Bei medizinischen Notfällen können Sekunden entscheidend sein. Unachtsam abgestellte Fahrzeuge werden da schnell zum Problem. Das gilt auch bei der Feuerwehrkontrollfahrt. 

Wenn ein Leiterwagen der Wiesbadener Feuerwehr ohne Blaulicht zusammen mit der Verkehrspolizei on Tour geht, ist keine Gefahr in Verzug. Jedenfalls nicht aus Sicht der Fahrzeugführer. Anders könnten das am Freitagabend einzelne Autofahrer im Westend gesehen haben. Ob kurz für fünf Minuten oder einfach länger, weil sie die Situation falsch eingeschätzt hatten: Wer sein Auto verbotswidrig abgestellt und so den Feuzerwehr-Leiterwagen bei der Feuerwehrkontrollfahrt durchs Westend behindert hatte, muss nun die Rechnung bezahlen. Abgeschleppt, so heißt es, wurde dieses Mal aber niemand.

Jede Sekunde zählt

Zum dritten Mal in den letzten beiden Jahren fand die Kontrolle im Rahmen von „KOMPASS“ statt. Ziel der Kontrollfahrten ist es, die hohe Verkehrsbelastung im dicht besiedelten Stadtteil zu verringern, indem nicht nur zugeparkte Gehwege und das Parken in zweiter Reihe, sondern vor allem blockierte Rettungszufahrten geahndet werden. Dabei gehe in erster Linie darum, die Menschen zu sensibilisieren – und nicht abzuzocken. Schließlich ist besonders wichtig, dass bei Einsätzen Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei schnell ans Ziel gelangen: Jede Sekunde zählt.

90 Euro für eine Leerfahrt

Mit der Präsenz von Kontrollkräften und der konsequenten Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten möchten die Kräfte der Polizei das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger stärken. Die Rückmeldungen der Anwohner vor Ort bestätigten die Wichtigkeit dieser Einsatzmaßnahmen. Nach Angaben der Einsatzkräfte wurden am 5. März insgesamt sechs Fahrzeuge festgestellt, die verkehrswidrig abgestellt waren. In vier Fällen parkten Fahrzeuge in Kreuzungsbereichen, sodass ein Weiterkommen des Leiterwagens der Feuerwache 1 nicht mehr möglich war. So  war es unvermeidlich den Abschleppdienst für die Fahrzeuge zu bestellen. Letztlich wurde aber nur ein Fahrzeug abgeschleppt, da die Fahrer der anderen drei Fahrzeuge vor dem Aufladen ihrer Fahrzeuge hinzukamen. Das Abholen ihres Fahrzeugs bleib ihnen so erspart. Das Bußgeld fürs falsch Parken und dazu die 90 Euro teure Leerfahrt werden Ihnen den Abend dennoch versalzen haben.

Zusammenarbeit zahlt sich aus

Winnrich Tischel, Leiter des Straßenverkehrsamtes, sowie Karl-Heinz Brassat, Leiter der Polizeidirektion Wiesbaden, stellten übereinstimmend fest, dass die enge Zusammenarbeit der Polizeidirektion Wiesbaden und Straßenverkehrsamt ein absoluter Gewinn für beide Seiten darstellt. Kräfte der Kommunalen Verkehrspolizei und des Verkehrsdienstes der Wiesbadener Polizei arbeiten immer wieder bei Verkehrseinsätzen behördenübergreifend zusammen.

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Die offizielle Internetseite der der Berufsfeuerwehr Wiesbaden finden Sie unter www.wiesbaden.de.

 

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