Die Corona-Inzidenz liegt in Deutschland erstmals über 1000. Das RKI meldet über 200000 Neuinfektionen. In Wiesbaden liegt die Inzidenz bei einem Zuwachs von 1475 bei 1908,1. 

Täglich gehen mehrere Hundert bis Tausend positive Laborbefunden im Gesundheitsamt Wiesbaden ein. Trotz Prozessumstellungen und -optimierungen ist es dem Amt seit dem 27. Januar nicht mehr möglich, die Corona-Fallzahlen tagesaktuell an das Robert-Koch-Institut (RKI) zu übermitteln. In den Rankings des RKI werden in naher Zukunft daher Näherungswerte ausgewiesen.

1000 Fälle Rückstand im Gesundheitsamt

Das Gesundheitsamt hatte bereits frühzeitig damit begonnen, Personalkapazitäten neu zu verteilen und Prozesse zu optimieren, wodurch die tagesaktuelle Fallmeldung und Bearbeitung bislang nahezu deckend sichergestellt war. Jetzt meldet das Gesundheitsamt wieder einen Rückstand von 1000 Fällen. Die Mitarbeiter arbeiten mit Hochdruck daran, die Rückstände zeitnah aufzuarbeiten. Hintergrund für die sehr hohen Fallzahlen in Wiesbaden ist weiterhin das diffuse Infektionsgeschehen, das sich auch in Bildungs- und Pflegeeinrichtungen widerspiegelt. Größere Infektionsgeschehen oder Hotspots, beispielsweise im Zusammenhang mit Veranstaltungen, sind nicht bekannt.

Blick über die Grenzen

Auch anderswo haben die Gesundheitsämter von Städten und Kommunen Probleme, die Corona-Fallzahlen zeitnah zu übermitteln. In Frankfurt gestalten sich die Probleme anderer Natur. Das Frankfurter Gesundheitsamt hat Schwierigkeiten mit der Meldesoftware des RKI. Dadurch verzögert sich auch die Quarantäne-Anordnung für positiv Getestete. Auf unsere Frage, ob in Wiesbaden ähnlich wie in Frankfurt durch die verzögerte Bearbeitung positiv getestete Personen erst später als üblich vom Gesundheitsamt die Anordnung erhalten, erfahren wir, dass es von Seiten des Gesundheitsamts in Wiesbaden keine Anordnung gibt. Für positiv getestete Personen ergebe sich die Pflicht zur Absonderung direkt aus der aktuell gültigen Fassung der Coronavirus-Schutzverordnung des Landes Hessen. Eine Bescheinigung durch das Gesundheitsamt sei hierfür nicht mehr erforderlich. Quarantäne-Bescheinigungen erhielten nur die engen Kontaktpersonen, die nicht im gleichen Haushalt leben, so Elisabeth Mock, Pressereferentin der Landeshauptstadt. Bleibt festzuhalten: verschiedene Städte, andere Sitten! Was da das bessere ist?

Es gelten folgenden Corona-Regeln

Corona-Regeln in Hessen ab dem 11. Juli

Corona-Regeln in Hessen ab dem 11. Juli

Foto oben: ©2021 Volker Watschounek

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