Menü

kalender

Februar 2026
M D M D F S S
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
232425262728  

Partner

Partner

/* */
Die geplante Wallauer Spange soll Wiesbaden direkt an die ICE-Strecke Richtung Frankfurt Flughafen anbinden und den Schienenverkehr im Rhein-Main-Gebiet entlasten.

Wallauer Spange: Städte erhöhen Druck auf Berlin und die Bahn

Die Wallauer Spange soll Wiesbaden direkt an die ICE-Strecke und den Flughafen Frankfurt anbinden. Doch das Projekt stockt. Nun erhöhen Wiesbaden, Hochheim und Hofheim den Druck auf Bund und Bahn – und überarbeiten zugleich ihre Planungen für den Haltepunkt Wallau/Delkenheim.

Sigi Strassenheld, neuer Mitarbeiter bei Wiesbaden lebt! Sigi Strassenheld 5 Stunden vor 0

Drei Kommunen fordern Tempo für die Wallauer Spange. Sie sparen um, planen neu – und setzen auf Baustart 2027.

Die Wallauer Spange bleibt ein Versprechen – und sie soll endlich eines werden, das hält. Wiesbaden, Hochheim und Hofheim am Taunus erhöhen den Druck auf die Bundesregierung und die DB InfraGo. Sie fordern, die Bauarbeiten für das Schienenprojekt zügig zu starten. Gleichzeitig arbeiten sie im Hintergrund weiter, rechnen, verwerfen, planen neu. Ihr Ziel steht: 2030 soll der neue Haltepunkt Wallau/Delkenheim eröffnen.

Ein Projekt mit Signalwirkung

Die Wallauer Spange verbindet künftig die Landeshauptstadt Wiesbaden direkt mit der ICE-Schnellfahrstrecke Köln–Frankfurt und damit mit dem Flughafen Frankfurt. Was nach einer technischen Verbindung klingt, bedeutet für die Region einen strukturellen Sprung. Pendler sparen Zeit, Unternehmen gewinnen Standortvorteile, der Verkehr verlagert sich auf die Schiene.

Hofheims Erster Stadtrat Daniel Philipp fordert, dass der Baustart 2027 erfolgt. Die Finanzierung müsse der Bund bis dahin sichern. Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende spricht von einem „zentralen Baustein für ein leistungsfähiges Schienennetz“. Die Region könne es sich nicht leisten, dass dieses Projekt weiter stocke. Auch Hochheims Bürgermeister Dirk Westedt mahnt Tempo an: Die bessere Anbindung an Flughafen und Frankfurter Innenstadt komme den Bürgern unmittelbar zugute.

Kommunen liefern – und sparen

Während in Berlin über Haushaltslinien diskutiert wird, drehen die Fachämter vor Ort an Stellschrauben. Die Kommunen überarbeiten die Planungen für das Umfeld des Haltepunkts. Sie reagieren auf eine nüchterne Kennzahl: das Nutzen-Kosten-Verhältnis. Damit das Projekt nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz förderfähig bleibt, muss es deutlich über 1 liegen.

Also rechnen die Planer neu. Statt eines Parkhauses entsteht nun zunächst ein ebenerdiger Parkplatz. Die Bushaltestellen rücken an den Fahrbahnrand der Landesstraße 3017 und an die geplante Verbindungsstraße zur L3028. Wendemöglichkeiten für Busse, Pausenplätze, Fahrradabstellanlagen, Sozialräume und Toiletten bleiben vorgesehen. Eine Personenunterführung sowie ein Steg vom Parkhaus zum Gleis fallen hingegen weg.

Verkehrsdezernent Andreas Kowol betont, die Kommunen nähmen Geld in die Hand und integrierten den Haltepunkt konsequent in Busnetz, Radwege und Straßennetz. Im Gegenzug erwarteten sie von DB InfraGo und Bund verlässliche Zeitpläne und transparente Entscheidungen.

Mehr als ein Haltepunkt

Die Diskussion um die Wallauer Spange zeigt, wie Infrastruktur heute entsteht: Sie entsteht nicht nur im Gleisbett, sondern in Sitzungsräumen, Kalkulationstabellen und Förderanträgen. Jede Rampe, jeder Stellplatz, jede Busbucht beeinflusst die Förderquote. Wer baut, muss rechnen. Wer rechnen will, muss priorisieren.

Gleichzeitig bleibt der politische Druck hoch. In der kommenden Woche wollen die drei Kommunen ihre Forderungen in einem gemeinsamen Gespräch mit der Deutschen Bahn, Hessen Mobil, der Main-Taunus-Verkehrsgesellschaft und ESWE Verkehr bekräftigen. Sie präsentieren nicht nur Wünsche, sondern konkrete, angepasste Planungen.

2030 im Blick

Ob die Wallauer Spange tatsächlich 2030 in Betrieb geht, entscheidet sich in den kommenden Jahren. Die Kommunen haben ihren Teil formuliert: Sie planen weiter, sie reduzieren Kosten, sie stimmen Details ab. Nun liegt der Ball bei Bund und Bahn.

Die Region wartet nicht auf Applaus, sondern auf Baubeginn. Und vielleicht gilt für dieses Projekt, was für jede gute Zugverbindung gilt: Entscheidend ist nicht, wie lange man darüber spricht – sondern wann man losfährt.

Symbolfoto ©2026 KI-generiert

Weitere Nachrichten aus dem Ortsbezirk Mitte lesen Sie hier.
Weitere Nachrichten aus dem Ortsbezirk Delkenheim lesen Sie hier.

Weitere Nachrichten aus dem Ortsbezirk Mitte lesen Sie hier.

Planungsunterlagen zur Wallauer Spange.

Diskutieren Sie mit

Diskutieren Sie mit

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert