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Ausstellung „Rechter Terror in Hessen“ im Wiesbadener Rathaus zeigt Geschichte, Bilder und politische Bildung gegen das Vergessen.

Ausstellung im Rathaus: „Rechter Terror in Hessen“

Am Montag, 19. Januar eröffnet im Neuen Rathaus die Ausstellung „Rechter Terror in Hessen“. Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und die Kuratoren führen ein. Der Eintritt ist frei, die Ausstellung bis 6. Februar zu sehen. Im Foyer am Schlossplatz. Für alle Interessierten.

Grafik: Kathleen Rother Redaktion 1 Tag vor 0

1992 brennen Asylunterkünfte, 1994 fällt ein Nachbar tot um, 2001 stirbt eine Ladenbesitzerin – Taten, die Hessen bis heute nicht politisch eingeordnet.

Das Wiesbadener Rathaus öffnet sein Foyer für eine Ausstellung, die nicht ausweicht, sondern hinschaut. Von Montag, 19. Januar, an zeigt die Präsentation „Rechter Terror in Hessen“, wie tief rechte Gewalt in der Geschichte des Bundeslandes verankert ist – und wie sehr sie die Gegenwart betrifft. Der Eintritt bleibt frei, die Türen stehen offen, der Anspruch ist klar: informieren, sensibilisieren, Debatten anstoßen.

Neues Rathaus, kurz gefasst

Ausstellung – Rechter Terror in Hessen
Vernissage: Montag, 19. Januar, um 18 Uhr
Wann: Montag, 19. Januar bis 06. Februar 2026
Wo: Stadt Wiesbaden Rathaus, Schlossplatz 6, 65183 Wiesbaden
Eintritt: frei

Der Ausstellungsort verleiht dem Thema besondere Schwere. Im Foyer des Rathaus Wiesbaden treffen Alltag und Erinnerung aufeinander. Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende eröffnet die Schau und betont die Verantwortung von Kommunen für demokratische Wachsamkeit. Gemeinsam mit Felix Münch von der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung setzt er den Ton für einen Abend, der mehr will als symbolische Gesten.

Fakten, die erschüttern

Die Kuratoren Sascha Schmidt und Yvonne Weyrauch führen in die Inhalte ein. Beide arbeiten seit Jahren im Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus und verbinden Forschung mit politischer Bildungsarbeit. Ihre Recherchen zeigen: Seit Gründung Hessens verloren mindestens 20 Menschen durch rechte Gewalt ihr Leben. Die Jahre 2019 und 2020 markieren einen bitteren Kulminationspunkt – mit dem Mord an Walter Lübcke und dem rassistischen Anschlag von Hanau.

Bilder, die bleiben

Die Ausstellung erzählt nicht nur mit Texten. Fotograf Mark Mühlhaus verdichtet Geschichte in Bildern. Seine Fotografien zeigen Tatorte, Leerstellen und Spuren rechter Gewalt – nüchtern, konzentriert, ohne Effekthascherei. Gerade diese Zurückhaltung verleiht den Exponaten ihre eindringliche Kraft.

Bildung als Einladung

Getragen wird das Projekt vom DGB-Bildungswerk Hessen, gefördert von der Hessische Landeszentrale für politische Bildung. Die Ausstellung richtet sich an die breite Öffentlichkeit, an Initiativen und Vereine der demokratischen Zivilgesellschaft, an kommunale Einrichtungen sowie an Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren. Führungen lassen sich nach Absprache organisieren – als Einladung zum gemeinsamen Nachdenken und Diskutieren.

Symbolfoto @2025 KI-generiert / Wiesbaden lebt

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