Alle Impfberechtigten der Gruppe 1 können ab Mittwoch, 3. Februar, wieder Termine vereinbaren. Die Senioren in der Altersgruppe über 80 sind hier mit inbegriffen.

Die Hessische Landesregierung hat ihre Impfstrategie für die nächsten Wochen fortgeschrieben. Ziel ist es, allen Bürgern, die der ersten Priorisierungsgruppe angehören, Termine für die Erst- und Zweitimpfung gegen das Corona-Virus zu ermöglichen. Das Anmeldeverfahren per Telefon oder über das Internet startet am 3. Februar. Etwa 550000 Menschen in Hessen sind aktuell nach der bundesweit geltenden Impfverordnung berechtigt, die schützenden Dosen priorisiert zu erhalten. Dabei handelt es sich ganz mehrheitlich um Senioren, die mindestens 80 Jahre alt sind.

„Alle zurzeit Impfberechtigten können ab nächsten Mittwoch ihre zwei Termine buchen. Geimpft wird ab dem 9. Februar erstmals in allen 28 hessischen Impfzentren. Dabei öffnen wir nicht nur alle Impfzentren vor Ort, sondern auch dauerhaft das Anmeldeverfahren.“ – Innenminister Peter Beuth und Gesundheitsminister Kai Klose.

Innenminister Peter Beuth und Gesundheitsminister Kai Klose betonten, dass es wegen der geringen Zahl an Impfdosen leider noch viele Wochen dauern werde, bis alle Personen aus der höchstpriorisierten Gruppe geimpft seien. Unabhängig davo, gebe das Land den Personen, die den Schutz am dringendsten benötigten jetzt die Gelegenheit, sich mit Planungssicherheit bestmöglich auf die Impfung vorzubereiten. Jeder aus der Gruppe 1, der sich impfen lassen möchte, kann ab Mittwoch seine zwei Termine vereinbaren, so die Minister.

„In Hessen gilt: Jede Lieferung wird halbiert. So garantieren wir die notwendige Zweitimpfung. Geimpft ist, wer beide Dosen erhalten hat. Ein Pokern mit Impfdosen wird es für eine kurzfristig hohe Erstimpfungsquote in Hessen nicht geben.“ – Innenminister Peter Beuth

Zurzeit stehen in der Bundesrepublik Impfstoffe der Firma Biontech sowie des Herstellers Moderna zur Verfügung. Trotz aktuell reduzierter Lieferungen von Biontech hat das Mainzer Unternehmen stetige Lieferungen und konkrete Mengen über mehrere Wochen in Aussicht gestellt. Wöchentlich sollen demnach durchschnittlich fast 60000 Impfdosen des Herstellers nach Hessen geliefert werden. Sie werden fortan ausschließlich den 28 Impfzentren zur Verfügung gestellt. Seine Impfstrategie werde das Land beibehalten. Das bedeutet, dass auch in den nächsten Wochen 50 Prozent der Impfdosen für die nötige Zweitimpfung zurückgehalten werden.

„Der tatsächliche Fortschritt der Bundesländer beim Impfen lässt sich sinnvoll nur an der Zahl der Zweitimpfungen bemessen. Nur wer zwei Dosen erhalten hat, genießt den vollen Impfschutz.“ – Innenminister Peter Beuth

Bisher hat Hessen 4800 Dosen der Firma Moderna erhalten, eine weitere Lieferung von etwa 7200 Dosen soll noch in dieser Woche ankommen. Ab kommender Woche werden diese ebenfalls hochwirksamen Impfstoffe für Erst- und Zweitimpfungen in Alten- und Pflegeheimen sowie in den besonders belasteten koordinierenden Krankenhäusern eingesetzt.

„Die Senioren in Alten- und Pflegeeinrichtungen brauchen den Schutz am dringendsten, deswegen werden wir dort mit größter Konsequenz weitermachen. “ – betonte Kai Klose.

