Ein lauter Trompetenruf zischt durch die Luft. In Innenstädten übertönt der Ru von Hunderten Vögel schnell den Verkehrslärm.

Es ist die Zeit, wo Menschen vielerorts stehen bleiben und das Naturschauspiel am Himmel zu beobachten. Es ist die Zeit, da die meisten Vögel in den Süden ziehen. Elegant und graziös, ganz anders als etwa bei den Staren, machen Sie sich im Oktober und November auf den Weg in die Überwinterungsgebiete in Frankreich, Spanien und zu einem geringen Teil in Nordafrika.

Vormittags zu beobatchen

Bei günstiger Witterung brechen die Kraniche in den Morgenstunden auf, ziehen beiderseits am Harz vorbei und erreichen dann das Weserbergland, Thüringen und Oberhessen. Dort sind sie Sie meistens am späten nachmittag oder am frühen Abend zu sehen – im Rhein-Main-Gebiet aber auch in der Mittagszeit, wenn die Vögel nach einer Rast in den Auensystemen Ober- und Mittelhessens, etwa an der Lahn, mit rund 80 Stundenkilometern weitermacht Südwesten fliegen. erreichen die über Hessen ziehenden Kraniche Main und Rhein und fliegen schließlich über Frankreich weiter nach Südwesten.

Kraniche sammeln sich
Kraniche sammeln sich ©2019 Volker Watschounek

V-förmige Formation

Im Flug bilden Kraniche eine V-förmige Formation mit kräftigen, erfahrenen Tieren an der Spitze. Es folgen Familien mit ihren Jungtieren. Bei konstanten Flugbedingungen könnten die Tiere ohne Halt bis nach Südeuropa fliegen. Sie legen aber oft, wie an der Lahn, eine Pause ei

Westeuropäische Zugweg

Aus Schweden, Norwegen und vielleicht auch aus Nordfinnland stammende Kraniche ziehen in Nord-Süd-Richtung durch Schweden, wobei sich im westlichen und östlichen Teil des Landes stärkere Zugkonzentrationen herausgebildet haben. Ab Mitte August erreichen größere Rastgruppen der Westzieher das deutsche Festland zwischen der Odermündung und dem Darß. Die Zahl der bevorzugt auf der Insel Rügen und bei Groß Mohrdorf rastenden Vögel erreicht zwischen Mitte und Ende Oktober ihren Höhepunkt.

Der Höhepunkt des Ost-West-Durchzugs liegt in der zweiten Oktober- und ersten Novemberhälfte, wobei größere Zuggruppen aus dem Osten noch bis Mitte Dezember und bei ungünstigen Wetterlagen sogar bis in den Januar hinein ziehen können. Der Zug wird in südwestliche Richtungen fortgesetzt, wobei sich die nördlichen und östlichen Zugkontingente sowie die Flüge der verschiedenen Rastplätze westlich des Rheins vereinigen.

Nach dem Abzug von den ostdeutschen Rastplätzen ziehen die Zuggruppen meistens westwärts über das Rhein-Main-Gebiet bis Frankreich. Dort verläuft die Zugroute diagonal durch das Land. (Auszug aus Wikipedia)

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