Glühwein ist ein alkoholhaltiges Heißgetränk, das in Mitteleuropa traditionell in der Adventszeit, häufig auf Weihnachtsmärkten, getrunken wird: so auch in Wiesbaden.

Die Zeit, als Glühwein gleich Glühwein bedeutete, ist lange vorbei. Allein die Schank-Stände haben mindestens zwei wenn nicht gar acht verschiedene im Ausschank. Das fängt an beim einfachen Glühwein rot und weiß, geht weiter über verschiedene Cuveés bis hin zum gerade bei jüngeren beliebten Heidelbeer-, Kirsch- oder Apfelglühwein.

Was ist Glühwein?

Heidelbeerglühwein? Kirschglühwein? Genau genommen ist hier die Grenze überschritten. Glühwein unterliegt dem Lebensmittelrecht. Laut diesem darf ein Glühwein  nur aus Rot- oder Weißwein bestehen. Wasser und zusätzlicher Alkohol sind tabu. Beeren und Schuss sowieso. In der Herstellung wird der Grundwein allein mi Gewürzen wie Zimt und Nelken verfeinert. Je nach Geschmack können Kardamom, Sternanis, Piment, Zitronen- und Orangenschale dem feinen Wein eine besondere Not verleihen.

Glühwein-Test, rein subjektiv

Die Note ist es, der Wiesbaden lebt! auf dem Sternschnuppenmarkt in der Mittagszeit nachgegangen ist. Und weil wir den Rest des Tages noch erleben wollten, konzentrierten wir uns auf die reinen Ausschänke: den Ausschank vom Weingut Johannes Ohlig, den Ausschank Goltz oder den Ausschank Husar. Insgesamt haben wir zu zweit sieben reine Schankstände besucht.

Stand Auswahl Preis Tester 1 Tester 2
58 4 3 Euro 3+ 3+
44 2 3 Euro 5 5
10 4 3 Euro 2 3
72 2 3 Euro 4 5
102 „15“ 1,50 Euro 5 3-
95 3 3 Euro 4+ 4+
88 5 3 Euro 3+ 4

Bewertet nach dem Schweizer Schulnotenprinzip: d. h. die 6 ist die beste Note.

Sieben Stände gleich sieben Glühweine und das Mal zwei: mitnichten. Um die Objektivität zu wahren, fragten wir immer nach einem Pfützchen des günstigsten Glühweins. Und das wurde, wie sich schnell offenbarte, geschmacklich eine große Herausforderung. Zur Halbzeit waren wir dankbar, beim Ausschank Goltz einen prächtigen Apfelsaft-Ingwer-Punch zu erhalten. Eine gute Alternative, etwa wenn es im Hals kratzt. Zurück zum Glühwein, den es inzwischen auch ohne Alkohol gibt. Aber das ist ein anderes Blatt.

Guter Glühwein?

Wie bewertet man eigentlich einen Glühwein? Nach dem Alkoholgehalt? Nach dem Zuckergehalt? Nach der Würze? Das ist Geschmackssache – und wenn man dann über Glühwein ins Philosophieren gerät, bleibt zu hoffen, dass es kein Außenstehender mitbekommt. Für die Vielzahl derer, die gerne auch mal drei, vier oder fünf Tassen Trinken ist es das wichtigste, dass am nächsten Tag der Schädel nicht brummt.

Keine Kopfschmerzen

Ob jetzt die geringe Menge oder die druchweg gute Qualität an Glühweinen dafür verantwortlich ist, dass wir von Kopfschmerzen verschont geblieben sind, mögen wir nicht beurteilen. Und wäre es doch so gekommen, wir hätten es auf das Durcheinander geschoben.

Glühwein ab 1,50 Euro

Allgemein ist festzuhalten: Alle Standbetreiber bieten Glühwein ab 3,00 Euro die Tasse an. Alle, nein. Der Stand 102 vor der Marktkirche sticht hier heraus. 1,50 kostet dort der günstigste Glühwein: rot wie weiß. Es sei ein einfacher Wein, erklärt die Verkäuferin. Einfach, trocken, würzig – all das, was wir im Grunde erwartet haben. Auf das Preis-Leistungsverhältnis bezogen, einfach spitze und geschmacklich nur von wenigen übertroffen. ∆

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