Großer Liederzyklus – Schuberts Musik vertont Schmerz und Trost ebenso wie die ausweglose Monomanie des Müllerburschen.

Der irische Bariton Benjamin Russell, begleitet von Levi Hammer, präsentieren im Foyer des Großen Hauses den großen Liederzyklus über eine unglückliche Liebe, eine Geschichte, die uns bis heute berührt.

Staatstheater Wiesbaden, kurzgefasst

Was: Liederabend mit Benjamin Russel
Wann: Montag, 22. Januar 2018, 19:30 Uhr
Wo: Hessisches Staatstheater Wiesbaden, Großes Haus, Christian-Zais-Straße 3, 65189 Wiesbaden
Eintritt: 13,20 Euro

Karten sind an der Theaterkasse, telefonisch unter 0611.132 325 oder auf www.staatstheater-wiesbaden.de erhältlich.

Nachdem im Ballett Schuberts „Winterreise“ in der Bearbeitung von Hans Zender die musikalische Inspiration für die Choreografie bildete, erklingt Franz Schuberts Die schöne Müllerin in einem Liederabend mit Benjamin Russell. Der romantische Liedzyklus erzählt von einer unglücklichen Liebesgeschichte, die bis heute berührt.

Aktuelle Spielzeit

Der irische Bariton Benjamin Russell feierte in der aktuellen Spielzeit unter anderem als Wolfram in Tannhäuser großen Erfolg. Auch als Papageno in Die Zauberflöte ist er auf der Wiesbadener Opernbühne zu erleben. Begleitet wird er von einem neuen Gesicht am Hessischen Staatstheater, dem Musikalischen Assistenten und Korrepetitor Levi Hammer.

Storryline

Ein junger Müllersgeselle befindet sich auf Wanderschaft. Er folgt dem Lauf eines Baches, der ihn schließlich zu einer Mühle führt. Dort verliebt er sich in die Tochter seines neuen Meisters. Doch die angestrebte Liebesbeziehung zur schönen und für ihn unerreichbaren Müllerin scheitert.

Verzweiflung

Zwar scheint sie ihm vielleicht zunächst nicht abgeneigt. Doch dann wendet sie sich einem Jäger zu, denn dieser hat den angeseheneren Beruf und verkörpert Maskulinität und Potenz. Aus Verzweiflung darüber ertränkt sich der unglückliche Müller in dem Bach, der im Liederzyklus selbst den Rang einer teilnehmenden „Figur“ einnimmt:

Schlaf- und Todeslied

Er wird häufig vom Müller direkt angesprochen; im vorletzten Lied Der Müller und der Bach singen beide im Wechsel, im letzten Lied schließlich Des Baches Wiegenlied singt der Bach ein wehmütiges Schlaf- und Todeslied für den Müller, der in ihm ruht wie im Totenbett. Der Bach wird als Freund des Müllers angesehen, aber er kann auch als Feind gedeutet werden, denn er führt den Müller in den Tod. Versäumen Sie es nicht, sich die Kostprobe im Video azusehen / anzuhören.

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