In Sachen Digitalisierung haben Hessens Schulen einen großen Schritt nach vorn gemacht. Sollte es wieder zu Schulschließungen kommen – ist Hessen auf den Distanzunterricht vorbereitet.

Nachdem wir im vergangenen Jahr den Startschuss zu unserem Landesprogramm ‚Digitale Schule Hessen‘ gegeben haben, geht es jetzt darum, die Pferdestärken sprichwörtlich auch auf die Straße zu bekommen, sagte Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz am 20. August an der Wiesbadener Sophie-und-Hans-Scholl-Schule anlässlich der Überreichung der Förderzusagen über 13,3 Millionen Euro für die an Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende. Das Geld dient Digitalisierung und weiteren Ausstattung der städtischen Schulen mit WLAN, zum Aufbau der digitalen Vernetzung sowie zur Anschaffung von Interaktionsgeräten und eines Webkonferenzsystems. Die Corona-Pandemie habe deutlich gemacht, dass digitales Lehren und Lernen immer wichtiger werde. Dafür sei ein flächendeckender WLAN-Zugang im Schulgebäude ebenso bedeutsam wie die digitale Vernetzung der Schulen untereinander und die Ausstattung der Unterrichtsräume mit modernen digitalen Hilfsmitteln. Ich freue mich, dass hiervon nun auch unsere Landeshauptstadt profitiert, erklärte Minister Lorz abschießend.

„Die digitale Ausstattung der Schulen ist kein Sprint, sondern ein Marathon“, ergänzte der Minister.“Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz

Gemeinsam mit den Schulträgern stockt Hessen die Bundesmittel aus dem DigitalPakt auf rund 500 Millionen Euro auf. Bis Ende Juli lagen Förderanträge für 683 öffentliche Schulen über insgesamt 46,5 Millionen Euro vor, die zeitnah bewilligt werden sollen. Nachdem in der Anfangsphase vergleichsweise wenige Mittel abgerufen worden seien, erwarte Minister Lorz im Zuge der Corona-Pandemie nun einen deutlichen Nachholeffekt. „Je genauer Schulen und Schulträger sich im Klaren darüber sind, welche Bedarfe bestehen und wo sie Schwerpunkte setzen wollen, desto besser können wir sie im Antragsprozess unterstützen.“

„Bund, Land und Landeshauptstadt ziehen an einem Strang, um digitalen Fortschritt in unsere Schule zu bringen. Wiesbadens ambitioniertes Programm steht mit den Zusagen auf sicherer Basis.“Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende

Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende zeigte sich erfreut über die bewilligten Mittel und ging näher auf die Digitalisierung der Schulen in Wiesbaden ein: Die Zuwendungen aus dem Digitalpakt bedeuten einen großen Schub für die digitale Ausstattung von Wiesbadens Schulen. Ich freue mich, dass Wiesbaden bei den Förderzusagen zeitlich so weit vorn liegt. Das zeigt, dass die Umsetzung des Programms von unseren Fachleuten schnell und präzise vorbereitet wurde.

Mit Stand Mitte Juli 2020 verfügen inzwischen 1222 Schulen in Hessen über Gigabitanbindung im Vergleich zu 609 Schulen (30%) im Oktober 2019, das bedeutet eine Steigerung um über 100%. Bei weiteren 708 Schulen (35%) ist der Gigabitanschluss bereits in Planung.“ – Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus

Hessens Ziel sei es, die Schulen in die Lage zu versetzen, alle Schüler unter Anleitung ihrer Lehrkräfte an digitale Medien heranzuführen, ihnen die Chancen und Perspektiven neuer Technologien zu eröffnen und letztlich auf ein Leben und Arbeiten in der digitalisierten Welt vorzubereiten, betonte die Hessische Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus. Allein in den letzten neun Monaten habe Hessen weitere 600 Schulen mit einer gigabitfähigen Leitung versorgen. Damit sind jetzt 61 Prozent der Hessischen Schulen gut an das World Wide Web angebunden.

„Die ersten Tablets und Notebooks sind bereits verteilt, und weitere werden zügig folgen.“ – Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz

Digitalisierung heißt aber nicht nur die Infrastruktur zur Verfügung zu stellen: Hessen stelle seinen Schulen aber nicht nur digitale Infrastruktur zur Verfügung, sondern nehme gemeinsam mit dem Bund bis zu 50 Millionen Euro in die Hand, um bedürftige Schüler mit digitalen Endgeräten auszustatten, ergänzte der Kultusminister.  Zusätzlich arbeite die Bildungsverwaltung mit Hochdruck am Ausbau der digitalen Lehr- und Lernplattform, dem „Schulportal Hessen“. Seine wesentliche Funktionen sollen noch n diesem Jahr allen Schulen in Hessen zur Verfügung stehen.

v.l.n.r.: Matthias Böer, Schulleiter der Sophie-und-Hans-Scholl-Schule in Wiesbaden, Astrid Wallmann, Mitglied des Hessischen Landtags, Prof. Dr. R. Alexander Lorz, Hessischer Kultusminister, Gert-Uwe Mende, Oberbürgermeister der Stadt Wiesbaden, Claudia Keck, Leiterin des Staatlichen Schulamtes für den Rheingau-Taunus-Kreis und die Stadt Wiesbaden

v.l.n.r.: Matthias Böer, Schulleiter der Sophie-und-Hans-Scholl-Schule in Wiesbaden, Astrid Wallmann, Mitglied des Hessischen Landtags, Prof. Dr. R. Alexander Lorz, Hessischer Kultusminister, Gert-Uwe Mende, Oberbürgermeister der Stadt Wiesbaden, Claudia Keck, Leiterin des Staatlichen Schulamtes für den Rheingau-Taunus-Kreis und die Stadt Wiesbaden Foto:  Hessisches Kultusministerium

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Die offizielle Internetseite zum Förderprogramm finden Sie unter digitale-schule.hessen.de.

 

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