Hessens Gesundheitsminister sieht sich in der Strategie, erst die Bewohner der Alten- und Pflegeheime sowie das besonders gefährdete Personal der (Kranken-)Pflege mit mobilen Teams zu impfen und erst danach alle Impfzentren Zentren zu öffnen, bestätigt. Der Schlüssel für die Akzeptanz des Impfangebots und das Vertrauen in die Impfung liege nicht zuletzt in der umsichtigen und guten Organisation des Impftermins. Klose hatte sich in Darmstadt und Frankfurt ein eigenes Bild vom Ablauf in den Impfzentren gemacht.

„Rund 60 Prozent der Bewohner haben schon die erste Dosis erhalten. Gerade hier ist eine hohe Impfquote, auch beim Personal, zum Schutz von Menschenleben besonders wichtig.“ – betonte Kai Klose.

Wichtigste Prämissen für die hessische Impfstrategie sind Verbindlichkeit nach der Terminvergabe und dass Zweitimpfungen stets sichergestellt sein müssen. Das nun entwickelte Verfahren für die gesamte Priorisierungsgruppe 1 fußt nach wie vor auf der Bedingung eines gleichmäßigen und stetigen Zuflusses von Impfstoffen durch den Bund. Das Land Hessen stellt grundsätzlich alle Impfstoffe, die hierzulande eintreffen, zur Hälfte für Erstimpfungen zur Verfügung und lagert die andere Hälfte für die wichtige Zweitimpfung sicher ein. Von bisher rund 240000 eingetroffenen Dosen Biontech wurden bisher rund 115000 Dosen für Erstimpfungen verwendet. Damit wurden bereits 96 Prozent der Dosen, die für Erstimpfungen zur Verfügung stehen auch verimpft.

Vom 19. Januar bis einschließlich 8. Februar 2021 werden in den Zentren Kassel, Heuchelheim, Fulda, Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt gut 60000 Angemeldete aus allen Landkreisen und kreisfreien Städten ihre Erstimpfung erhalten. Im Anschluss werden dieselben Personen dort auch ihre Zweitimpfungen erhalten.

Es wird keine zeitliche Beschränkung der buchbaren Termine für die impfberechtigten Senioren ab 80 Jahren geben.“ – Innenminister Peter Beuth und Gesundheitsminister Kai Klose.

Vom 9. Februar 2021 an erhalten alle 28 Zentren nach ihrem Bevölkerungsanteil Impfdosen, die dann in den Impfstraßen zum Einsatz kommen. Für den Hochtaunuskreis bedeutet das zum Beispiel, dass durchschnittlich pro Woche knapp 700 Dosen zur Verfügung stehen, im Landkreis Darmstadt-Dieburg sind es rund 880 und im Landkreis Hersfeld-Rotenburg etwa 350 Dosen pro Woche. Die ehemals Regionalen Impfzentren versorgen vom 9. Februar an noch für einige Wochen die 60000 Menschen aus der ersten Terminierungsphase mit Zweitimpfungen. Parallel startet aber auch dort der reguläre Impfbetrieb für die Bürger nur der eigenen Gebietskörperschaft.

Mobile Impfteams

Senioren ab 80 Jahren, die nicht in einem Alten- oder Pflegeheim leben sowie Angehörige mobiler Pflegedienste kommen für die Terminvereinbarung ab Mittwoch, 3. Februar 2021, infrage. Angehörige von Rettungsdiensten werden – wie auch das Personal in besonders belasteten Kliniken – in Selbstorganisation geimpft. Mobile Impfteams der 28 Impfzentren versorgen bereits seit Ende Dezember 2020 das Personal sowie die Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen mit den schützenden Dosen.

Zwei Wege zum Impftermin

Anmeldung per Telefon über 0611 505 92 888 oder 116 117

Anmeldung im Internet-Anmeldeportal über impfterminservice.hessen.de oder impfterminservice.de

Alle Wege führen gleichberechtigt zur Terminvergabe und beginnen am 3. Februar 2021.

Bitte beachten Sie unser aktuelles Infoblatt, das alle Schritte zur Anmeldung im Detail erklärt.

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Alle in Hessen geltenden Regelungen, Verordnungen und FAQs finden Sie unter corona.hessen.de

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