Welcher Beruf passt zu mir? – Diese Frage stellt sich jeder mindestens ein Mal im Leben. Manch einer trifft dabei die falsche Wahl und verbringt vierzig Jahre in einem öden Job – das muss nicht sein.

Bürokauffrau, Krankenpfleger, Journalist – oder doch lieber Kindergärtner? Die Berufswahl ist für junge Erwachsene eine Herausforderung. Kein Berufsanfänger will sich vertun – schließlich arbeitet man über vierzig Jahre. Der Bundesfreiwilligendienst hilft bei der Berufsorientierung: Ein Jahr lang kann jedermann in einen sozialen Beruf reinschnuppern – Alter, Geschlecht und Nationalität sind egal. So hat es auch Luisa Roth gemacht – ihre Geschichte.

Von Finanzwirtin zur Kindergärtnerin

Sie ließ sich zur Finanzwirtin ausbilden – schnell hat sie gemerkt, dass das nicht der Beruf ihrer Träume ist. Roth zog die Reißleine und stand wieder bei Null. Das Ausbildungsjahr war bereits in vollem Gange. Es verbleiben zwei Optionen: Praktikum oder Auszeit. Beides kam für sie nicht in Frage. Sie entdeckte den Bundesfreiwilligendienst, kurz BFD. Sie entschied sich für einen Freiwilligendienst in der AWO Kindertagesstätte in Heßloch. Das Vorstellungsgespräch hat sie gemeistert. Nach der Kontaktaufnahme mit den Freiwilligendiensten der AWO Hessen konnte es für Luisa losgehen.

Der Weg zum Ziel

Auf dem schwierigen Weg zum Traumberuf wird Luisa begleitet. Auf Bildungsseminaren wird sie auf die Einsatzstelle vorbereitet und über berufliche Perspektiven aufgeklärt. Die Seminare haben mir geholfen, besser herauszufinden, was ich mir vom Berufsleben erwarte. Das hat es leichter gemacht, meinen Weg nach dem BFD zu finden, sagt Luisa Roth. Nebenbei lernt sie über ein Jahr lang andere Freiwillige kennen – und Freundschaften entstehen. Bald endet ihr BFD – mittlerweile hat Luisa eine Perspektive, wie es weitergehen soll. Nach der Ausbildung zur Sozialassistentin will sie sich zur Erzieherin ausbilden lassen.

Ich kann ein BFD jedem empfehlen, der etwas Zeit für seine berufliche Orientierung braucht. Ich würde es selbst jeder Zeit wieder so machen! – Luisa Roth

Da war ja noch was… Die aktuelle Corona-Pandemie stellt auch die Freiwilligen in Kindertagesstätten vor Herausforderungen. Kinder sind nicht oder nur wenig da – Arbeit gibt es trotzdem genug. Renovierung, Büroarbeiten, Vorbereitung auf die baldige Öffnung – Langeweile ist nicht. Selbst in dieser Zeit bleibt die Tagesstätte mit den Kindern in Kontakt. Kleine Briefe mit Malaufgaben und Bastelvorlagen werden an sie verschickt. Vor der KiTa sind die ausgemalten Bilder der Kinder aufgehängt.

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Die offizielle Internetseite vom AWO Freiwilligendienst finden Sie unter www.awo-hs.de.

 

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