Die Förderung des Nachwuchsleistungssports hat traditionell einen hohen Stellenwert. Im Volleyball ist Berlin die erste Adresse – und Anastasia Cekulaev nutzt diese Chance.

Sie gilt als eines der großen Nachwuchstalente des VC Wiesbaden: Anastasia Cekulaev, 17 Jahre jung, 1,91m groß und Junioren-Nationalspielerin. Aktuell spielt die Mittelblockerin in der zweiten Bundesliga beim Ausbildungsverein des Deutschen-Volleyball-Verbandes VCO Berlin. Dass ihr diese Herausforderung hervorragend gelingt, hat die 17-jährige erst vor wenigen Wochen erneut bewiesen. Sie wurde zu den Trainingseinheiten des erweiterten A-Kaders der Frauen-Nationalmannschaft in Kienbaum eingeladen.

Im großen VCW-Interview spricht Cekulaev darüber, warum sie ausgerechnet in Berlin aufschlägt, über die spielfreie Zeit nach dem Saisonabbruch und ihre großen Karriereziele.

„Volleyballtraining am Netz macht mehr Spaß“

WL: Anastasia, wie kamst Du eigentlich ausgerechnet zum Volleyball? 

Anastasia Cekulaev: In der vierten Klasse wurde ich zunächst von Trainern des VC Wiesbaden gesichtet und bekam durch gute Leistungen das Angebot, beim VCW spielen zu können. Das Angebot habe ich angenommen. Seitdem spiele ich Volleyball. Das ist jetzt acht Jahre her.

Du hast Dich mit 14 Jahren entschieden, nach Berlin zu gehen und Deine Karriere dort fortzusetzen. Warum bist Du diesen großen Schritt gegangen? 

2016 wurde ich für die Juroren-Nationalmannschaft nominiert. Da habe ich eine Direktempfehlung für Berlin bekommen. Seitdem bin ich in der Hauptstadt und fühle mich wohl. Mein aktuelles Team ist der VCO Berlin aus der 2.Bundesliga-Nord. Dort spiele ich seit der vergangenen Saison spiele. Mit dem VC Wiesbaden bin ich dennoch verbunden, da ich bei den Jugendturnieren weiterhin für den VCW im Kader bin. Unser letzter großer Erfolg ist der Gewinn der Südwestdeutschen-Meisterschaften der U20 diesen März.

Neben dem Volleyball gehst Du weiterhin zur Schule. Wie bekommt man so vieles unter einen Hut? 

Schule und Profisport zusammen ist zwar eine Herausforderung – zu schaffen ist es aber auf jeden Fall. Aktuell gehe ich auf das Gymnasium und möchte mein Abitur machen.

Neben der ersten Bundesliga wurde auch die Saison in den zweiten Bundesligen abgebrochen. Euch haben noch drei wichtige Spiele bis zum Saisonende gefehlt. Wie hast Du die anschließende spielfreie Zeit verbracht? 

Ich habe überraschenderweise Yoga für mich entdeckt und sehr viel Zeit damit verbracht. Außerdem habe ich einige Home-Workouts gemacht und mit den Kraftübungen von unserem Coach Manuel Hartmann gearbeitet. Alles in allem habe ich die Zeit also gut nutzen können. Trotzdem: Das klassische Volleyballtraining am Netz macht mir mehr Spaß.

Wie sieht es mit Deinen Karrierezielen aus? Reicht Dir die zweite Bundesliga und die Juniorennationalmannschaft oder willst Du höher hinaus? 

Das große Ziel ist auf jeden Fall die erste Bundesliga und die A-Nationalmannschaft. Dafür arbeite ich jeden Tag und versuche mich stetig zu verbessern. Außerdem wäre es schön, wenn ich eines Tages die Möglichkeit bekäme, im Ausland spielen zu können, wie zum Beispiel in Frankreich oder Italien. Aber bis dahin sind natürlich noch viele Schritte zu gehen.

Dabei wünschen wir Dir, Anastasia, viel Erfolg! 

Das Gespräch führte Silas Gottwald. (Foto: Detlev Gottwald)

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