Erik Fosnes Hansen erzählt in seinem neuen Roman von der Mitleidlosigkeit der Ökonomie. Weil die Gäste wegleiben, steht ein Hotel in den norwegischen Bergen vor dem Ruin.

Sie waren gerade beim Kuchen angelangt, da sackte Bankdirektor Berge am Tisch zusammen und fing an zu sterben. Es wirkte nicht echt. Er fasste sich nicht an die Brust oder an den Hals, nur seine Augen wurden groß und kugelrund, es wirkte restlos unnatürlich, künstlich, als führte er ein kleines Schauspiel auf – beginnt Erik Fosnes Hansen seinen aktuellen Roman Ein Hummerleben. Es ist die Geschichte über den Niedergang eines einst mondänen Hotels in den norwegischen Bergen.

KrimiMärz, kurz gefasst

Lesung Erik Fosnes Hansen liest aus „Ein Hummerleben“
Wann: Dienstag, 24. September, 19.30 Uhr
Wo: Villa Clementine, Frankfurter Str. 1, 65183 Wiesbaden (Anfahrt planen!)
Eintritt: 8,00 Euro, ermäßigt 5,00 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühr – an der Abendkasse 11,00 Euro

Für Literaturhaus-Veranstaltungen zum Gastland Norwegen der Frankfurter Buchmesse werden Zweier- und Dreier-Kombitickets zu ermäßigten Preisen angeboten.

Hansen erzählt seine Geschichten stets einfühlsam und unterhaltsam zugleich. Dabei würzt er das Ernste mit feinem Humor. Viele seiner Romane führen in vergangene Zeiten, und besitzen durchaus autobiografische Züge: so auch Ein Hummerleben. In dem Buch ist es Sedd. Er wächst in einem norwegischen Berghotel bei seinen Großeltern auf. Der Junge soll einmal das Hotel führen und übernimmt einfache Arbeiten – mal in der Küche, mal als Laufbursche. In der vordergründigen Idylle, die von der Liebe zwischen Enkel und Großeltern geprägt ist, kommen jedoch nach und nach immer mehr Geheimnisse und Lügen ans Licht. Geldsorgen stellen sich ein und er Kreis schließt sich.

Zur Person Erik Fosnes Hansen

Erik Fosnes Hansen wurde 1965 in New York geboren, wuchs aber in Oslo auf, wo er heute lebt. Als Literaturkritiker schreibt er für die Zeitung Aftenposten. Ein zweijähriger Studienaufenthalt führte ihn nach Stuttgart und machte ihn mit der deutschen Sprache vertraut. Er ist Mitglied der Norwegischen Akademie und des Norwegischen Kulturrates.

Gerade einmal 18 Jahre zählte Erik Fosnes Hansen als er seinen ersten Roman „Falkenturm“ schrieb. Sein zweites Buch „Choral am Ende der Reise“ schaffte es bereits zum internationalen Bestseller, der in über zwanzig Sprachen übersetzt wurde und Erik Fosnes Hansen einen der wichtigsten norwegischen Literaturpreise, den Riksmålsprisen, einbrachte.

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Die offizielle Internetseite des Literaturhauses finden Sie unter www.wiesbaden.de.

 

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