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Homophoben Vorfälle im Gesundheitsamt Wiesbaden

Die homophoben Vorfälle dürfen sich nicht wiederholen

Nach den im Frühjahr bekannt gewordenen Fällen, wonach gleichgeschlechtliche Paare bei der Erstellung von Gutachten zur Adaption benachteiligt wurden, hat diese Woche die Aufarbeitung der homophoben Vorfälle begonnen.

Volker Watschounek 10 Monaten vor 0

Diversitätsschulungen. Überprüfung der Gutachten. Qualitätszirkel. Maßnahmen, die in Zukunft homophoben Vorfälle verhindern sollen.

Ergebnisse und Schlussfolgerungen nach homophoben Vorfällen in Wiesbaden: Der Runde Tisch zur Aufarbeitung der homophoben Vorfälle im Gesundheitsamt Wiesbaden hat am Donnerstag, 7. September, auf Einladung von Gesundheitsdezernentin Milena Löbcke erstmals getagt und Stellung bezogen..

Schlussfolgerungen und Maßnahmen

Diversitätsschulungen: Alle Mitarbeitenden des Gesundheitsamtes Wiesbaden werden bis zum Jahresende eine Schulung zu Fragen der Diversität absolvieren.

Freigabe ablehnender Gutachten: Ablehnende Gutachten müssen zukünftig vor dem Versand durch die vorgesetzte Ebene freigezeichnet werden.

Qualitätszirkel: Unter den Amtsärztinnen und -ärzten wird ein verbindlicher regelmäßiger Austausch (Qualitätszirkel) institutionalisiert.

Im Frühjahr war öffentlich bekanntgeworden, dass gleichgeschlechtliche Paare im Jahr 2022 bei der Erstellung medizinischer Gutachten zur Adoption unrechtmäßig benachteiligt worden waren. Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende entschuldigte sich persönlich im Mai im Rahmen des Regenbogenempfangs bei den Betroffenen. Direkt nach Amtsantritt im Juli hatte Gesundheitsdezernentin Löbcke zu einem Runden Tisch eingeladen, um Schlussfolgerungen aus diesen Fällen zu ziehen und vergleichbare Fehlbegutachtungen zukünftig zu verhindern.

Runder Tisch

Am Runden Tisch nahmen verschiedene Vereine und Verbände der queeren Wiesbadener Community, die Amtsleitungen des Gesundheitsamtes und des Personalamtes, der Leiter der LSBT*IQ-Koordinierungsstelle der Landeshauptstadt Wiesbaden und die Gesundheitsdezernentin teil.

Gesundheitsdezernentin Löbcke äußerte sich positiv über den Verlauf des Runden Tisches: Im Rahmen des runden Tischs sagte sie, dass es ihr wichtig sei, zu betonen, dass die beschuldigten Gutachter nicht mehr im Gesundheitsamt Wiesbaden beschäftigt sind.

Aufklärung und Schulungen

Vor dem Hintergrund der homophoben Vorfälle im Gesundheitsamt Wiesbaden hat der Runde Tisch intensiv über strukturelle Schlussfolgerungen diskutiert, von denen bereits einige in die Umsetzung übergegangen sind. Ein wichtiger Schritt ist die Einführung von Diversitätsschulungen für alle Mitarbeitenden des Gesundheitsamtes Wiesbaden. Bis zum Jahresende sollen diese Schulungen abgeschlossen sein, um ein besseres Verständnis für Fragen der Diversität zu fördern.

Ebenfalls wird es zukünftig eine Überprüfung der ablehnenden Gutachten geben, bevor sie versendet werden. Dieser Prozess wird durch die vorgesetzte Ebene freigezeichnet, um sicherzustellen, dass Vorurteile oder Diskriminierung keine Rolle mehr spielen.

Des Weiteren wird unter den Amtsärzten ein verbindlicher und regelmäßiger Austausch in Form eines Qualitätszirkels eingeführt. Dies soll dazu beitragen, die Qualität der medizinischen Gutachten zu erhöhen und sicherzustellen, dass Diskriminierung keinen Platz hat.

Abschließende Botschaft

Die Ergebnisse des Runden Tisches markieren einen wichtigen Schritt in Richtung Gleichberechtigung und Toleranz in Wiesbaden und setzen ein starkes Zeichen gegen Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität.

Foto oben ©2023 Pixabay

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Einen Kontakt zum und die Internetseite vom Gesundheitsamt finden Sie unter www.wiesbaden.de.

 

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Geschrieben von

Volker Watschounek lebt und arbeitet als freier Fotograf und Journalist in Wiesbaden. SEO und SEO-gerechtes Schreiben gehören zu seinem Portfolio. Mit Search Engine Marketing kennt er sich aus. Und mit Tinte ist er vertraut, wie mit Bits und Bytes. Als Redakteur und Fotograf bedient er Online-Medien, Zeitungen, Magazine und Fachmagazine. Auch immer mehr Firmen wissen sein Know-how zu schätzen.