Windpark „Hohe Wurzel“ erhält grünes Licht vor Gericht. Zehn Windräder sollen 22.000 Haushalte klimafreundlich versorgen.
Der geplante Windpark Hohe Wurzel rückt einen Schritt näher zur Realisierung. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hebt auf Klage der ESWE Taunuswind GmbH die bisherige Feststellung des Landes Hessen auf. Damit gelten die zehn geplanten Windenergieanlagen erneut als „privilegierte Anlagen im Außenbereich“. Das Urteil bescheinigt dem Ausbauprojekt ein überragendes öffentliches Interesse.
Öffentliches Interesse gewinnt vor Gericht
Bereits 2020 hatte das Verwaltungsgericht Wiesbaden dem Unternehmen den Weg zur Genehmigung geebnet. Nun bestätigt der 11. Senat des VGH, dass die Flächenbeitragswerte für den Windenergieausbau nicht mehr bestehen. Rechtsanwalt Tobias Roß, der das Projekt seit 2016 begleitet, zeigt sich erleichtert: „Das Gericht hat viele offene Rechtsfragen im Sinne unserer Argumentation geklärt.“
Rückenwind für Klimaziele
Florian Hergesell, Geschäftsführer der ESWE Taunuswind, betont die Bedeutung des Standorts: „Der Taunuskamm zwischen Wiesbaden und Taunusstein gehört zu den windstarken Regionen in Hessen. Gutachten zeigen, dass wir den Windpark unter Wahrung des Artenschutzes errichten können.“ Mit einer Jahresproduktion von rund 85.000 MWh Strom können etwa 22.000 Drei-Personen-Haushalte versorgt werden.
Ökologische Verantwortung als Leitlinie
Jörg Höhler, Vorstandsvorsitzender der ESWE Versorgung AG, verweist auf die ökologischen Grundsätze des Unternehmens: „Wir verbinden Energiewirtschaft mit Verantwortung. Der Ausbau regenerativer Energien reduziert CO2-Emissionen spürbar und unterstützt die lokalen Klimaschutzziele.“
Ausblick und Verfahren
Noch steht eine Berufung des Landes Hessen gegen das Urteil des VG Wiesbaden aus. Die ESWE Taunuswind will die Verfahrensbeschleunigung aktiv vorantreiben. Ziel ist es, die fachlichen Streitfragen schnell zu klären, damit die Bauarbeiten zügig beginnen können.
Fazit – Der Windpark Hohe Wurzel zeigt exemplarisch, wie regionale Energieprojekte vor Gericht erfolgreich durchgesetzt werden können. Gleichzeitig liefert er einen bedeutenden Beitrag zur klimaneutralen Energieversorgung in Wiesbaden und stärkt die lokale Energiewende.
Symbolfoto ©2026 KI-generiert
Weitere Nachrichten aus dem Stadtteil Südost lesen Sie hier.
Mehr über ESWE Versorgung unter www.eswe-versorgung.de.



Hohlstraße voll gesperrt – so kommen Anwohner trotzdem durch
Wartepositionen verlegt: Notgrabung auf Busspur am Luisenplatz
Schwalbacher Straße: ESWE Versorgung baut an der Zukunft
E-Mobilität: Wiesbaden erreicht neuen Ladestationsrekord
250 Mal Glück: Wie Wiesbaden Wünsche wahr werden lässt 
