„Ich gehe meistens am 24. Dezember meine Weihnachtsgeschenke einkaufen, dann ist die Stadt ganz leer. Bis 14:00 Uhr haben die Geschäfte auf. Dann wird ganz schnell der Weihnachtsbaum geschmückt…“

Den Geburtstag hat sie uns beim Gespräch gar nicht verraten. „Happy Birthday“ nachträglich. Nathalie Henrich ist am 15. Dezember 1964 in Bordeaux geboren, zweisprachig aufgewachsen und in Wiesbaden zur Schule gegangen. Ihre Schullaufbahn startet sie an der Fritz-Gansberg Schule, wechselt auf das Helene Lange Gymnasium, eine reine Mädchenschule. Das Abitur macht sie dann aber lieber auf dem Oberstufengymnasium am Moltkering – vielen heute eher bekannt als die Martin Niemöller Schule. Nach dem Schulabschluss lässt sie sich im Nassauer Hof zur Hotelfachfrau ausbilden – nach der Hälfte der Lehrzeit wechselt Henrich aber zum Schlosshotel Monrepos nach Ludwigsburg. Nach der Ausbildung kehrt sie zurück nach Wiesbaden, lernt Bruno kennen, verliebt sich und heiratet ihn. Von der Gastronomie kommt ist Hnrich seitdem nicht mehr los gekommen. Zusammen betreiben das i-Punkt und die Rose Stube. Dann versuchen die Beiden ihr Glück in Amerika.  Dort läuft es aber nicht so gut – und umso dankbarer sind sie, als Gerd Käfer anruft und sie fragt, ob sie nicht zurück nach Wiesbaden möchten. Er habe den Zuschlag für die Gastronomie im Kurhaus erhalten. Keine Frage: Sie bauen das Käfers auf, machen sich dann aber wieder selbstständig. Es folgen die Brasserie Bruno, das Beissel in der Wilhelmstraße, das Beau Site, das Weihenstephan… und zuletzt das Chez Mamie, welches Nathalie nach der Trennung von Bruno ihr neues zu Hause nennet. Dort bietet sie ihren Gästen eine frische mediterrane Küche nach französischem Vorbild an. Ein kleines Stückchen Frankreich, im Herzen von Wiesbaden.

Nathalie Henrich, Geschäftsinhaberin Chez Mami

Weihnachten im Walde (Fortsetzung),

… und putzte und rieb sich die Nase, bis das hässliche Zeug fort war.

Einmal, es war spät am Abend kam die Elster aufgeregt angeflogen. Sie trug im Schnabel einen Silberfaden Was willst du denn so spät abends noch. Es ist schon längst Schlafenszeit Ich kann doch nicht einschlafen, sagte die Elster, bis ich euch alles erzählt habe was ich heute erlebte.

Stadtgeschichten

Ich war wieder in der Stadt und habe wunderbare Dinge gesehen. Da gibt es Straßen, die am Abend hell werden, weil die Häuser riesengroße Fenster haben und aus den Fenstern Licht dringt. Wenn man in diese Fenster blickt, sieht man Dinge, so schön und glänzend, das einem fast die Augen anfangen zu Weinen. Die Menschen stehen davor und schauen sie an und staunen. Manche gehen zu den Türen hinein und bringen die schönen Dinge, in Paketen verpackt, mit heraus. Und ein Fenster sah ich, davor standen Kinder, die drückten die Nasen ganz fest an die Scheiben, um alles sehr genau sehen zu können. Was gab es da aber auch für Herrlichkeiten. Pferde aus Holz, Puppen, große und kleine, bunte Bälle, und in der Mitte fuhr eine Eisenbahn umher. Wisst ihr, wie sie draußen vor dem Wald durch die Felder fährt, aber so winzig klein, dass jeder Wagen in eine Menschenhand passt. Trommeln und Trompeten sah ich auch, und Kinder standen und schauten und wollten nicht mehr fort.

Was hat das zu bedeuten

Ich saß auf einem Baum am Straßenrand und blickte hinab auf das Menschengewimmel. Alle Menschen schienen in Eile zu sein. Trotzdem, ihre Gesichter schienen vergnügt und zufrieden. Am Straßenrand stand ein Mann, der hatte große Pakete silbernen Fäden in seinem Korb und rief immer: „Kauft Leute, kauft!“ Da blieben die vorübereilenden stehen und gaben dem alten Mann Geld und nahmen sich die silbernen Fäden mit. Der eine fiel herab, und der  Mann hob ihn nicht auf. Da flog ich rasch hin und nahm ihn mir und habe ihn euch mitgebracht. Sage, Zwerg Knurz, was bedeutet das alles? Warum sind die Menschen so fröhlich? Warum sind die Fenster so hell, und warum gib es jetzt so viele schöne Dinge zu sehen? Und warum die silberne Fäden?“ 

Alles Geheimnisse

Die Elster hatte so rasch gesprochen, dass sie kaum Atem schöpfen konnte und hüpfte nun aufgeregt im Stübchen umher, knickste und blickte den Zwerg erwartungsvoll an. Der aber lächelte. Alles Geheimnisse, alles geheimnisse, liebe Elster, sprach er. Aber lass nur die paar Tage noch vorübergehen, dann sollst du alles erfahren, wonach du mich jetzt fragst. Wenn das große fest da ist, dann fliege noch einmal in die Stadt, und blicke durch die Fenster in die Wohnungen der Menschen, dann wirst Du es sehen. Ich kann es wirklich kaum noch erwarten, sagte die Elster. Dann machte sie noch einen Knicks, sagte Gute Nacht und flog nach Hause.

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Zusammen mit dem Luisenforum verlost Wiesbaden lebt! Einkaufsgutscheine  im Wert von 600 Euro. Um an einen der 24 Gutscheine unseres Adventskalenders zu gelangen, senden Sie uns bitte eine E-Mail mit dem Betreff „Nathalie Henrich“ – mit ihrem Namen, Anschrift und der E-Mail-Adresse an gewinnspiel@wiesbaden-lebt.de.
Einsendeschluss ist Samstag, der 20. Dezember 2020, um 24:00 Uhr. Die Gewinner erhalten den Gutschein per Post. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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