Familien in Nöten. Kita-Kinder und Grundschüler sind daheim:  Sie sind daheim, eingesperrt in der häuslichen Umgebung. Der Eltern-Protest gegen das Kontaktverbot der Kleinen wächst. Eine klare Perspektive fehlt. 

Die Empfehlungen der Familienminister der Länder zur Notbetreuung in den Einrichtungen der Kindertagesbetreuung werden in Hessen überwiegend bereits umgesetzt. Mit dem Beschluss von Dienstag, an dem die Hessische Landesregierung mitgewirkt hat, haben sich die Länder unter Beteiligung des Bundesgestern auf Stufen zur behutsamen Öffnung der Kindernotbetreuung verständigt. Von zentraler Bedeutung ist es, dass die Länder selbst entscheiden, wann sie unter Berücksichtigung des jeweils regionalen Infektionsgeschehens und in eigener Verantwortung welche Maßnahmen ergreifen. Kita

„Wir wissen, welche Herausforderung die seit mehreren Wochen bestehende Situation für Kinder und ihre Familien mit sich bringt und arbeiten täglich intensiv daran, sie dabei zu unterstützen.  Um die Situation von Kindern und ihren Familien zu erleichtern,  hat Hessen die Empfehlungen für die ersten beiden Stufen zu einem großen Teil bereits umgesetzt.“ – Kai Klose, hessischer Sozial- und Integrationsminister

Erste Stufe – eingeschränkter Notbetrieb – Die zwischen den Ländern entwickelten vier Stufen beschreiben die Schritte hin bis zur vollständigen Öffnung der Kindertagesbetreuung. Die erste Stufe, der eingeschränkte Notbetrieb ist in Hessen bereits seit Wochen Alltag. In dieser Phase verlangt der Infektionsschutz ein Betretungsverbot in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung. Für Kinder von Eltern, die zur Aufrechterhaltung gesellschaftlicher Funktionsbereiche notwendig sind, ist eine Notbetreuung in kleinstmöglichen Gruppen eingerichtet – sie hat in Hessen am 16. März begonnen.

Behutsame Erweiterung der Notbetreuung

Zweite Stufe – Die zweite Stufe beschreibt die flexible und stufenweise Erweiterung der Notbetreuung. Die Betretungsverbote bleiben grundsätzlich bestehen. In Hessen gehört auch diese Stufe inzwischen zum Alltag. Durch die verbesserte infektionshygienischen Lage wurde die Notbetreuung in behutsamen Schritten bereits am 23. März 2020 ausgeweitet, um so die Notbetreuung für Kinder zu ermöglichen, bei denen nur ein Elternteil in einem der definierten Berufe arbeitet. Hessen ist zuletzt am 20. April 2020 mit der Ausweitung der Notbetreuung für Kinder von berufstätigen Alleinerziehenden final in diese zweite Phase eingetreten und befindet sich im bundesweiten Vergleich damit in der Gruppe der Länder, die die Notbetreuung bereits vergleichsweise weit geöffnet haben.

Ausweitung der berechtigten Berufsgruppen

Dritte Stufe – „Der mögliche Eintritt in die dritte Stufe des Papiers richtet sich nach dem Verlauf des Infektionsgeschehens“, betont Klose. „Das Betretungsverbot in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung wurde beschlossen, um die Infektionsketten zu durchbrechen und den Gesundheitsschutz für die betreuten Kinder, deren Familien und die Fachkräfte zu wahren. Aufgrund der epidemiologischen Situation ist es leider weiterhin notwendig, die Notbetreuung nur für einen kleinen Kreis zu öffnen und weitere Schritte sehr behutsam zu gehen.“

Rückstufung bei einem Anstieg

Die dritte Stufe der Öffnung würde die weitere Ausweitung der anspruchsberechtigten Gruppen ermöglichen. Kommt es zum erneuten Anstieg des Infektionsgeschehens, müssen Träger und Einrichtungen aber darauf vorbereitet sein, im Rahmen einer Rückstufung auf eine frühere Phase wieder auf eine Notbetreuung umstellen zu können. „Grundsätzlich müssen wir auch berücksichtigen, dass für jede weitere Öffnung weitere Fachkräfte zur Betreuung benötigt werden“, erklärt Klose. „Aufgrund von Vorerkrankungen oder ihres Alters sind aber nicht alle Fachkräfte der Kindertagesbetreuung verfügbar. Auch ihr Gesundheitsschutz muss gewährt sein.“

Vierte Stufe

Die vierte Stufe des Papiers sieht die Rückkehr zum Regelbetrieb vor.

Stichtag 10. Mai

Kita
In Hessen bleiben die Kitas und Kindertagespflegestellen vorerst bis 10. Mai geschlossen. Die Landesregierung wird weiterhin täglich die epidemiologische Lage in Hessen bewerten. Wir befinden uns in Hessen am oberen Ende der Stufe zwei in der Kindernotbetreuung. Nun müssen die Folgen der bisher stattgefundenen Lockerungen bewertet werden“, erläutert Klose. „Mit der Bund-Länder-Einigung haben wir gemeinsam eine gute Struktur erarbeitet, wie eine behutsame Öffnung aussehen kann und so Orientierung verschafft.

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