Politisch ist er ein Newcomer und jetzt schon Aufsteiger des Jahres, privat Mittelpunkt einer eigenen  großen Familie – lernbereit, verlässlich in jede Richtung: auf dem Boden der Tatsachen geblieben.

Als Pädagoge und Schulleiter ist Dr. Gerhard Obermayr in Wiesbaden eine anerkannte Persönlichkeit. Mit Politik hatte er bislang weniger zu tun. Zu den Kommunalwahlen 2021 ließ er sich zum ersten Mal aufstellen. Der Bierstadter räumte das Feld von hinten auf und ist mit mehr als 20000 Stimmen in die Stadtverordnetenversammlung eingezogen: von Listenplatz 38 auf 17 nach vorne geprescht. Der Schulleiter ist neu in der Rathausfraktion. Am vergangenen Freitagabend erhielt er dann einen Anruf vom Vorstand seiner Partei und wurde gefragt, ob er sich als Stadtverordnetenvorsteher sehe. Die Partei stehe hinter ihm. Sieben Tage später wird Obermayr mit 81 von 81 Stimmen für fünf Jahre gewählt. Wir haben am Abend noch mit ihm gesprochen, nicht über Politik und seine Berufung, sondern über Gerhard Obermayr ganz privat.

Interview mal anders

An einem Abend ohne Strom würden Sie …
…die Sterne zählen. 

An einem Abend ohne Politik würden Sie …
Gedichte und Prosa lesen.

Was gibt Ihnen Politik?
Sich in die Sichtweisen anderer Menschen hineinversetzen zu können und den Blick des beruflichen Alltags zu weiten.   

Was gibt Ihnen Energie?
Sich auf morgen zu freuen. 

Ihr größter Erfolg?
Dass meine Kinder und meine Frau mir viel Zuneigung und Liebe geben.

Was möchten Sie unbedingt noch ausprobieren?
Einmal ohne Handy um die Welt zu reisen.  

Ihr Trick, Schlafmangel zu verbergen:
Die Augen auf halten und Maske tragen.

Wie beginnen Sie Ihren Tag am liebsten?
Mit dem Anschalten der Espressomaschine.  

Ihre beste Eigenschaft?
Humor und Gelassenheit.

Wenn Sie ein Tier wären, welches wären Sie?
Ein Pferd, gerne ein gut veranlagtes Dressurpferd.    

Die ersten drei Dinge, die Ihnen zum Stichwort „Kindheit“ einfallen:
Geborgenheit, Campingurlaube in Italien und Frankreich, es gab immer was zu tun.

Wenn Ihr Leben verfilmt werden würde, wer würde Sie spielen?
Sean Connery

Wären Sie gerne berühmt?
Wenn es mir gelingen würde, Kriege, Unrecht und Armut zu überwinden, dann ja.

Warum nicht?
Weil Berühmtheit den Menschen verändert und die Fallhöhe nicht unerheblich ist. Ich möchte gerne der sein, der ich bin.

Ihre liebste Freizeitbeschäftigung?
Mit meinen Kindern und meiner Frau Unternehmungen machen, zu reiten, den Garten zu gestalten, eine Bootstour auf dem Rhein, …

Der schönste Ort, den Sie je besucht haben?
Von der Weite, den Naturgewalten und dem Blick auf andere Kontinente her ist es der Strand von Tarifa.  

Worüber haben Sie das letzte Mal herzhaft gelacht?
Über ein „doch“ meiner zweijährigen Tochter. Sie streckte an einem Abend, es war bereits dunkel, den Finger in den Himmel und sagte: Da oben sind Sterne, worauf ihre ältere Schwester sagte, nein, da oben sind Wolken. Dann stand sie auf und sagte „doch“ und ging rein. Wir schauten hoch und der Himmel war tatsächlich nur stellenweise bedeckt, sodass Sterne zu sehen waren.  

Auf was freuen Sie sich im Frühjahr am meisten?
Auf die Magnolienblüte am Warmen Damm und im Kurpark.  

Können Sie tanzen?
Den letzten Tanzkurs hat mir meine Frau vor zwei Jahren geschenkt. Daran können Sie ermessen, ob ich tanzen kann.

Ihr Lieblingsessen?
Spaghetti all’aglio olio e peperoncini und ein kleiner grüner Salat mit Radischen.

Kochen Sie selbst?
Selten, aber dann ohne Thermomix.

Foto ©2021 Volker Watschounek

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Die offizielle Internetseite zum Stadtverordnetenvorsteher finden Sie unter www.wiesbaden.de.

 

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