Bürokratieabbau statt „Buy European“: Europaminister Manfred Pentz fordert Tempo und warnt vor neuen Industriequoten aus Brüssel.
Aus Sicht des hessischen Europaministers Manfred Pentz ist der Abbau von Regulierungen für die Industrie der richtige Weg. „Beim Thema Bürokratieabbau sind wir in Hessen an der Spitze der Bewegung. Jetzt muss auch in Europa mehr Tempo kommen.“
Von verpflichtenden Quoten für europäische Produkte bei öffentlichen Investitionen hält Staatsminister Pentz hingegen wenig. „Wir müssen dafür sorgen, dass die europäische Wirtschaft in Schwung kommt und wettbewerbsfähig bleibt. Aber das geht nicht über eine ‚Made in Europe‘-Quote“, so Pentz. Bei dieser Art von Regulierung bestehe die Gefahr von zu viel Bürokratie. „Die europäische Wirtschaft braucht weniger Fesseln – nicht mehr.“
„Buy European“-Regel als letztes Mittel
Das gelte insbesondere für die exportorientierten hessischen Unternehmen. „Die hessische Industrie ist in hohem Maße global vernetzt und profitiert von offenen Märkten und verlässlichen Handelsbeziehungen.“ Eine Buy European-Regel könne nur das letzte Mittel sein.
Schon bei seiner Rede im hessischen Landtag hatte sich Pentz klar zu freiem Handel bekannt. Anlass war damals die schleppende Umsetzung des Mercosur-Handelsabkommens gewesen. „Wer heute Freihandel blockiert, blockiert Hessens Zukunft“, hatte Pentz vorige Woche gesagt. Das gelte auch für den aktuell diskutierten industriepolitischen Kurswechsel der Europäischen Union.
Foto – Europaminister Manfred Pentz ©2025 Paul Schneider / Hessische Staatskanzlei
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