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Der Aufzug Kransand verbindet das Kasteler Rheinufer nach der Störung wieder barrierefrei mit der oberen Stadtebene.

Kransand-Aufzug nach Vandalismusschäden repariert

Monatelang steht der Aufzug Kransand still, nun fährt er wieder. Nach massiven Vandalismusschäden und langen Lieferzeiten ist die Anlage am Kasteler Rheinufer instandgesetzt. Die Rückkehr bringt Barrierefreiheit zurück – und zeigt, wie teuer mutwillige Zerstörung wird.

Volker Watschounek 2 Monaten vor 0

Der Aufzug Kransand am Rheinufer ist wieder in Betrieb. Repariert nach Vandalismus, verzögert durch Lieferprobleme, kehrt Barrierefreiheit zurück.

Er steht still, wenn er fehlt – und fällt kaum auf, solange er funktioniert. Der Aufzug „Kransand“ am Kasteler Rheinufer zählt zu jenen stillen Infrastrukturen, die den Alltag vieler Menschen erleichtern. Ab sofort tut er genau das wieder. Nach Monaten der Sperrung nimmt die Anlage ihren Betrieb wieder auf und verbindet das Rheinufer erneut barrierefrei mit der höher gelegenen Stadtebene.

Vandalismus mit Folgen

Ende August 2025 endet die Fahrt abrupt. Massive Vandalismusschäden setzen den Aufzug außer Gefecht. Die äußere Schachttür auf Höhe des Rheinufers sowie eine innere Kabinentür geben auf – nicht durch Verschleiß, sondern durch mutwillige Zerstörung. Die Stadt zieht die Reißleine und nimmt die Anlage aus Sicherheitsgründen außer Betrieb. Wer seit dem mit Kinderwagen, Rollstuhl oder schwerem Gepäck unterwegs war, lernte schnell, wie steil Kastel sein kann.

Reparatur ohne technische Dramen

Die Instandsetzung selbst verlangte keine ingenieurtechnischen Kunststücke. Die beschädigten Türen wurden vollständig ersetzt, die Anlage technisch überprüft und wieder betriebsfähig gemacht. Rund 20.000 Euro kostete die Beseitigung der Schäden – Geld, das nicht in Verbesserungen floss, sondern in die Wiederherstellung des Status quo. Ein Betrag, der erst einmal nüchtern wirkt, aber zeigt, wie teuer Vandalismus für die Allgemeinheit wird.

Lieferketten bremsen den Betrieb

Warum also stand der Aufzug monatelang still? Nicht die Arbeit verzögerte sich, sondern das Material. Bereits bei der Bestellung kündigten die Hersteller eine Lieferzeit von zwölf Wochen an. Dann hakte es bei einem Subunternehmer. Weitere zehn Wochen vergingen, bis die Bauteile eintrafen. Der Aufzug wartete, das Rheinufer auch. Die Reparatur geriet so zum Lehrstück über fragile Lieferketten – selbst bei überschaubaren Projekten.

Blick auf das Freizeitgelände Kransand ©2026 LH Wiesbaden
Foto – Blick auf das Freizeitgelände Kransand ©2026 LH Wiesbaden

Mehr als nur Technik

Mit der Wiederinbetriebnahme kehrt mehr zurück als eine Kabine aus Metall und Glas. Der Aufzug Kransand schafft Zugang, ermöglicht Teilhabe und spart Umwege. Er zeigt, wie sehr Stadtleben von funktionierender Infrastruktur abhängt – und wie schnell sie fehlt, wenn jemand sie mutwillig zerstört. Jetzt fährt der Aufzug wieder. Still, zuverlässig und hoffentlich dauerhaft.

Foto – Der Aufzug Kransand verbindet das Kasteler Rheinufer nach der Störung wieder barrierefrei mit der oberen Stadtebene. ©2026 LH Wiesbaden

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