eintritt für alle Altersklassen kostet fünf Euro. Aufgrund der Corona-Pandemie ist eine Reservierung beim Murnau-Filmtheater unter Telefon (0611) 9770841 (montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr) oder per E-Mail an  filmtheater@murnau-stiftung.de unbedingt erforderlich. Der Ticket-Verkauf ist auch vorab online unter www.murnau-stiftung.de/filmtheater möglich. Es gelten die derzeitigen Hygienevorschriften.

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