Das für und wieder der Technologie CityBahn hat Befürworter wie Gegner und bei derartigen Einschnitten sind alle Wiesbadener gefordert, sich damit auseinanderzusetzen.

Wiesbadens Bürger stecken keineswegs die Köpfe in den Sand. Sie beteiligen sich – und das zu Recht. In Abwägung von Pro und Contra wurde die Linienführung der Citybahn angepasst. Es heißt, die Kasteler Straße falle weg. Für die Luisenstraße komme die Rheinstraße: Damit folgen die Planer dem intensiv Austausch, der Kritik und den Anregungen von Wiesbadens Bürgern. Mit der erneut angepassten Streckenführung zeigen die Planer, dass sie den Dialog und die transparente Darstellung bei dem die Städte Mainz, Wiesbaden und Bad Schwalbach verbindendem Großprojekt ernst nehmen. Und trotzdem, die Gegner bleiben beharrlich auf der Spur.

 „Wir bieten einen ungewöhnlich detaillierten Einblick in Zahlen und Fakten, damit alle Bürger die weiteren Planungsschritte nachvollziehen können.“ –Hermann Zemlin, Geschäftsführer der CityBahn GmbH

Den vorläufigen Stand der Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) haben Wiesbadens und Mainzer Fachleute in einer neuen Broschüre zusammengefasst. Nach den neuesten Berechnungen weist sie für das rund 305 Millionen teuere Großprojekt aktuell einen Nutzen-Kosten-Quotienten von 1,5 stehen aus. Damit stehe die CityBahn GmbH gut da und habe auch noch Spielraum, falls es seitens der Politik oder der Bewohner beider Städte zu begründeten Änderungswünschen komme, so Eva Kreienkamp, Geschäftsführerin der CityBahn GmbH

Bürgerentscheid spaltet die Stadt

Bei allem Für und Wider sollen am Ende die Bürger entscheiden, so die Bürgerinitiative City Bahn. Stand 16. Mai unterstützen in Wiesbaden 3 705 Bürger in einer Petition die Forderung der Bürgerinitiative Mitbestimmung Citybahn – und Wiesbadens Bürgermeister Dr. Oliver Franz könnte sich vorstellen, den Bürgerentscheid in Wiesbaden mit den Landtagswahlen im Herbst zu verbinden. Einigen ist das viel zu früh: Schließlich stehe die Entwurfsplanung rst 2019 – und damit die Grundlage für den Planfeststellungsantrag.

Entwurfsplanung Citybahn

Ohne sich gegen den Bürgerentscheid auszusprechen wünscht sich Citybahn-Chef Hermann Zemlin für den möglichen Bürgerentscheid einen späteren Zeitpunkt. Mit Blick auf die nächsten Planungsschritte könnte dem Projekt ein termin nach den Sommerferien 2019 besser zu Gesicht stehen – und eine höhere Planungssicherheit feststehen, denn bis zum Sommer 2019 soll Entwurfsplanung stehen. Die Planung die aufzeigt, wo etwa Haltestellen hinkämen oder wie die genaue Linienführung über de Biebricher Allee aussehen kann. Denn soviel ist jetzt schon klar, den AlleenCharakter soll die Wiesbadener Einfallstraße keinesfalls verlieren – die Bäume somit weitestgehend erhalten bleiben.

Die nächsten Schritte im Planungsprozess

Nach dem Beschluss in den politischen Gremien wird die Linienführung für Wiesbaden und Mainz in den kommenden Monaten im Rahmen der Entwurfsplanung weiter ausgearbeitet. Dabei erarbeiten die Ingenieurbüros ein detailliertes und realisierbares Konzept, definieren die Lage der Haltestellen sowie wichtiger
Verknüpfungspunkte.

Die Bürgerinnen und Bürger werden wir laufend über die Zwischenergebnisse der Entwurfsplanung informieren. Anregungen der Bürgerinnen und Bürgern gehen dabei in die Entwurfsplanung ein.

Für die ausgearbeitete Linienführung erstellen die Planer dann voraussichtlich Mitte
2019 die Unterlagen für den Planfeststellungsantrag.

Anschließend erfolgt die erneute NKU für die festgelegte und durchgeplante
Linienvariante.

Auf Grundlage der Berechnungen werden Förderanträge erstellt und beim hessischen und rheinland-pfälzischen Verkehrsministerium eingereicht.

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