„Transformation“, der Begriff unterscheidet sich von „Revolution“ – es geht nicht um gewaltsame Änderung oder einen totalen Bruch mit der Vergangenheit, sondern um einen Prozess des Wandels, der vorhandene Potenziale aufgreift.

Wie können die Klimaziele ohne Entlassungen in den Co2-intensiven Branchen erreicht werden? Diese Fragen wollen die Industriegewerkschaften von den Koalitionsverhandlungen beantwortet haben. Um die Transformation der Gesellschaft anzustoßen, rufen sie zu einem bundesweiten dezentralen Aktionstag auf, an dem sich neben der IG Metall und der IG BCE auch der DGB Frankfurt beteiligt. Eingebunden ist der Aktionstag in die internationalen Aktionswochen für einen gerechten Strukturwandel, die der europäische Dachverband der Industriegewerkschaften, IndustriAll, ausgerufen hat.

Industriegewerkschaften, kurz gefasst

Aktive MittagspauseFür einen fairen Wandel – sozial, ökologisch, demokratisch
Wann: Freitag, 29. Oktober 2021, 12:00 Uhr in Höchst!
Wann:
Freitag, 29. Oktober 2021, 14:30 Uhr
Wo: Hauptwache, 60313 Frankfurt am Main (Anfahrt planen!

Hauptredner ist Stefan Körzell vom DGB-Bundesvorstand.

Der Frankfurter IG-Metall-Bevollmächtigte, Michael Erhardt, erwartet von den Koalitionsverhandlungen die Festlegung auf Rahmenbedingungen, die einen fairen und nachhaltigen sozial-ökologischen Wandel ermöglichten und die Interessen der Beschäftigten berücksichtigten. Ralf Erkens ergänzt: Wir sehen die Risiken für weite Teile der Beschäftigten was die zukünftige Beschäftigungsfähigkeit anbelangt. Hier gilt es frühzeitig einen Boden der sozialen Sicherheit einzubauen, das ist unsere Forderung.

„Die digitale und ökologische Transformation beschleunigt den Wandel in der Arbeitswelt immer mehr. Dabei entstehen neue Chancen, wenn beispielsweise neue Berufe und Jobs entstehen.“ – Ralf Erkens, der Bezirksleiter der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie

In Frankfurt wird der Aktionstag auch von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) unterstützt: Alexander Klein, Geschäftsführer von Verdi Frankfurt und Region, begründet das mit einer gesamtgesellschaftlichen Perspektive, die die Krisengewinner mehr in die Verantwortung nehmen muss. Es sei nicht akzeptabel, dass Menschen Angst um ihre Existenz hätten, während andere im Reichtum schwämmen. Der Frankfurter DGB-Vorsitzende Philipp Jacks ergänzt: Die klimagerechte Gesellschaft muss kommen, wir werden uns aber schützend vor unsere Kolleginnen und Kollegen in den betroffenen Branchen stellen, solange es für diese keine gute Zukunftsaussichten gibt! Wer einen schnellen Wandel will, muss diesen Menschen Perspektiven geben!

Foto oben ©2021 DGB

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Die offizielle Internetseite der DGB Region Frankfurt-Rhein-Main finden Sie unter www.frankfurt-rhein-main.dgb.de.

 

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