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Anwalt Stephan Lucas im Theater im Pariser Hof.

Anwalt Lucas entwirrt Strafrecht und entertaint

Volker Watschounek 2 Monaten vor 0

Im Pariser Hof lacht das Publikum über Paragraphen. Stephan Lucas jongliert mit Strafrecht, Cannabis und Körperverletzung – geistreich und unnachahmlich.

Donnerstagabend, Tatort Theater im Pariser Hof: Rund 70 Gäste lauschten dem Münchner Strafverteidiger Stephan Lucas, der zum dritten Mal die Bühne betrat – diesmal nicht vor Gericht, sondern vor einem erwartungsfrohen Publikum. Sein Thema: Strafrecht. Seine Methode: Humor. Sein Stil: Kabarettistisch, geistreich, pointiert.

Gesetze, die lachen lassen

Das deutsche Strafrecht gleicht einem IKEA-Regal, sagt Lucas. Es sei klar gegliedert, logisch aufgebaut – doch am Ende hat jeder etwas anderes zusammengesetzt. Der Anwalt jongliert mit Paragraphen, Grenzfällen und Alltagssituationen. Die Beleidigung etwa: „Du bist ein Arsch“? Strafbar. „Du hast einen Arsch“? Neutral. „Du hast einen fetten Arsch“? Schon schwieriger – Lucas beschreibt die juristischen Grauzonen mit Witz und Präzision.

Körperverletzung, Cannabis und kreative Freiheiten

Auch die Körperverletzung wird auf humorvolle Art hinterfragt: Piercings, Tattoos, heiße Wachs-Experimente – alles erlaubt, solange das Einverständnis der betroffenen Person vorliegt. Bei Cannabis geht Lucas auf die absurden Details ein: ein paar Pflanzen zuhause? Ja, aber nur brav und politisch neutral. Der Gesetzgeber schafft Räume für alles: Rauchen, Nicht-Rauchen, Konsumieren – die Nähe zu Spielplätzen bleibt dabbei tabu. Und das Einnehmen von Koks und anderen Drogen. Durchaus erlaub, man darf sie eben nur nicht besitzen.

Schweigen, Flucht und der Spiegel der Gesellschaft

„Schweigen ist Gold“, mahnt Lucas augenzwinkernd. Wer bei der Polizei redet, legt sich oft selbst rein. UNd wenn man dann im Gefängnis sitzt, – Fluchpläne schmieden. Das sei erlaubt. Auch die Flucht aus dem Gefängnis ist erlaubt, solange man keinen Wärter entführt, Schlösser beschädigt oder die Mauer sprengt. Das Strafrecht wird so zum Spiegel der Gesellschaft: streng, aber mit Humor, mit Regeln, die man verstehen muss, und Grauzonen, die man lieben kann.

Handy am Steuer – oder nur die Hand am Ohr?

Auch beim Autofahren kennt das Strafrecht seine kleinen Kuriositäten. Stephan Lucas erklärt: Wer während der Fahrt zum Handy greift, riskiert Punkte in Flensburg – oder zumindest ein Stirnrunzeln vom Polizisten. Denn was ist, wenn man das Telefon nur ans Ohr hält, um es zu wärmen? Juristisch erlaubt, sagt Lucas augenzwinkernd – solange man die Augen auf der Straße lässt und wirklich keine App verwendet wird. Erlaubt es nicht mal kurzes „Hallo?“, Selfies am Steuer schon gar nicht. Das heruntergefallene Hady aus dem Fußraum aufheben und auf den Sitz legen: klar. So zeigt sich wieder: Das Strafrecht ist streng, aber manchmal so absurd wie die Alltagssituationen, in denen wir uns bewegen.

Fazit: Theater statt Gericht

Am Ende wird klar: Strafrecht auf der Bühne macht Spaß. Stephan Lucas verwandelt Paragraphen in Pointen, Verbote in Komik. Wer ihn erlebt, erkennt: Das Gesetz kann streng sein – aber es kann auch lachen. Und das, liebe Leserinnen und Leser, ist garantiert nicht strafbar. Genausowenig, wie das juristische Kabarett im Theater im Pariser Hof zu besuchen. Eins steht fest, der Jurist mag und wird die hessische Landeshauptstadt auch ein viertes Mal besuchen.

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