Tausende Motorradfahrer haben am Samstag in Wiesbaden gegen die drohenden Fahrverbote demonstriert. Die Biker-Demo überstieg in deer Größe die Erwartungen von Biker vor Freedom bei weitem.

Zuerst war nur die Mainzer Straße stadteinwärts gesperrt. Es dauerte keine 30 Minuten, da war auch die Spur stadtauswärts dicht – mit abgestellten Motorrädern. Mit über 7500 Bikern wurde die Zahl der erwarten Motorradfahrer bei der Biker-Demo in Wiesbaden mehr als verdoppelt. Pünktlich um 13:00 Uhr rollte der Korso nach Auskunft der Polizei durch die Innenstadt. Mehrere Straßen wurden dafür vorübergehend gesperrt. Zusammen haben sie gegen die möglichen Einschränkungen ihres Hobbys – gegen mögliche Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen sowie den im Raum stehenden Tuning-Verboten friedlich demonstriert. Wie die Polizei berichtet, verlief die Demo im Großen und Ganzem friedlich.

„Möglicherweise haben einige Betroffene wirklich Recht, wenn es in ihrem Wohngebiet am Wochenende zu erhöhtem Verkehrsaufkommen von Motorradfahrern kommt. Das mag nicht schön sein, aber das gehört zum Leben dazu.“ – www.harleysite.de

In Friedrichshafen am Bodensee kamen rund 5000 Motorradfans zusammen, in Stuttgart waren es rund 8000. Auch in Dresden, Düsseldorf und Schwerin trafen sich jeweils tausende Motorradfahrer. Dagegen half auch kein Verbot. Hatte die Stadt München die Groß-Demo aus Sicherheitsbedenken untersagt, ließen es sich rund 6000 Biker nicht nehmen, in der bayerischen Landeshauptstadt mit Hupkonzert, lauter Musik und Jubelrufen auf dem Mittleren Ring auf sich aufmerksam zu machen.

Impressionen aus Wiesbaden

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Fotos: Volker Watschounek und Brigitta Trost

Hintergrund

Die Bundesländer hatten sich mit einem Beschluss im Bundesrat Mitte Mai dafür eingesetzt, dass Motorräder weniger Lärm verursachen. Die zulässigen Geräuschemissionen sollen auf einen Wert begrenzt werden, der in etwa der Lautstärke eines vorbeifahrenden Lkw oder eines Rasenmähers entspricht. Auch Tuning, das sich erheblich auf die Lautstärke auswirkt, soll härter bestraft werden.

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Den vollständigen Beschluss des Bundesrates können Sie sich www.bundesrat.de herunterladen.

 

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