In der Nacht von Montag auf Dienstag wurde die Corona Warn-App zum Download bereitgestellt. Die  Installation und Nutzung der App ist jedem selbst überlassen. Es gibt keine Pflicht-Installation.

Das Prinzip ist einfach. Seit Dienstagmorgen steht die deutsche Corona-Warn-App bereit. Damit  beginnt keine staatliche Überwachung. Die Installation und Nutzung ist freiwillig. Sie dient ausschließlich dem Schutz der Besitzer von Smartphones. Sie ermittelt über Bluetooth, welche Personen sich nahegekommen sind. Wenn sich später herausstellt, dass eine der Personen sich mit Corona infiziert hat, kann das nachvollzogen werden – und der Handybestitzer wird darüber informiert. Das Ganze funktioniert natürlich nur, wenn beide ein Smartphone haben und diese eingeschaltet hatten. Ebenso gilt, dass die Warn-App zuverlässiger wird, umso mehr Menschen mitmachen. Da aber keine Pflicht besteht, wird es größere oder kleinere Graubereiche geben.

Meinungsumfrage: Warn-App „Ja“ oder „Nein“

Erste Tests in Medienkreisen haben gezeigt: Die Corona Warn-App läuft stabil und sicher. Allen Ängsten und Zweiflern zum Trotz, nein, sie legt den Akku des Smartphones nicht lahm. Sie läuft im Hintergrund und ist sparsam. Es gibt aber auch nicht viel zu klicken und zu pushen. Die App bietet keine Möglichkeit zu interagieren. Sie ist da, um im Fall der Fälle den Nutzer zu warnen. Ihre Aufgabe ist die Risiko-Ermittlung mit der Aufzeichnung von Begegnungen, die Berechnung des Infektionsrisikos und erläuternde Hilfetexte.

Wie kommt die App auf mein Handy?

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Die Corona Warn App kommt/ist da. Nutzen oder nicht nutzen? Was denkt Ihr?

Apple und Google waren mit im Boot. Zusammen haben sie dafür gesorgt, dass die App auf iPhones und Android-Geräte geladen werden kann. Bei Apple soll zum Starten der App iOS 13.5  notwendig sein. Ältere iPhones wie das 5, 5s oder 6 werden Berichten des Bayerischen Rundfunk zufolge nicht unterstützt. Bei Android-Geräten ist für das Laden der App eine 6er Version Voraussetzung. Auch hier könnte es ein K.O.-Kriterium geben: Google Play Services. Ohne soll es nicht laufen. Auwei soll es gelungen sein, das Hindernis zu umgehen. Für jeden praktischen Hinweis und Erfahrungsbericht sind wir dankbar. Natürlich geht das ganze nur, wenn Sie die Bluetooth-Funktion eingeschaltet haben.
Für Besitzer sehr alter Smartphones mit dem Betriebssystem Windows Phone oder einem Blackberry-System dürfte es dagegen keine Corona-App geben.

Wie funktioniert die App?

Zeit und Distanz spielen bei der Funktion der App die führende Rolle. damit Daten erhoben werden, ist es notwendig, dass sich zwei Personen mindestens 15 Minuten lang nahe sind. Erst dann werden Daten via Bluetooth ausgetauscht.

Ersetzt die App andere Maßnahmen?

Nein. Abstandhalten und Mund-Nasen-Schutz sind und bleiben die wirksamsten Mittel zur Eindämmung des Virus.

Was ist zu tun, wenn mich die App warnt?

Gehen Sie nicht über Los, nehmen Sie keinen Bus sondern kümmern Sie sich darum, einen Corona-Test machen zu lassen. Am Besten kontaktieren Sie die Ärzte-Hotline 116117 oder wenden sich an Ihr zuständiges Gesundheitsamt. Eine Quarantänepflicht auf Basis der Warn-App besteht nicht. Eine offizielle Quarantäne kann nur das Gesundheitsamt verhängen.

Kann sich jemand „zum Spaß“ als Corona-infiziert melden?

Nein, das geht nicht. Um seinen Status in der App zu ändern, muss ein positiver Corona-Test vorliegen – und bevor der Nutzer seine Kontakte über Handy informieren kann, wird der Status verifiziert. Das soll über einen QR-Code oder über eine TAN geschehen. Das Testlabor sitzt als Kontrollinstanz mit im Boot.

Und  im Ausland?

Nein, wenn überhaupt, hat jedes Land sein eigenes System. Das bedeutet, auf Mallorca nützt die Warn-App nur, wenn sie in einer deutschen Community unterwegs sind – und hier die Mitglieder die App ebenso installiert haben. (Foto: Originalbilder bearbeitet Volker Watschounek ©2020 Pixabay)

So bewerten User die App

Die App funktioniert bei mir stabil und macht sich im Grunde nicht bemerkbar. Die Risikobewertung verschafft zusätzliche Sicherheit und die durch die verbesserte Nachverfolgbarkeit von Infektionsketten ist ein wichtiges Instrument, dass wir diese Krise schneller hinter uns lassen…  Das ist unterstützenswürdig, schreibt Charly Roger im App Store.

Schnell installiert und übersichtlich gestaltet, schreibt eg_s

Das Warten hat sich gelohnt. Einfach zu bedienen und übersichtlich gestaltet. Der Sinn erschließt sich hoffentlich jedem selbst, schreibt larsvivendi.

Einfach und übersichtlich, kann man im Hintergrund laufen lassen und stört nicht, schreibt Kukula87. 

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Die offizielle Internetseite des Robert-Koch-Instituts mit Fallzahlen finden Sie unter: www.rki.de.

 

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