Bäume sprechen zu vorbeifahrenden Autos – zu den Menschen hinter den Lenkern. Viele davon lügen. Plakate klären auf: „Auch mit City-Bahn bleibt dieser Baum stehen.“

Wer von der Brita-Arena am Bahnhof vorbei in die Biebricher Allee fährt, sieht überall die gleichen Plakate. Plakativ weisen Sie darauf hin, dass Bäume der City-Bahn weichen müssen. Der DGB Wiesbaden und die Initiative Gemeinwohl hat Vorfahrt weisen darauf hin, dass nicht jeder Baum betroffen ist und machen sich stark gegen die massiven Falschmeldungen zur City-Bahn. Die Plakate an den Bäumen entlang des Gustav-Stresemann-Rings oder der Biebricher Allee unterstellen, dass es geplant sei, dem Stadtgrün auf ganzer Strecke mit der Axt ein Ende zu bereiten. Das stimmt nicht.

„Wir wissen: Kein alter Baum wird durch eine Ersatzpflanzung einfach ersetzt. Es dauert einige Jahre, bis seine  Filterfunktion wieder erreicht sein wird. Dass die geplanten Fällungen so gering wie möglich gehalten werden, versteht sich unter Umweltgesichtspunkten von selbst.“ – Sascha Schmidt, DGB

Nach derzeitigem Planungsstand bleiben beim Bau der City-Bahn 90 bis 85 Prozent des Baumbestands erhalten. Für davon abweichende Vorhaben gibt es keinerlei Belege. Die Initiative Gemeinwohl hat Vorfahrt und der DGB Wiesbaden Rheingau-Taunus sagen: Jede und jeder hat das Recht, die Realität unterschiedlich zu bewerten. Falsche Tatsachenbehauptungen haben mit einer solchen Bewertungsfreiheit nichts zu tun. Um Klarheit zu verschaffen, verbreitet der DGB seit Montag die Botschaft: Auch mit der City-Bahn bleibt dieser Baum stehen. Die einen sind dafür, die anderen sind dagegen. So ist das immer wenn zwei verschiedene Meinungen aufeinandertreffen. In sachlich geführten Diskussionsrunden, gewinnen in der Regel die Argumente: sofern sie stimmen. Hier gilt es aufzupassen.

Wir liefern damit Interessierten eine Informationsquelle mit Substanz, um die Debatte zu versachlichen und den Horrormeldungen der Gegner der City-Bahn etwas entgegen zu setzen.“ – Hans-Georg Heinscher, Gemeinwohl hat Vorfahrt

Dass der Schutz und Erhalt möglichst vieler Bäume auch der Initiative und dem DGB wichtig sind, betont der Sprecher der Initiative Gemeinwohl hat Vorfahrt, Hans-Georg Heinscher. Die Darstellung, die City-Bahn gefährde den Baumbestand in Wiesbaden mehr als der Individualverkehr, sei falsch. Vielmehr komme die City-Bahn ohne Verbrennungsmotoren aus. Verbrennungsmotoren blasen große Mengen an Feinstaub, Stickoxiden und Kohlendioxid in die Luft. Und es seien diese Schadstoffe, die die Gesundheit von allen Bäumen sowie die Gesundheit der Menschen massiv gefährden. Da gibt es wenig zu diskutieren. Um sich eine klare Meinung zu verschaffen, laden die Initiative „Gemeinwohl hat Vorfahrt“ und der DGB ein, am kommenden Sonntag, 24. Oktober an der Demonstration der Initiative Pro City-Bahn teilzunehmen und fragen sachlich zu klären.

Baumfrage

Eine Detailauskunft gibt die interaktive Baumkarte die hier zu finden ist.

Interaktive Baumkarte

Interaktive Baumkarte (pro citybahn)

Verkehrsentwicklung in Wiesbaden

Am Samstag, dem 24. Oktober 2020 startet am Kochbrunnen um 16:00 Uhr eine Führung zur Geschichte der Verkehrsentwicklung in Wiesbaden. Unser Mitglied Georg Habs stellt anhand zahlreicher Fotografien und von ihm recherchierten Fakten dar, welche „Lust und Last“ die Nutzung unterschiedlicher Verkehrsmittel einst ausgezeichnet hat und heute noch auszeichnet. Von dem ursprünglichen Kurzentrum geht es über die Wilhelmstraße und Rheinstraße bis zum Luisenplatz. Dort beendet Habs seine Führung mit einer persönlichen Einschätzung der Bedeutung der geplanten City-Bahn für die Zukunft unserer Stadt.

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Die offizielle Internetseite der Initiative Pro CityBahn finden Sie procitybahn.de.

 

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