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Lena Gorelik wird mit dem Preis der Literaturhäuser 2026 ausgezeichnet und liest im April im Literaturhaus Villa Clementine in Wiesbaden

Preis der Literaturhäuser 2026 geht an Lena Gorelik

Der Preis der Literaturhäuser 2026 geht an Lena Gorelik. Die vielfach ausgezeichnete Autorin verbindet Literatur mit Haltung, sucht das Gespräch und stellt am 20. April ihren neuen Roman im Literaturhaus Villa Clementine in Wiesbaden vor.

Grafik: Kathleen Rother Redaktion2 2 Monaten vor 0

Lena Gorelik erhält den Preis der Literaturhäuser 2026 und liest im April im Literaturhaus Villa Clementine in Wiesbaden.

Die Entscheidung fiel einstimmig – und sie sendet ein Signal weit über Wiesbaden hinaus: Der Preis der Literaturhäuser 2026 geht an die Autorin und Essayistin Lena Gorelik. Das Netzwerk der Literaturhäuser, dem auch das Literaturhaus Villa Clementine angehört, würdigt damit eine Schriftstellerin, die Literatur nicht nur schreibt, sondern lebt.

Preis der Literaturhäuser

Der Preis der Literaturhäuser würdigt seit 2002 Autorinnen und Autoren, die Literaturveranstaltungen prägen und das Gespräch suchen. Zuletzt erhielten ihn Antje Rávik Strubel, Marlene Streeruwitz, Ingo Schulze, Sasha Marianna Salzmann und Fiston Mwanza Mujila. Das Preisgeld beträgt 20.000 Euro.

Seit ihrem Debütroman Meine weißen Nächte (2004) beobachtet Gorelik genau, hört hin, widerspricht. Mit Hochzeit in Jerusalem stand sie 2007 auf der Shortlist des Deutscher Buchpreis. Ihr Roman Wer wir sind erschien 2021, im Frühjahr 2026 folgt Alle meine Mütter im Rowohlt Verlag.

Schreiben als Haltung

Doch Gorelik beschränkt sich nie auf das gedruckte Wort. Sie diskutiert, moderiert, mischt sich ein. Für die Süddeutsche Zeitung und Die Zeit schreibt sie Essays, die Haltung zeigen und Nuancen suchen. Nach dem 7. Oktober 2023 gab sie als Mitherausgeberin von Trotzdem sprechen dem Dialog Raum. Sie stellte sich auf Bühnen, sprach mit Publikum, widersprach Vereinfachungen. Gemeinsam mit Carolin Emcke entwickelte sie eine Lese-Performance zu József Debreczenis Kaltes Krematorium und hielt so die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus wach.

Biografie zwischen Sprachen

1981 in St. Petersburg geboren, kam Gorelik 1992 mit ihrer russisch-jüdischen Familie nach Deutschland. Sie lernte Deutsch, studierte an der Deutschen Journalistenschule in München und vertiefte ihr Wissen im Elitestudiengang Osteuropastudien. Ihre Bücher kreisen um Herkunft, Identität, Zugehörigkeit. Sie erzählt von Migration, von Brüchen, von Familien – und sie tut das mit Witz und Wärme.

Preise begleiteten ihren Weg: der Bayerische Kunstförderpreis, der Ernst-Hoferichter-Preis, der Friedrich-Hölderlin-Preis und zuletzt der Heinrich-Mann-Preis 2024 für Essayistik. Sie lehrte Kreatives Schreiben, kuratierte 2023 das Literaturfestival Stuttgart und übernahm 2022 eine Poetikdozentur an der Universität Hannover.

Preisverleihung & Lesung

Am Montag, 20. April, um 19.30 Uhr stellt Lena Gorelik ihren neuen Roman im Gespräch mit Shirin Sojitrawalla im Literaturhaus Villa Clementine vor. Wiesbaden darf sich auf einen Abend freuen, der nicht nur liest, sondern fragt – und der zeigt, warum Literatur gerade jetzt Öffentlichkeit braucht.

Foto – Lena Gorelik wird mit dem Preis der Literaturhäuser 2026 ausgezeichnet ©2026 Amrei-Marie – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0

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Die Internetseite der Jungen Literaturhäuser finden Sie unter www.literaturhaus.net.

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