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385000 Menschen säumen die Straßen in Wiesbaden beim Fastnachtssonntagsumzg.

Straßenkarneval in Wiesbaden: Zwischen Regenschirm und Glühwein

Der Straßenkarneval in Wiesbaden startet wechselhaft: Regen und Wind prägen die ersten Tage, doch zum Wochenende könnte es trocken und frostig werden. Temperaturen um den Gefrierpunkt sorgen für rote Nasen – und vermutlich für steigenden Glühweinverbrauch entlang der Zugstrecke.

Volker Watschounek 4 Stunden vor 0

Trotz Regen und Kälte zieht es beim Straßenkarneval Tausende Wiesbadener in die Innenstadt – und warme Getränke werden zu treuen Begleitern.

Der Straßenkarneval trotzt seit jeher Wind und Wetter. Orkane, Schneeregen, Blitzeis – die Narren haben vieles erlebt. In diesem Jahr richtet sich der Blick in Wiesbaden vor allem nach oben: auf die Wolken. Die Vier-Tages-Aussicht verspricht zunächst Regen, teils auch Hagel und stürmische Böen. Doch pünktlich zum Wochenende könnte sich das Wetter beruhigen – und damit den Straßenkarneval in Wiesbaden retten.

Regen zum Auftakt, Hoffnung zum Finale

Für Donnerstag und Freitag kündigen Meteorologen unbeständiges Wetter an. Schauer ziehen über die Stadt, zwischendurch peitscht Wind durch die Gassen. Wer jetzt Kostüme plant, denkt besser wasserfest. Der Straßenkarneval und die Altweiberfastnacht beginnt also nass – aber nicht chancenlos.

Ab Samstag hellt sich die Prognose auf. Die Niederschläge sollen nachlassen, der Himmel könnte aufreißen. Statt Regen droht dann Kälte. Die Temperaturen sinken Richtung Gefrierpunkt, in der Nacht zu Sonntag rechnen Wetterdienste sogar mit Minusgraden. Der Straßenkarneval wechselt also vom Regencape zur Thermounterwäsche.

Kälte als Stimmungsmacher

Kalt heißt jedoch nicht schlecht. Im Gegenteil: Klare Winterluft kann die Farben der Kostüme leuchten lassen, Trommeln klingen schärfer, der Atem malt kleine Wolken in die Luft. Wer am Sonntag durch Wiesbadens Innenstadt zieht, erlebt womöglich frostige Finger – aber auch trockene Straßen.

Und natürlich reagiert der Straßenkarneval pragmatisch. Wo die Temperaturen fallen, steigen die Verkaufszahlen an den Glühweinständen. Heißer Apfelwein, Punsch oder andere „Starkmacher“ wandern in die Hände der Feiernden. Der Frost wird so zum Mitspieler im närrischen Treiben.

Archivfoto ©2024 Volker Watschounek

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